Die Monate August und September sind die Hauptwurfzeit unserer Igel. Ihre Nester verstecken sie in Gebüschen, Hecken, Laub und Asthaufen, aber häufig verirren sie sich auch unter Planen und anderen Abdeckmaterialien. Wer ein Igelnest findet, sollte sich schnell und leise wieder entfernen und unter keinen Umständen etwas verändern. Igelmütter reagieren extrem empfindlich auf Stress und so kann ein Eingriff des Menschen dazu führen, dass die Igelmutter ihre Jungen verlässt oder sie sogar tötet. Verwaiste Jungtiere verlassen tagsüber ihr Nest und machen sich mit einem vogelähnlichen Zwitschern bemerkbar. Wer ein Jungtier findet, sollte sich mit einem Tierarzt oder dem Tierschutz in Verbindung setzen. Hier kann über den Zustand des Jungtieres entschieden und die passende Hilfe gegeben werden. Bitte das Jungtier auf keinen Fall mit Kuhmilch füttern !



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Altigel bauen schon Mitte Oktober ihr Winternest, während Jungtiere noch bis November draußen unterwegs sind, um sich Fettreserven anzufressen. Naturbelassene Gärten sind für unsere Igel ein wichtiger Lebensraum geworden. Wer seinen Garten „igelfreundlicher“ gestalten möchte, kann dies schon mit einer naturnahen Gartengestaltung. In vielen Gärten fallen über das ganze Jahr große Mengen Schnittholz, oder vielleicht auch totes Holz von gefällten Bäumen an. Dieses kann idealerweise in Erdmulden in ungenutzten Ecken aufgeschichtet werden und könnte den Igeln als Winterunterschlupf dienen und Schutz vor Wind und Kälte bieten. Wer den Igeln einen dauerhaften Unterschlupf bieten möchte, kann übrigens auch einen Reisighaufen mit einer Basis aus Feldsteinen anbieten. Im Einzelhandel können auch Igelhäuschen erworben werden. Zusätzlich sollten die üblichen Aufräumarbeiten, welche in Herbstgärten anfallen, auf das zeitige Frühjahr verschoben werden, damit die Igel gut und ungestört über den Winter kommen. (KJ)

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