Vermutlich wird die ZOB-Brücke nicht vor Ende September freigegeben werden können.

Meinerzhagen. Die Stadt Meinerzhagen wartet noch immer auf wichtige Unterlagen, damit die neue Brücke am ZOB endlich abgenommen werden kann. Inzwischen ist ein Teil der Dokumente eingetroffen. „Wichtige Papiere fehlen aber nach wie vor“, bestätigte Jürgen Tischbiereck, Fachbereichsleiter technischer Service bei der Stadthalle. Dazu zählen die unverzichtbare Fertigstellungsanzeige des Stahlbauunternehmens aus Ostwestfalen sowie die Bauwerkspläne. „Ohne diese Unterlagen kann keine Abnahme erfolgen.“

Acht Abnahmetermine mit der Bahn

Als ursprünglicher Freigabetermin war der Schulstart am 12. August ins Auge gefasst worden. Jürgen Tischbiereck rechnet jetzt damit, dass sich die Freigabe der Brücke auf jeden Fall bis Ende September verzögern wird. „Allein mit der Bahn haben wir acht Abnahmetermine.“

Seit drei Monaten hinter den Unterlagen hergelaufen

Nachdem die Stadt Meinerzhagen „seit drei Monaten“, so Jürgen Tischbiereck, hinter den Unterlagen hergelaufen sei, hatte das Stahlbauunternehmen die Dokumente Ende vergangener Woche zunächst an den Rechtsanwalt geschickt, der die Stadt gegenüber dem Holzmindener Betrieb vertritt. „Völlig überflüssig“, sagt Meinerzhagens Bürgermeister Jan Nesselrath. Es sei bekannt gewesen, dass sich der Jurist im Urlaub befinde. Davon habe die Stadt zunächst keine Kenntnis gehabt. „Wir konnten sie Unterlagen also nicht unmittelbar sichten.“ So sei es zur Überschneidung mit der städtischen Pressemitteilung gekommen, mit der die Stadt über neuerliche Verzögerungen informiert hatte. In der Mitteilung vom Montag, 10. August, hatte sich auch auf die Dokumente hingewiesen, die bis dahin noch nicht eingetroffen waren.

Viele Steine aus dem Weg geräumt

„Über längere Zeit hatte sich der Stahlbauer sogar geweigert, uns die Unterlagen zu überlassen“, erläuterte Rathaus-Chef Jan Nesselrath. „Dann hat er sie ohne Ankündigung an den falschen Adressaten losgeschickt.“ Ein solches Verhalten sei absolut unüblich. Rückblickend sagt Jan Nesselrath: „Dass wir so viele Steine aus dem Weg zu räumen hatten und immer noch haben, ist mehr als ärgerlich.“ Alle aktuell Beteiligten hätten alles daran gesetzt, die noch anstehenden Aufgaben verantwortungsvoll, schnellstmöglich und zuverlässig abzuarbeiten. Dem ursprünglich beauftragen Unternehmen waren die letzten Einzelaufträge im Juni entzogen worden.

Verzögerungen auch in Lüdenscheid

In Lüdenscheid waren Phänomenta und die Verantwortlichen im Rathaus auf die Fertigstellung der Phänomenta-Brücke. Das Verbindungsbauwerk zwischen dem Bahnhofsgelände und dem Wissenschaftszentrum liegt vormontiert bei dem Stahlbauer in Ostwestfalen. Ein Termin für die Anlieferung ist bislang nicht bekannt.

 

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