Die städtische Gleichstellungsbeauftragte Renate Mengedodt und ihre Stellvertreterin Karin Schmidt mit der blauen Fahne „Terre des femmes“. Diese wird am 25. November, dem „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“, am Rathaus gehisst. Foto: PSL/Schulte

 Lüdenscheid. (PSL) Der 25. November ist der „Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen“. Als sichtbares Zeichen wird an diesem Tag am Rathaus die Fahne „frei leben – ohne Gewalt“ gehisst.

„Ich möchte den Tag nutzen und auf das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen aufmerksam machen“, so Renate Mengedodt, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Lüdenscheid. Sie möchte unter anderem über das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ informieren, das deutschlandweit in 15 Sprachen betroffene Frauen berät. Die Rufnummer des Hilfetelefons lautet: 08000 116 016.

Renate Mengedodt bestärkt Betroffene darin, den ersten Schritt zu gehen und sich Hilfe zu suchen. „Denn Schweigen brechen heißt, der Gewalt entgegen treten, Mut machen und Stärke zeigen“, so die Gleichstellungsbeauftragte.

Online-Beratung möglich

Auch eine Online-Beratung über das Internet unter www.hilfetelefon.de ist möglich. Selbstverständlich werden alle Gespräche vertraulich und anonym geführt. Weder am Telefon noch auf der Webseite werden persönliche Daten abgefragt oder gespeichert.

Vor Ort unterstützt die Frauenberatungsstelle Märkischer Kreis am Raithelplatz 5 in Lüdenscheid Hilfesuchende. Eine erste Kontaktaufnahme ist unter der Rufnummer 02351 / 86 00 43 oder auch über das Internet unter www.frauenberatungsstelle-mk.de möglich.

Rund 25 Prozent aller Frauen erleiden Gewalt

Seit mehr als 30 Jahren setzen sich Menschen am 25. November weltweit für die Beseitigung von Gewalt und Diskriminierung an Frauen ein. So auch in Deutschland, wo Gewalt gegen Frauen noch immer trauriger Alltag ist. Jede dritte Frau ist von körperlicher oder sexueller Gewalt betroffen. Rund 25 Prozent aller Frauen erleben Gewalt in ihrer Partnerschaft. Mehr als die Hälfte der Frauen wurde mindestens einmal in ihrem Leben sexuell belästigt – zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Studie der Europäischen Union. Doch nur 20 Prozent dieser Frauen nutzen die bestehenden Beratungseinrichtungen.

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