Riesen-Bärenklau oder auch Herkules-Kraut wird immer mehr zum Problem. Nicht nur, weil es sich rasend schnell vermehrt – eine Pflanze bildet bis zu 20.000 Samen aus – sondern auch weil der Saft des Riesen-Bärenklau in Verbindung mit Sonnenlicht zu starken Verätzungen der Haut führen kann. Was natürlich gerade für spielende Kinder oder bei der Gartenarbeit eine Gefahr darstellt.



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Ursprünglich aus dem Kaukasus, wurde der Riesen-Bärenklau vor vielen Jahren durch Tiere und den unbeabsichtigten Transport in die heimische Natur eingeschleppt. Heute ist er von Zentralrussland bis Frankreich so gut wie in ganz Europa verbreitet. Hauptsächlich wächst er in der Nähe von Gewässern, also Bach- oder Flussläufen oder an Wald- und Straßenrändern.

Die sehr großen zentralen Blüten erreichen häufig einen Durchmesser von 30 bis 50 Zentimetern. Sie sind 30- bis 150-strahlig. Die Dolden einer einzigen Pflanze können bis zu 80.000 Einzelblüten enthalten und bis zu 15.000 Früchte (Doppelachänen mit jeweils zwei Samen) ausbilden. Die äußeren Blüten sind einseitig, vom Zentrum nach außen hin vergrößert („strahlend“). Ihr Durchmesser beträgt 1 bis 2 Zentimeter. Der Durchmesser der Blüten im Inneren der Dolden dagegen beträgt nur 4 bis 8 Millimeter. Die Blütenfarbe ist weiß; die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis Juli.

Bei der Bekämpfung der Pflanze ist es ratsam, sie mitsamt ihrer Wurzel zu entfernen. Dabei sollte man sich allerdings stets mit Schutzkleidung vor dem Saft der Pflanze schützen, um Verätzungen zu vermeiden. Eine besondere Gefahr ist der Riesen-Bärenklau für Kinder. So ist es sehr gut vorstellbar, dass Kinder sich zwischen den großen Blättern verstecken, die Stängel der Pflanzen als „Spielzeug“ verwenden und dabei ungeschützt mit dem Saft in Berührung kommen.

Auch andere, kleinere Bärenklau-Arten wie der in Deutschland einheimische und sehr häufig vorkommende Wiesen-Bärenklau (Heracleum sphondylium) oder der Berg-Bärenklau (Heracleum montanum) können Verätzungen auslösen. Häufig finden sich zahlreiche Pflanzen auch auf Wegrändern und begrünten Verkehrsinseln, so dass auch hier eine akute Gefahr der Berührung besteht. Die Giftigkeit des Riesen-Bärenklaus ist im Vergleich zu diesen Pflanzen jedoch deutlich höher.

 

Foto:  BotMultichill / Wikipedia

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