Phänomenta
Ein Blick in das Innere des Turms, der das Foucault'sche Pendel aufnehmen wird.

Lüdenscheid. Der Phänomenta-Turm in Lüdenscheid ist ein monumentales Exponat aus 150 Tonnen Stahl und rund 900 Quadratmeter Kunststoffmembran. Dennoch wirkt er auf eine besondere Weise filigran, insbesondere wenn er von innen beleuchtet wird.

Dieses Schauspiel boten die Phänomenta-Verantwortlichen wenige Tage vor der Phänomenta-Preview der interessierten Öffentlichkeit. Am Freitag, 24. April, leuchtete der Turm – ein fantastisches Zusammenspiel von Form und Farbe. Dazu kam Musik der Kiersper Rawa Bluesband (Peter Szczyrba, Gesang, Harp und Gitarre, Michael Weiss, Gesang und Gitarre, Sven leise, Bass und Gesang sowie Andreas Smyrek, Schlagzeug). Verstärkt wurde die Band durch Gastmusiker Martin Bärwolf (Gitarre).

Den Turm als leuchtendes Wahrzeichen des Wissenschaftszentrums Phänomenta und der Stadt Lüdenscheid zu konzipieren war eine besondere Herausforderung für KKW-Architekten aus Lüdenscheid und wbp Ingenieure aus Münster. „Wir haben uns ganz bewusst dafür entschieden, den Turm von innen zu beleuchten und nicht von außen anzustrahlen“, sagte Architekt Linus Wortmann vom Altenaer Büro KKW.

Beleuchtungsstudien bei ERCO

Phänomenta
Die Membran mit acht Prozent Lichtdurchlässigkeit bewirkt eine gleichmäßige Ausleuchtung des Turms von innen und außen.

Dafür wurden in einem vom Lüdenscheider Unternehmen ERCO zur Verfügung gestellten Dunkelraum mit Beleuchtungsstudien experimentiert. Dafür wurden Räume mit zwei unterschiedlich transluzenten textilen Membrangeweben aufgebaut. Die Wahl fiel schließlich auf eine Membran mit acht Prozent Lichtdurchlässigkeit. Sie bewirkt eine gleichmäßige Ausleuchtung des Turms von innen und außen.

Dezente Ausleuchtung

Um eine dezente, aber eindrucksvolle Ausleuchtung zu erreichen, wurden die Erco-Strahler Powercast und vereinzelt Grashopper ausgewählt. Diese Strahler ermöglichen eine kraftvolle Akzentuierung im Außenbereich. Sie vermeiden zudem Streulicht und sind witterungsbeständig. Insgesamt wurden 27 Strahler angeordnet (sechs über den Eingangstüren im Pendelraum, zwölf auf der Attika, sechs auf dem Sekundärturm, der das Foucault’sche Pendel aufnehmen wird und drei in der Membranspitze). Alle Leuchten sind digital über DALI steuerbar.

Dimmbare LED-Strahler

Die LED-Strahler sind dimmbar und können im RGB-Spektrum (ein additiver Farbraum, der Farbwahrnehmungen durch das additive Mischen der drei Grundfarben Rot, Grün und Blau nachbildet) leuchten.

Die tägliche Abendbeleuchtung des Turms wird ab der offiziellen Eröffnung der Phänomenta am 9. Mai in einem warmweißen Ton erstrahlen. „Zu besonderen Anlässen kann farbiges Licht gewählt werden“, erläuterte Linus Wortmann.

Nahtbild am Turm der Phänomenta wird betont

Durch die Beleuchtung wird das Nahtbild der Membran besonders betont. Dieses Nahtbild entsteht an den Verbindungslinien zweier Membranstücke. Sie überlappen sich in diesen Bereichen. An diesen Stellen nimmt die Lichtdurchlässigkeit ab. Diese deutlich sichtbare Linienführung wurde so gewählt, dass sie der Form der sich helixförmig im Stahlturm hochwindenden Membran folgt. „So bleibt auch bei Dunkelheit die Form des Turms sichtbar, obwohl der Stahlturm nur noch zu erahnen ist“, sagte Linus Wortmann.

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