Lüdenscheid. In der Nacht zum Dienstag hat es in der Flüchtlingsnotunterkunft am Dickenberg gebrannt. Wie die Polizei mitteilt, mussten sechs der in der ehemaligen Hermann-Gmeiner-Schule lebenden Menschen mit Verdacht auf Rauchgas-Vergiftung vorsorglich ins Krankenhaus gebracht werden. Sie konnten aber wenig später wieder entlassen werden. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an. Brandsachverständige werden den Tatort in den kommenden Tagen begutachten. Brandstiftung wird nicht ausgeschlossen. Ein Ergebnis wird nach Polizeiangaben frühestens kommende Woche (41. KW) erwartet.

Wachdienst bemerkte Rauch

Fest steht, dass sich das Feuer im Untergeschoss des Gebäudes und zwar in einem Lagerraum entwickelt hat. Mitarbeiter des Wachdienstes hatten Rauch bemerkt und umgehend die Feuerwehr alarmiert. Die Bewohner mussten das Gebäude vorübergehend verlassen. Die Feuerwehr konnte ihre Arbeit nach rund zwei Stunden beenden.

Höchste Sicherheitsstufe für die ehemalige Schule

Bei Vorfällen in der Notunterkunft rücken in der Regel alle Löschzüge der Lüdenscheider Wehr sowie Rettungskräfte aus. Der Grund: Für die ehemalige Hermann-Gmeiner-Schule ist die höchste Sicherheitsstufe festgelegt worden. Auch bei anderen kleinen Vorfällen in den vergangenen Monaten war zunächst die komplette Feuerwehr alarmiert worden.

Aufschluss über die Ursache des Feuers in der Nacht zum Dienstag erhofft sich die Kriminalpolizei von der Auswertung der Aufzeichnungen, die im und um das Gebäude von Überwachungskameras aufgenommen werden. Diese Überwachung ist mit dem Einverständnis der Bewohner eingerichtet worden.

 

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