Die Wollmäuser aus der integrativen Kulturwerkstatt "Alte Schule" sind beim Wettbewerb um den begehrten Fritz-Wortelmann-Preis dabei. Foto: Thomas Wewers

Lüdenscheid/Bochum. Das integrative Handpuppentheater „Wollmäuse“ der integrativen Kulturwerkstatt „Alte Schule“ ist beim Wettbewerb um den begehrten Fritz-Wortelmann-Preis dabei.

Die Wollmäuse nehmen in der Kategorie „Erwachsene Amateure“ teil und sind am Freitag, 6. Oktober, ab 10 Uhr im Thealozzi Kulturhaus, Pestalozzistr. 21, 44793 Bochum, zu sehen.

Dschungelbuch mit Handpuppen

Das inklusive Handpuppentheater präsentiert vom KiT – Konzept integrativer Theaterarbeit zeigt „Das Dschungelbuch“ gespielt nicht nur mit Puppen, und erzählt von Petra Kara, Melanie Venus und Angelika Kramer. Es ist ein Stück für die ganze Familie mit Kindern ab drei Jahren

Aufwachsen in der Wolfsfamilie

Und darum geht’s: Erzählt wird die Geschichte von Mogli, einem menschlichen Findelkind, das von dem Panther Baghira im Dschungel aufgelesen wird und bei einer Wolfsfamilie unterkommt, die sich um ihn kümmert und ihm alles beibringt, was man wissen muss, um im Dschungel zu überleben. So lebt Mogli zehn Jahre glücklich und zufrieden mit seiner wölfischen Familie und seinen Freunden, Baghira und dem Bären Balou.

Liebevolle Neuerzählung

Doch als Mogli eines Tages im Dschungel etwas findet, das den Menschen gehört, kommt seine Adoptivfamilie zu dem Schluss, dass es an der Zeit ist ihn zu seinesgleichen zurückzuschicken. Das ist Mogli natürlich gar nicht recht. Immerhin kennt er diese „Menschen“ ja gar nicht.  Da er glaubt seine Freunde wollen ihn loswerden, läuft Mogli kurzerhand weg. Alleine im Dschungel trifft er auf allerhand interessante Zeitgenossen, manche gefährlicher als andere, die ihn als das Menschenjunge erkennen, das er ist.

Eine liebevolle Neuerzählung des allseits bekannten und beliebten Dschungelbuchs.

So viele Bewerbungen wie nie zuvor

Der Wettbewerb: Der Bochumer Wettbewerb um den Fritz-Wortelmann Preis, kurz FRITZ, ist deutschlandweit auf großes Interesse gestoßen: 46 Bewerbungen – so viele wie nie zuvor – haben das Deutsche Forum für Figurentheater und Puppenspielkunst (DFP) erreicht. Vom 5. bis 8. Oktober richtet es den bereits zum 45. Mal stattfindenden Wettbewerb beauftragt von der Stadt Bochum aus.

Gruppen aus allen Teilen Deutschlands

In den drei Kategorien „Professioneller Nachwuchs“, „Erwachsene Amateure“ und „Jugendclubs und Schultheater“ kamen Bewerbungen aus allen Teilen des Landes. Auch Produktionen, die an renommierten Theaterhäusern wie dem Deutschen Theater Berlin, Schauspiel und Westflügel Leipzig oder Kampnagel in Hamburg entstanden, schickten ihre Unterlagen. In der Kategorie „Professioneller Nachwuchs“ lag der Schwerpunkt der Bewerbungen auf den Städten Berlin und Stuttgart, weil sich hier Hochschulen mit Puppenspiel bzw. Figurentheater-Studiengängen befinden.

Die Auswahljury aus Mitarbeitern des Deutschen Forums für Figurentheater und Puppenspielkunst hat in zwei langen Sitzungen aus den Bewerbungen neun Stücke aus dem Bereich „„Professioneller Nachwuchs“, neun Stücke aus dem Bereich „Erwachsene Amateure“ und fünf Stücke aus dem Bereich „Jugendclubs und Schultheater“ ausgewählt.

4000 Euro für die Sieger

Die eingeladenen Gruppen oder Spielerinnen und Spieler werden ihre maximal 50 Minuten langen Stücke vom 5. bis 8. Oktober an verschiedenen Spielorten in Bochum aufführen: in Prinz Regent Theater, Zeche 1, Rottstr5-Theater, Rottstr5-Kunsthalle 1 und 2, Atelier Automatique und Kulturhaus Thealozzi. So wird der Fritz 2017 zu einem richtigen Festival an dessen Ende Oberbürgermeister Thomas Eriskirch persönlich die Preise vergibt: Zweimal 4000 Euro und eine Einladung zum Festival FIDENA – Figurentheater der Nationen 2018, das dann seinen 60. Geburtstag feiert. Unter folgenden Link ist das komplette Programm einsehbar: http://www.fidena.de/fidena-das-portal/fritz-wortelmann-preis/mn_60

 

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