Das neue Notarzteinsatzfahrzeug der Feuer- und Rettungswache Plettenberg wurde offiziell in Dienst gestellt. Foto: Bernhard Schlütter

Plettenberg. Das neue Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) der Feuer- und Rettungswache Plettenberg wurde am Dienstagabend (20. Dezember) offiziell in Dienst gestellt. Das SUV der Marke BMW X5 xDrive wurde mit Sonderauf- und -ausbauten speziell für seinen Einsatzzweck ausgerüstet.

Die Leistungswerte des auch äußerlich imposanten Geländewagens beeindrucken: Der 6-Zylinder-Commonon-Rail-Diesel leistet 258 PS und beschleunigt das über zwei Tonnen schwere Gefährt laut Herstellerangabe in 6,9 Sekunden auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit wird mit 230 km/h angegeben.

„Ein Arbeitsgerät, dessen Funktion über Leben und Tod entscheiden kann“

„Manch einer mag jetzt sagen: Da hat die Feuerwehr ein Luxus-SUV bekommen. Fest steht aber, dass es sich um ein Arbeitsgerät handelt“, stellte Bürgermeister Ulrich Schulte fest. Dessen einwandfreie Funktion könne über Leben und Tod entscheiden. Mit dem NEF wird der Notarzt abgeholt, der möglichst schnell an seinen Einsatzort gebracht werden muss. Ausreichender Platz für die medizinische Ausrüstung für alle Notfälle, die Möglichkeit, auch schwieriges Gelände bewältigen zu können und nicht zuletzt auch die passive Sicherheit für Fahrer und Beifahrer seien Kriterien, die bei der Beschaffung berücksichtigt werden mussten. „Eine einfache Blechkarosse reicht nicht aus“, betonte Schulte.

Foto: Bernhard Schlütter
Einige Mitglieder von Rat und Verwaltung nahmen das neue NEF interessiert unter die Lupe. Foto: Bernhard Schlütter

Brandamtsrat Peter Hemscheidt, Leiter der Feuer- und Rettungswache, bedankte sich bei dem Beschaffungsteam. Obwohl das Budget für das neue NEF mit 80.000 Euro im Vergleich mit den Anschaffungskosten des Vorgänger-NEFs unverändert geblieben sei, habe es das Team geschafft, noch rund 3000 Euro darunter zu bleiben. Das sei zum Einen das Ergebnis sorgfältiger Markterkundung, zum anderen auch dem Entgegenkommen des Herstellers BMw zu verdanken. Namentlich nannte Hemscheidt die Brandoberinspektoren Andreas Gritschke (inzwischen zur Berufsfeuerwehr Köln gewechselt) und Klaus Neugum, die Oberbrandmeister Eik Uebach und Thorsten Brill sowie Christian Koronika, der für die medizintechnische Aussattung zuständig war. Die Vertragsgestaltung hatte schließlich Ordnungsamtsleiter Thorsten Spiegel fachlich begleitet.

Sowohl Ulrich Schulte als auch Peter Hemscheidt zielten mit ihren Aussagen ganz offensichtlich in Richtung der Kritiker aus der Kommunalpolitik, vor allem der FDP-Fraktion, die jüngst in den Haushaltsplanungen für 2017 kritisiert hatten, die Sparbemühungen der Plettenberger Feuerwehr ließen zu wünschen übrig. Ausgerechnet die FDP-Fraktion glänzte bei der offiziellen Indienststellung des NEFs durch Abwesenheit, während die übrigen Ratsfraktionen Vertreter entsandt hatten.

Vorgänger-NEF ersetzt Kommandofahrzeug der Feuerwehrführung

Das neue NEF ersetzt den acht Jahre alten Vorgänger, einen VW Touareg, der mit einer Laufleistung von zurzeit 137.000 Kilometern wiederum den Kommandowagen (KdoW), einen Mercedes ML 270 CDI, der Plettenberger Feuerwehrführung ersetzen soll. Dieses Fahrzeug ist deutlich in die Jahre gekommen und zeigt an der Karosserie bereits Rostansätze. Auch dieses Fahrzeug wurde in der Vergangenheit zunächst als Notarzteinsatzfahrzeug eingesetzt, bevor es als Kommandofahrzeug fungierte. Als Kommandowagen erstrahlt der VW Touareg aufgearbeitet und mit neuer Beklebung im feuerwehrspezifischen Rot in neuem Glanz.

Ausgestattet sind beide Einsatzfahrzeuge mit modernster Funk- und Kommunikationstechnik sowie einem Navigationssystem, das seine Daten aus dem Einsatzleitrechner der Kreisleitstelle via Funk erhält, um die Fahrer während der Einsatzfahrt unter Umständen im gesamten Märkischen Kreis zu navigieren.

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