Immer häufiger im Einsatz - die Rettungstransportwagen des Märkischen Kreises. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis

Märkischer Kreis. (pmk). Auf 60.521 deutlich angestiegen sind die Einsatzzahlen für den Rettungsdienst Märkischer Kreis. Um die Einsatzzeiten zu halten, ist mehr Personal nötig. Der Kreisausschuss beschloss elf neue Stellen, nächstes Jahr sollen zwölf weitere dazu kommen.

23,15 Planstellen mehr bekommt der Rettungsdienst des Märkischen Kreises. Elf stellen davon recht zügig, weitere 12,15 Stellen im kommenden Jahre nach Anpassung des Rettungsdienstbedarfsplans. Grund für die ca. 530.000 Euro teure aktuelle Aufstockung ist der Anstieg bei den Einsatzzahlen. Im Vergleich zum Jahr 2009 stiegen sie im vergangenen Jahr in der Notfallrettung (Rettungstransportwagen) um 15,1 Prozent auf 29.807, in der Notarztversorgung (Notarzteinsatzfahrzeug) um 7,4 Prozent auf 14.376 und bei den Krankentransporten um 10,1 Prozent auf 16.338. „Aufgrund der höheren Auslastung der Fahrzeuge haben sich die durchschnittlichen Einsatzzeiten verlängert. Als Folge konnten in der Notfallrettung die Hilfsfristen von acht Minuten in den Kernbereichen sowie zwölf Minuten in den ländlichen Bereichen nicht mehr in 90 Prozent der Fälle erreicht werden“, so die Verwaltung in ihrer Sitzungsvorlage. Für dieses Jahr wird mit einem weiteren Anstieg der Einsatzzahlen gerechnet.

Im Vorgriff auf die förmliche Fortschreibung des Rettungsdienstbedarfsplanes wird der zweite Rettungstransportwagen in Werdohl, der bisher werktags von 8 bis 18 Uhr besetzt ist, an sieben Tagen in der Woche 24 Stunden besetzt sein. In Halver werde werktags, samstags und sonntags ein zweiter RTW von 8 bis 18 Uhr vorgehalten. Mit den Krankenkassen, die die Kosten für die Einsätze übernehmen, sei abgesprochen, die jetzt beschlossenen elf zusätzlichen Stellen im Vorgriff auf die Änderung des Rettungsdienstbedarfsplanes zu einzurichten.

Zudem beschlossen die Kreisausschussmitglieder die Anhebung der Gebühren für die Inanspruchnahme des Krankentransportwagens um elf Prozent auf 198,70 Euro, für den Rettungswagen auf 713,12 Euro (plus 11,86 Prozent) sowie für die Notarzteinsatzfahrzeuge auf 492,91 Euro (plus 18,62 Prozent. Ebenso wird die Pauschale für die notärztliche Versorgung zum 1. Januar auf 233,89 Euro festgesetzt.

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