Einen richtig schönen "Action- und Familien-Day" feierten Lüdenscheider Bürger gemeinsam mit Migranten und Migrantinnen im Integrations- und Begegnungszentrum an der Parkstraße. Fotos: Iris Kannenberg

Lüdenscheid. An einem der letzten schönen Herbstsonntage im Oktober feierte das Lüdenscheider Integrations- und Begegnungszentrum einen bunten und quicklebendigen „Action Day“ in der Parkstraße in Lüdenscheid. Unter dem Motto „Willkommen bei Freunden – Bündnisse für junge Flüchtlinge“ wurde gefeiert, Musik gemacht, getanzt, gemalt und gegessen. Und natürlich Sport getrieben. Man konnte Fußball und Basketball spielen oder in einem HipHop-Workshop der Cannibal-Crew zeigen, was man drauf hat.

Kompetente Wegbegleiter

Diese Gitarre hatte es dem kleinen Mann angetan. Er wollte sie gar nicht mehr hergeben.

Eingeladen hatten zu diesem Tag die Bündnispartner „Lüdenscheid für alle“, zu denen u.a. der Märkische Kreis, die Awo, der Kreissportbund, die Jugendmigrationswerkstatt, Komm-an-NRW, die Stadt Lüdenscheid und die Integrationsagenturen NRW gehören. Anliegen des Bündnisses ist es, Mitarbeitende in der Flüchtlingsarbeit durch Beratung, Hospitation, Analyseworkshops und Prozessbegleitung zu unterstützen und eine Brücke zu bauen zwischen den Bedürfnissen der Flüchtlinge und denen der Städte und ihrer Bürger. Mitarbeiter werden so gestärkt und ausgebildet und die Flüchtlinge finden kompetente Wegbegleiter und Integrationshelfer auf dem harten Weg hinein in eine für sie fremde Gesellschaft.

Viele Migranten sind „angekommen“

Aygül Erdogan von der Stabsstelle Integration gemeinsam mit dem Fotografen Parsa, einem Flüchtling aus dem Iran.

An diesem fröhlichen Tag zeigten sie alle gemeinsam, dass schon ein gutes Stück Wegs geschafft ist. Ganz offensichtlich sind viele Migranten „angekommen“ und beginnen, sich in ihre neue Umgebung zu integrieren. Freundschaften sind entstanden, viele der anwesenden Flüchtlinge sprechen schon beachtlich die deutsche Sprache und sind auf einem guten Weg. Lüdenscheid ist sicher auch da vorbildlich aufgestellt. Sehr viele engagierte amtliche und ehrenamtliche Mitarbeiter machen es leichter, diesen oft steinigen Weg gemeinsam erfolgreich zu beschreiten.

Aygül Erdogan von der Stabsstelle Integration wäre da z.B. zu nennen, aber auch Menschen wie die Sonderschullehrer und Musiker Markus und Barbara Scheidtweiler, die sich sehr persönlich für junge Migranten engagieren, die Musiker Deniz Kutlu und Tlako Mokgadi und der Tänzer Lino Masella vom LTV Lüdenscheid. Oder auch die Johanniter, die Kirchen, die Stadtbücherei, der Lions-Club oder die Städtische Musikschule Lüdenscheid, die immer helfen, wenn Hilfe gebraucht wird und sich gerade für die Kinder und Jugendlichen stark machen.

Flüchtlinge und Helfer lernen voneinander

Saz-Spieler Deniz Kutlu und Markus Scheidtweiler, Sonderschulpädagoge und Musiker.

Es gibt sicher noch viel zu tun, aber man ist gemeinsam auf einem guten Weg. Flüchtlinge und Helfer lernen voneinander. Setzen ihre Zeit offensichtlich sinnvoll dafür ein, sich kennenzulernen und zu respektieren, statt sich gegenseitig abzulehnen und in Vorurteilen zu verharren.

Sie sind gemeinsam dazu bereit, was das ganze Thema „Intergration“ tatsächlich um sehr vieles leichter macht. Dieses Event war entspannt, vielfältig und ausgelassen. Mit einem blitzblauen Himmel, der sich mitzufreuen schien. Und die Bilder dieses Tages zeigen deutlich, dass alle vorrangig nur eines sind, nämlich Menschen. Nicht mehr und nicht weniger.

 

 

 

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