Thomas Junior stellte im Jugendhilfeausschuss das Konzept für die Kindertagesstätte bzw. den Betriebskindergarten in Köbbinghausen vor. Foto: Bernhard Schlütter

Plettenberg. Es besteht ein erhöhter Bedarf gegenüber den Vorjahren an Kindergartenplätzen in Plettenberg. Das berichtete Fachbereichsleiter Hans-Peter Kapitain im Jugendhilfeausschuss.

Vor allem im Bereich Stadtmitte würden weitere Kindergartenplätze benötigt, führte Kapitain aus. Im Arbeitskreis Jugendhilfe seien bereits drei Lösungsmöglichkeiten diskutiert worden:

  1. Erweiterung des Kath. Kindergartens Stadtmitte um 20 Plätze. Gespräche mit dem Kita Zweckverband als Träger wurden bereits geführt; eine Kontaktaufnahme mit der Kirchengemeinde soll erfolgen, um Erweiterungsmöglichkeiten zu besprechen. (Hierzu berichtete Eva Florath, Leiterin des Kindergartens St. Laurentius, dass es positive Signale von der Gemeindeleitung gebe.)
  2. Erweiterung des Betriebskindergartens Junior gGmbH in Köbbinghausen um 20 Plätze. Da der geplante Waldkindergarten mangels geeignetem Grundstück nicht in Betrieb gehen wird, würden hier zusätzlich 20 naturnahe Plätze entstehen können.
  3. Zusammenlegung der beiden städtischen Kindergärten in Holthausen und Schaffung von zusätzlichen zehn U-3-Plätzen Gebäude der Vier-Täler-Schule nach deren Schließung.

Barrierefrei und naturnah: Kita Junior in Köbbinghausen

Das Konzept der Kindertagesstätte in Köbbinghausen stellte Thomas Junior den Ausschussmitgliedern vor. Die Kita Junior Ohle gGmbH unterhält seit sieben Jahren eine Kindertagesstätte in Ohle. „Die Einrichtung trägt sich“, betonte Thomas Junior. Er hat nach eigener Angabe in Köbbinghausen bereits rund eine Million Euro investiert. Dafür hat er Haus und Anwesen Bartels sowie zusätzliche Grundstücksfläche erworben. Drei Gebäude und mehrere tausend Quadratmeter Grundstück stünden zur Verfügung. Die Räume für die Kita werden barrierefrei ausgestattet. Für die Kinder wird es naturnahe Angebote wie eine Gemüseakademie, eine Hühnervoliere und eine Streuobstwiese geben. Parkplätze für Mitarbeiterinnen und Eltern, die ihre Kinder bringen bzw. abholen werden außerhalb des Dorfbereichs geschaffen.

Zum 1. August 2018 werde die Kita mit 30 Plätzen ihren Betrieb aufnehmen, kündigte Junior an. Davon könnten bis zu 15 Plätze von Firmen als Betriebskindergartenplätze genutzt werden. Die weiteren 20 Kita-Plätze stünden voraussichtlich ab Ende des Jahres 2018 zur Verfügung, garantiert aber zum 1. August 2019.

Ziel: 100-prozentige Bedarfsdeckung

Die Ausschussmitglieder nahmen sowohl die Ansätze der Stadtverwaltung als auch die Ausführungen von Thomas Junior mit Zustimmung zur Kenntnis. „Als familienfreundliche Stadt können wir es uns nicht leisten, dass, wie derzeit, etwa 30 Kinder mit Anspruch auf Kita-Plätze auf Wartelisten stehen“, betonte Renate Chowanetz (SPD). Sie begrüße vor allem auch den Einstieg ins Thema Betriebskindergarten. Dietmar Rottmann (CDU) wies auf den erfreulichen Aspekt hin, dass es wieder mehr Kinder in Plettenberg gibt. Das Ziel müsse eine 100-prozentige Deckung des Bedarfs an Kita-Plätzen sein. Einstimmig beschloss der Jugendhilfeausschuss, dass die Stadtverwaltung die Maßnahmen umsetzen soll.

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