Landrat Thomas Gemke (Mitte) überreichte heute den Bewilligungsbescheid an Bürgermeister Dieter Dzewas (rechts) und Martin Bärwolf, Fachbereichsleiter Planen und Bauen bei der Stadt Lüdenscheid. Foto: PSL / Rutzen

Lüdenscheid. Die Umgestaltung und Erneuerung des Bahnhofs Brügge und seines Umfeldes wird mit rund 1,5 Millionen Euro durch den Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) gefördert.

„Mit den Fördergeldern sollen die Attraktivität und Funktionalität dieses wichtigen ÖPNV-Verknüpfungspunktes gesteigert werden“, so der stellvertretende NWL-Verbandsvorsteher und Landrat Thomas Gemke.

84 Pkw-Stellplätze und 16 Abstellmöglichkeiten für Fahrräder

Die Fördermaßnahme umfasst die Errichtung einer P+R-Anlage (Park & Ride), einer B+R-Anlage (Bike & Ride) und die Umgestaltung des Busbahnhofes, dessen Wartefläche eine besondere Bedeutung als regionaler Verkehrsknoten für den ÖPNV, insbesondere als Verknüpfungspunkt Bus / Schiene aufweist. Insgesamt entstehen 84 Stellplätze für Pkw, davon zwei Behindertenparkplätze sowie Abstellmöglichkeiten für 16 Fahrräder.

Lüdenscheids Bürgermeister Dieter Dzewas freut sich, dass der Antrag der Stadt beim NWL Früchte trägt. „Mit dem Neubau des Verknüpfungspunktes bieten wir sowohl unseren Bürgerinnen und Bürgern, als auch den Besuchern eine zentrale Parkmöglichkeit, um den öffentlichen Personennahverkehr problemlos nutzen zu können.“

Abschluss noch in diesem Jahr

Die Gesamtkosten der Baumaßnahme liegen bei 1.857.300 Euro, zuwendungsfähig sind 1.649.800 Euro. Davon werden 90 Prozent mit insgesamt 1.484.800 Euro durch den NWL bezuschusst. Dazu ergänzt Bürgermeister Dzewas: „Dank der Förderung können wir bald mit den Baumaßnahmen beginnen. Unser Ziel ist es, den Neubau der Anlage bis zum Ende des Jahres zur Verfügung stellen zu können. Der Verlauf der Baumaßnahmen ist jedoch witterungsabhängig.“

Der Busbahnhof Brügge wird derzeit von sechs Buslinien angefahren. Die heutige Haltestellenanlage entspricht nicht mehr den Erfordernissen einer modernen Umsteigeanlage und ist zudem nicht barrierefrei.

Vier Wartehallen und eine WC-Anlage

Der neue Busbahnhof sieht einen ebenerdigen Umsteigeplatz für vier Busse vor, zwei Standard- und zwei Gelenkbuspositionen. Die Haltestellen können parallel zu den Gleisen verlaufend angefahren werden, wodurch die Umsteigewege verkürzt werden. Die Wartefläche des Busbahnhofes ermöglicht für die starken Umsteigebeziehungen ein gefahrloses und bequemes Umsteigen mit geringen Wege- und Zeitaufwand. Zudem ist sie barrierefrei mit dem neuen Bahnsteig in Brügge verbunden. Im Einfahrtsbereich der Busbahnhofsanlage sind zwei Busbereitstellungs- bzw. Warteplätze vorgesehen. Zur Ausstattung gehören als Wetterschutz vier große Buswartehallen (ca. 6 x 1,50 m), eine DFI-Anlage (Dynamische Fahrgast-Informationsanlage) und eine WC-Anlage. Insgesamt erstrecken sich die Busbahnhofsanlage und die P/B+R-Anlage auf einer Fläche von circa 4.550 Quadratmetern, mit einer Länge von etwa 130 Metern und einer Breite von circa 35 Metern.

Der Nahverkehr Westfalen-Lippe organisiert den Schienenpersonennahverkehr für über fünf Millionen Einwohner in 16 Kreisen und drei kreisfreien Städte in Westfalen-Lippe und ist der flächenmäßig größte Aufgabenträger in NRW. Zusätzlich fördert er auch Infrastrukturvorhaben für den gesamten öffentlichen Personennahverkehr. Dafür stehen ihm jährlich rund 25 Millionen Euro zur Verfügung. Vorrangig werden Vorhaben gefördert, die die Barrierefreiheit herstellen und so insbesondere Personen mit Mobilitätseinschränkungen aber auch zum Beispiel Eltern mit Kinderwagen die Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) ermöglichen oder vereinfachen. Viele Städte haben die Förderquoten von 90 Prozent bereits genutzt und vor allem Haltestellen modernisiert und barrierefrei hergerichtet. Thomas Gemke: „Mit dem Zuschuss des NWL profitiert jetzt auch die Stadt Lüdenscheid hiervon.“

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