Mehrere Trupps unter schwerem Atemschutz drangen in das völlig verrauchte Haus vor.

Plettenberg. Am vergangenen Freitag (28. April) gegen 18.20 Uhr wurde der ehrenamtliche Löschzug 2, bestehend aus den Löschgruppen Holthausen und Oestertal, zu einer verdächtigen Rauchentwicklung aus einem Wohnhaus in Köbbinghausen gerufen. Es handelte sich allerdings um eine Übung.

Nach Übungsvorgabe, die Thomas Gritschke, Michael Turk und Lisa Vedder ausgearbeitet hatten, waren die Löschzüge 1 und 3 der Plettenberger Feuerwehr gemeinsam mit den hauptamtlichen Kräften bereits in einem Paralleleinsatz gebunden.

Mehrere Trupps unter schwerem Atemschutz drangen in das völlig verrauchte Haus vor.

Bei Renovierungsarbeiten innerhalb des ehemaligen Wohnhauses war es bei Schweißarbeiten zu einem Brand mit starker Rauchentwicklung gekommen. Dabei konnte sich einer der vier im Haus tätigen Handwerker ins Freie retten, ein weiterer auf einen Balkon im Obergeschoss und zwei wurden noch innerhalb des Hauses vermisst. Der Rauch, der mit Nebelgeräten der Feuerwehr produziert wurde, verbreitete sich auf Grund der für die Renovierungsarbeiten ausgebauten Zimmertüren in sämtlichen verwinkelt angeordneten Räumen auf zwei Geschossen, was die Suche nach den Vermissten deutlich erschwerte.

Zur Menschenrettung innerhalb des Gebäudes wurden umgehend Atemschutztrupps eingesetzt und weitere Verstärkung angefordert. Da die eigenen Kräfte der Plettenberger Feuerwehr fiktiv in einem anderen Einsatz gebunden waren, wurde die Löschgruppe aus Herscheid-Hüinghausen nachalarmiert.

Die Löschgruppe Herscheid- Hüinghausen unterstützte die Plettenberger Wehr in nachbarschaftlicher Hilfe durch Personal, Fahrzeugen und Gerät.

Neben der Rettung der Person vom Balkon mittels tragbarer Leiter, sowie Aufbau einer Löschwasserversorgung aus Hydranten, musste zusätzlich eine unmittelbar angrenzende Scheune vor der Wärmestrahlung durch Vornahme von drei Löschrohren geschützt werden. Zur besseren Koordination wurden mehrere Einsatzabschnitte gebildet. Die Herscheider Wehr unterstützte die Plettenberger Einsatzkräfte mit weiteren Atemschutztrupps und verhinderte ein Übergreifen der Flammen auf die Scheune.

Nach der Übung gab es im Gerätehaus in Holthausen eine Nachbesprechung. Insgesamt zeigten sich Thomas Gritschke, der die Übung beobachtete, aber auch die die eingesetzten Kräfte mit dem erreichtem Übungsziel sehr zufrieden. „Es war ein durchaus realistisches Szenario und wir hatten mit den ganz normalen Tücken des alltäglichen Einsatzgeschehens zu tun“, so waren sich abschließend alle einig.

Im Anschluss an die Besprechung, welcher auch seitens der Plettenberger Feuerwehrleitung Frank Hinkelmann beiwohnte, wurde noch gegrillt und es fand ein Erfahrungsaustausch der beiden Feuerwehren aus Plettenberg und Herscheid in lockerer Atmosphäre statt.

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