Dicht umlagert war stets die Theke im ersten Lüdenscheider Jugendlokal „Studio 19“. Man traf sich bei Saft, Cola oder Rotwein. – Foto: Nürenberg

Lüdenscheid. Erinnerungen an eine große Zeit der Beat-Ära in Lüdenscheid. „Die besten Tage unseres Le­bens“ ist der Titel der erfolgreichen Buchveröffentlichung zur jüngeren Stadtgeschichte, die vom Geschichts- und Heimatverein herausge­geben wird. Die Autoren Dr. Dietmar Simon und Michael Nürenberg haben drei Jahre intensive Arbeit in das Werk gesteckt:  Recherchen quer durch Deutschland bis nach Spanien, in die USA und nach Ecuador, im Stadtarchiv, Gespräche mit Zeitzeugen, Sichtung des umfangreichen Materials. Entstanden ist ein facettenreiches Zeitbild. Eine Veröffentlichung, prall wie das Leben junger Leute zu jenen Tagen: Viele erinnern sich gern an die Jahre zwischen 1960 und 1980. Und an „Gotti“ Schumann, schillernde Persönlichkeit, die im Amt des Lüdenscheider Stadtjugendpflegers das Leben zahlloser Jugendlicher auch über die Stadtgrenzen hinaus damals beeinflusst hat.

Die letzten Exemplare jetzt erhältlich

Auf 288 Seiten (DIN A 4, Hardcover) dokumentiert das Buch bunte, wilde und spannende Jahre des Aufbruchs. Rock und Beat waren zu dieser Zeit nicht alles, was dem jungen Publikum geboten wurde (die ersten Fernreisen, „APO“, „ABC“, Jazz und Jugendkneipen, Schulalltag und vieles mehr werden lebendig).

Konzert von Dozy, Beaky, Mick & Tich im legendären „Beanery“ an der Hochstraße. – Foto: Nürenberg
Konzert von Dozy, Beaky, Mick & Tich im legendären „Beanery“ an der Hochstraße. – Foto: Nürenberg

Vor Weihnachten sind jetzt noch die letzten Exemplare erhältlich. „Zu einem demokratischen Preis von 19,90 Euro“, so Dr. Dietmar Simon und Michael Nürenberg zum 1,7 Kilo schweren Werk. Jeder, der diese Zeit miterlebt hat, jeder, der selbst im Buch vorkommt, soll es erwerben können; eine Hommage an die Zeit.

Viele Liebe zum Detail

Bilder von gestern präsentiert mit Hilfe der Technik von heute: Das sieht man dem Buch an. Es wurde mit viel Liebe zum Detail bei „Seltmann printart“ produziert. Aus den ursprünglich geplanten acht Kapiteln wurden schließlich 15. Sie reichen von „Eine neue Zeit“ und „Das Studio 19“ über „Gottis Reisen“ und „Jugend und Kirche im Umbruch“ bis zu „Das Ende der Ära Schumann“ und „Ausblicke und Zugaben“. So spiegelt das Buch die Zeit, die zum Ursprung der Lüdenscheider Gegenwart gehört wie kaum eine andere.

Für die vielen positiven Stimmen auf die Veröffentlichung seien hier stellvertretend nur die drei folgenden erwähnt:

l „Man wird bei der Durchsicht ,erinnerungstrunken‘… “ (Bernd Schulte, ehem. MdL NRW);

l „Habe mich sofort festgelesen. Es ist nicht nur klasse aufgeteilt und geschrieben – auch die grafische Gestaltung ist supergut und hilfreich. Und wenn man auf fast jeder zweiten Seite Bekannte wiederfindet, ist die Freude doppelt groß…“ (Günter Isemeyer, Pressesprecher verdi NRW);

 „Vielen herzlichen Dank für das herrliche Buch über die Lüdenscheider Jugendkultur. Ich habe es so richtig genüsslich ,reingezogen‘ und mich am informativen Inhalt erfreut und doch so manches erfahren, was mir in dieser Breite und Tiefe nicht bekannt gewesen ist, obwohl ich seit 1966 in Lüdenscheid gewohnt, gelebt und gearbeitet habe…“ (Dieter Saal, ehem. Stadtarchivar).

„Die besten Tage unseres Lebens“ ist für 19,90 € erhältlich an der Info-Theke im Lüdenscheider Rathaus, in der Buchhandlung „Thalia“ im Stern-Center sowie über den Geschichts- und Heimatverein, www.ghv-luedenscheid.de – (ISBN 978-3-981325-2-0).

 

 

 

 

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1 KOMMENTAR

  1. Ein wirklich tolles Buch. Wenn man, so wie ich, diese Zeiten erlebt hat, dann ist man während man im Buch liest, wieder „voll dabei“. Fast so, als wäre es noch Wirklichkeit.
    Für viele aus dieser Zeit sind die „Wilden Zeiten“ vorbei, manche jedoch hinterlassen den Eindruck, dass diese Zeit nie vorbei geht. Besonders schön, wenn man auf sogenannten Oldie-Konzerten den ein oder anderen aus vergangenen Tagen trifft, der nicht mit Hausschuhen bekleidet vor dem Fernseher sitzt, sondern aktiv bei Veranstaltungen dabei ist. OK, einige Leute erkennt man nicht unbedingt sofort wieder, aber spätestens im Gespräch über Musik, Bands, Veranstaltungsorte und alte Erlebnisse merkt man, dass man sich kennt, versteht und immer noch gerne an die Wilden Zeiten zurückdenkt.

    Und wer weiß, vielleicht sieht man sich ja mal am 3.12.2017 zum Oldie-Frühschoppen bei Dahlmann in Lüdenscheid, Grabenstrasse 18. 11 Uhr ist Einlass und ab 12 Uhr „beaten“ The Missing Links, die BeatClub Revival-Band mit dem echten Beat-und StarClub-Sound von früher die wohl schönsten Oldies der 60er und frühen 70er Jahre bis 16 Uhr.

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