Die Zollfahnder stellten auch jede Menge Ampullen mit Dopingmitteln sicher. Foto: Zollfahndung

Iserlohn/Essen/München. Das Zollfahndungsamt Essen hat Ende November in Iserlohn zwei mutmaßliche Dopingmittelhändler festgenommen. Sie gingen den Zollfahndern in die Falle, nachdem sie ein Fitnessstudio verlassen hatten und auf dem Weg nach Hause waren.

Wie die Essener Fahnder in einer Presseerklärung mitteilen, waren dem Einsatz umfangreiche Ermittlungen gegen die beiden 30 und 31 Jahre alten deutschen Tatverdächtigen vorausgegangen. Anlass war der Verdacht wegen Verstöße gegen das Anti-Doping- bzw. Arzneimittelgesetz.

Bei der Durchsuchung ihrer Pkw, ihrer Wohnungen und eines extra angemieteten Lagerraums, wurden anschließend ein vollständiges Untergrundlabor zur Herstellung von Dopingmitteln, mehr als fünf Kilogramm Grundstoff zur Herstellung von Doping-Präparaten, zahlreiche Fertig-Präparate (ca. 3.000 Ampullen und 5.000 Tabletten mit Dopingwirkstoffen), knapp acht Liter fertige Dopingmittel, sowie versandfertige Postsendungen mit Dopingmitteln sichergestellt.

Letztere wollten die Täter offensichtlich noch am Tag ihrer Festnahme an verschiedene Abnehmer versenden, als die Handschellen klickten.

Das Amtsgericht München erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft München I am Tag nach der Festnahme Haftbefehle gegen die Täter. Sie befinden sich seither in Untersuchungshaft.

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