Schieben gemeinsam ein neues Projekt an: Dr. Eckhard Trox, Anne Lück (Wir hier), Frank Bisterfeld, Josette Ommer und Armin Krull (Reichwein-Gesamtschule) und Ulrike Tütemann vom Verein "Wir hier". Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. „Bilder, Beats und Begegnung“ – drei Projektträger schieben mit Geld aus dem Bundesministerium für Bildung und Forschung eine Aktion an, von der viele profitieren können. Der Verein „Wir hier!“, die städtischen Museen und die Adolf-Reichwein-Gesamtschule haben sich zusammengeschlossen, um jungen Leuten auf kreative Weise einen Blick ihre alte oder neue Heimat zu ermöglichen. Das Projekt beginnt mit dem Start des neuen Schulhalbjahres und endet mit einer Ausstellung und einem Konzert im Museum am Sauerfeld kurz vor den Sommerferien 2017.

„Wir freuen uns außerordentlich über die Zuwendung von insgesamt 20.000 Euro für dieses Vorhaben“, betonte Museumsleiter Dr. Eckhard Trox am Donnerstag im Pressegespräch. „Bilder, Beats und Begegnung“ biete jungen Leuten die Chance, sich kreativ mit ihrer aktuellen persönlichen Lage oder ihrer Vergangenheit auseinandersetzen.

Vernetzung fortsetzen

Für das Museum selbst sei das Projekt ein weiterer wichtiger Ansatz, den Weg der Vernetzung fortzusetzen und sich neue Zielgruppen zu erobern. Der Dank von Dr. Eckhard Trox geht an den Projektbeteiligten und an die Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e. V. Sie hat dem Antrag des Verein „Wir hier“ auf Förderung des Projekts aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung stattgegeben.

„Spannende und ernste“ Ergebnisse

Frank Bisterfeld, Leiter der Adolf-Reichwein-Gesamtschule, freut sich auf die neue Kooperation. Er ist zuversichtlich, dass sie „spannende, überraschend und wahrscheinlich auch sehr ernste Ergebnisse“ hervorbringen wird. Das sei auch bei der zurzeit noch laufenden Ausstellung „Aus der Sicht der Dinge“ so gewesen. Auch diese Ausstellung entspringt einer Kooperation der Schule mit dem Museum.

Stärkung des Selbstwertgefühls

Josette Ommer und Armin Krull sind sicher, dass bei den Schülern großes Interesse vorhanden ist. Die beiden Gesamtschullehrer setzen dabei auf Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8 und auch auf die geflüchteten jungen Menschen, die an der Gesamtschule unterrichtet werden. „Solche Projekte stärken das Selbstwertgefühl der Jugendlichen“, unterstrich Armin Krull. Das sei wichtig für die Schule und auch die Stadt. „Letztlich geht es ja um Integration.“

Workshop-Leiter Guido Raith und Potlako Mokgadi

Die Ausstellung mit den Bildern von Guido Rath (rechts) zum Thema "Freunde" war über mehrere Wochen in den städtischen Museen Lüdenscheid und im Düsseldofer Landtag zu sehen. Foto: Wolfgang Teipel
Die Ausstellung mit den Bildern von Guido Rath (rechts) zum Thema „Freunde“ war über mehrere Wochen in den städtischen Museen Lüdenscheid und im Düsseldofer Landtag zu sehen. Foto: Wolfgang Teipel

Zum Ablauf: Anfang Februar erhalten interessierte Schüler in einigen Schnupperstunden Einblicke in das Projekt. Dabei werden sich 25 bis 30 Teilnehmer herausschälen. Sie werden dann in Workshops mit den beiden Workshop-Leitern Potlako Mokgadi (Tlako) und Guido Raith kreativ für das Konzert und die Ausstellung im Museum arbeiten. Potlako Mokadi ist Musiklehrer und selbst Musiker in zahlreichen Band-Projekten. Guido Raith ist Fotograf und hat schon bei der Ausstellung „Freunde“ mit dem Verein „Wir hier“ zusammengearbeitet.

Schon neues Vorhaben im Blick

Tlako (hier bei einem Auftritt im Lüdenscheider Museum). Foto: Wolfgang Teipel
Tlako (hier bei einem Auftritt im Lüdenscheider Museum). Foto: Wolfgang Teipel

Diese Ausstellung mit multikulturellen Hintergrund wurde im vergangenen Jahr über mehrere Wochen in den städtischen Museen und im Düsseldorfer Landtag gezeigt.

Ulrike Tütemann vom Verein „Wir hier!“ hat schon die Verbindung von „Bilder, Beats und Begegnung“ mit einem weiteren Vorhaben des Vereins im Blick. Dabei geht es um das Projekt „Stay or Go“. Ebenfalls in Zusammenarbeit mit den städtischen Museen soll es sich den Fragen zuwenden, warum junge Menschen in ihrer Heimatstadt bleiben, sie verlassen oder möglicherweise wieder zurückkehren.

 

 

 

 

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