Die Polizei kontrollierte wieder an beliebten Motorradstrecken im Südkreis. Foto: Polizei

Märkischer Kreis. (ots) Zu schnell, zu laut, verbastelt: Die Polizei hat am Sonntag wieder zahlreiche schwarze Schafe unter Motorradfahrern getroffen. Sie hatte stationäre Kontrollen in Meinerzhagen und Valbert eingerichtet. Weiter war sie mit zwei zivilen Provida-Spezialkrädern unterwegs. Die speziell ausgebildeten Beamten konzentrierten sich auf die Nordhelle zwischen Valbert und Herscheid sowie den Kohlberg zwischen Altena und Neuenrade. Diese Strecken werden von der Polizei als „Problembereiche“ bewertet.

Maschinen manipuliert

Zu einem Großteil (15 Verstöße) mussten Verstöße wegen des Erlöschens der Betriebserlaubnis geahndet werden. Die Biker hatten ihre Maschinen manipuliert und technisch verändert. Dafür fehlten allerdings die Eintragungen in den Fahrzeugpapieren. Bei weiteren 15 Verstößen, die wiederum eine Ordnungswidrigkeiten-Anzeige nach sich ziehen, lag ein technischer Mangel zugrunde. Im Bereich Nordhelle wurde ein Verstoß wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis festgestellt. Der Fahrer verfügte nicht über die erforderliche Fahrerlaubnisklasse.

Tempolimit um 57 km/h überschritten

Mit speziell ausgerüsteten Krädern kann die Polizei das Tempo während der Verfolgung von Motorradfahrern messen. Foto: Polizei
Mit speziell ausgerüsteten Krädern kann die Polizei das Tempo während der Verfolgung von Motorradfahrern messen. Foto: Polizei

Der Radarwagen des Verkehrsdienstes befand sich im Bereich „Nordhelle“( L 707) im Einsatz. Zulässige Höchstgeschwindigkeit hier beträgt 60 km/h. In diesem Streckenabschnitt wurde in den Nachmittagsstunden wurde ein Motorrad mit 117 km/h gemessen. Für diese Zuwiderhandlung ist ein Bußgeld in Höhe von 160 Euro und ein Fahrverbot von zwei Monaten vorgesehen.

Im Bereich Neuenrade, Werdohl wurden durch ein ziviles Motorrad mit Videotechnik (Provida) weitere Verstöße festgestellt. In vier Fällen erfolgte eine Ordnungswidrigkeiten-Anzeige wegen Geschwindigkeitsverstößen. In einem Fall ist ein Fahrverbot die Folge.

Schon fünf Tote im Sauerland

Die Polizei will mit weiteren Schwerpunkteinsätzen dieser Art Druck auf Motorradfahrer ausüben. Allein in diesem Frühjahr kamen im Sauerland fünf Menschen ums Leben, mehr als 35 wurden schwer verletzt.

Schwerer Unfall auf der Neuenrader Straße

Auch am Sonntag ereignete sich wieder ein schwerer Motorradunfall. Aufgrund eines Fahrfehlers geriet ein 44-jähriger Dortmunder mit seiner Honda VFR1200F auf der Neuenrader Straße vor dem Kohlberghaus gegen einen Bordstein, hob ab und stürzte schwer. Bei diesem Alleinunfall wurde der Dortmunder Kradfahrer so schwer verletzt, dass er mit einem Hubschrauber ins Klinikum nach Dortmund ausgeflogen werden musste. Die Neuenrader Straße war für die Unfallaufnahme komplett gesperrt. Das Motorrad wurde sichergestellt. Die Ermittlungen dauern an.

 

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