Werdohl - Stadfest mit Charme und vielen Besuchern auch aus den umliegenden Städten. Fotos: Iris Kannenberg

Werdohl. Ein Stadtfest mit Charakter, anders kann man das kleine aber feine Werdohler Stadtfest nicht bezeichnen. An diesem 4. Juni war ganz Werdohl auf den Beinen, um live zu erleben, was Vereine und Verbände in Kooperation mit dem Werdohler Stadtmarketing auf die Beine gestellt hatten.

Ein abwechslungsreiches Programm

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Und das konnte sich sehen lassen. Zwei große Bühnen, eine auf dem Platz vor der Stadtbücherei und die andere am Alfred-Colsman-Platz, boten von morgens bis in die Nacht ein abwechslungsreiches Programm, bei dem von den ganz kleinen „Tanzmäusen“ über Steel-Pan-Spieler, Hip-Hop-Dance-Companies bis hin zu Zumba-Tänzern alles dabei war, was seine Beine schwingen konnte.

Eindrucksvolle Formationstänze

Die Lüdenscheider Linedance-Fans installierten kurz entschlossen noch einen Workshop auf dem Platz.
Die Lüdenscheider Linedance-Fans installierten kurz entschlossen noch einen Workshop auf dem Platz.

Abgerundet wurde die Riege der Tänzer durch die Lüdenscheider Linedance-Fans, die nicht nur in großer Formation ihr Publikum mit ihren eindrucksvollen Tänzen zu beeindrucken wussten, sondern kurzerhand vor der Bühne einen Workshop anboten.

Ein nicht unbedeutender Teil der Werdohler Bevölkerung ist seither in der Lage, den Linedance „Mamma Maria“ so gut wie fehlerfrei und voll motiviert mitzutanzen.

Otherside und Nancy Siskou mit eigener Musik

Otherside", die Musikschulband der Music Store Musikschule Lüdenscheid.
Otherside“, die Musikschulband der Music Store Musikschule Lüdenscheid.
Nancy Siskou.
Nancy Siskou.

Als Vertreter der „Musiker-Zünfte“ traten nicht nur die Singer- /Songwriterin Nancy Siskou mit ihrer Gitarre auf den Bühnen auf, sondern auch ‚“Otherside“, eine Musikschulband der Music Store Musikschule in Lüdenscheid.

Beide glänzten gleichermaßen mit selbstkomponierter Musik, eigenen Texten und professionellem Entertainment. Umso erstaunlicher, war von den jungen Musikern dieses Nachmittages auf den beiden Bühnen keiner über 20 Jahre alt.

Gut betreut durch die Techniker des Tages

Gut betreut von den eigentlichen Stars des Tages, den Technikern. Z.B. durch Uli Korte, der sonst als Tontechniker solche Großveranstaltungen wie Rock-am-Ring wuppt, sowie den beiden Technikprofis Pierre Baltins und Dennis Muhl, die seit sechs Uhr Morgens auf den Beinen waren, um Werdohl ein optimales Erlebnis zu garantieren.

Ohne sie wäre an diesem Tag wohl nichts gegangen: Dennis Muhl und sein Team sowie ...
Ohne sie wäre an diesem Tag wohl nichts gegangen: Dennis Muhl und sein Team sowie …

So fühlten sich die jungen Leute alle gleichermaßen gut aufgehoben. Sarah Leann Redding, die Sängerin von Otherside sagte später von Uli Korte, dass sein Soundcheck bei ihr Gänsehaut verursacht hätte. Ihre Band sei noch nie so gut abgemischt worden.

... Pierre Baltins (links) und dem sicher größten und unauffälligsten Star dieses Tages: Uli Korte.
… Pierre Baltins (links) und dem sicher größten und unauffälligsten Star dieses Tages: Uli Korte.

Nun kein Wunder, wenn man von jemandem gelauncht wird, der mit fast allen weltberühmten Bands dieser Erde bereits gearbeitet hat. Und sich nicht zu schade war, auch in Werdohl bei zwei Newcomern sein Bestes zu geben.

Sie hinterließen einen guten Eindruck

„Otherside“ hinterließ so auch einen wirklich guten Eindruck und war noch lange, nachdem alle jungen Musiker schon längst von der Bühne waren, Gesprächsthema unter den vielen Gästen. Ebenso wie Nancy Siskou, die gleich zweimal und auf beiden Bühnen auftrat und nicht nur durch ihre großartige Stimme überzeugte, sondern durch diese besondere Ausstrahlung, die nunmal nur eine echte „Siskou“ hat.

Ein würdiger Abschluss

Die "Cover Company" rockte den Platzt vor der Stadtbücherei.
Die „Cover Company“ rockte den Platzt vor der Stadtbücherei.

Für einen würdigen Abschluss dieses Tages sorgten dann vor der Stadtbibliothek die Formation „Cover Company“, die dem Publikum richtig einheizte, sowie Jens Dressmann und seine Begleitung, die den Alfred-Colsman-Platz aufmischten. Beiden Plätze waren bestens besucht und man pendelte gern und oft zwischen beiden Bands, weil man sich nicht so richtig entscheiden konnte, welche man nun besser fand.

Eine tolle Leistung

Der Moderator des Thomas Kuhn, er hatte zu allen Menschen sofort einen Draht. Ob ganz klein oder schon komplett ausgewachsen.
Der Moderator Thomas Kauth – er hatte zu allen Menschen sofort einen Draht. Ob ganz klein oder schon komplett ausgewachsen.

Moderiert wurde das anspruchsvolle Programm von Thomas Kauth, der seine vielen unterschiedlichen Liveacts auf gekonnte und sehr charmante Weise durch den Tag führte. Bei ihm fühlte man sich wertgeschätzt, er war den ganzen Tag trotz hoher Temperaturen und Dauereinsatz immer voll auf dem Punkt. Eine wirklich tolle Leistung!

Graffiti und Kinder – eine gute Kombi

Der international bekannte Graffiti-Künstler Yves Thomé sprühte an diesem Tag zusammen mit Kindern.
Der international bekannte Graffiti-Künstler Yves Thomé sprühte an diesem Tag zusammen mit Kindern.

Bemerkenswert auch der Workshop des Graffiti-Künstlers Yves Thomé, der sich kaum retten konnte vor dem Ansturm der vielen Kinder, die unbedingt unter seiner Anleitung ihren Namen auf eine Holzplatte sprühen wollten. Er war drei Stunden ununterbrochen im Einsatz und man sah ihm danach an, dass er trotz eines breiten zufriedenen Grinsens jetzt nur noch eines wollte, nämlich unter die nächste Dusche.

Unfangreiches Kinderprogramm

Da wurde den Erwachsenen schwindelig.
Da wurde den Erwachsenen schwindelig.

Überhaupt, das Wetter. Dieses sonst eher launische Geschöpf spielte den ganzen Tag mit. Trotz vorausgesagtem Unwetter, schien die Sonne bis auf einen kleinen Schauer den ganzen Tag und fast ununterbrochen. Und so konnte gefeiert werden.

Auf der Freiheitsstraße und um die Stadtbibliothek herum, gab es noch viele Aktionen für Kinder. Graffiti, aber auch der KUBA-Workshop mit Annette Kögel und Sabine Schlosser sowie der Steel-Pan-Workshop waren den ganzen Tag gut besucht. Abgerundet wurde das Kinderprogramm durch Torwandschießen, Mensch-ärgere-Dich nicht, eine große Hüpfburg und ein sehr anspruchsvolles Klettererlebnis für Kinder. Dazu konnte man sich fotografieren lassen und mit der Bimmelbahn fahren.

Auch die Erwachsenen kamen nicht zu kurz

Kulinarische Köstlichkeiten gab es an diesem Tag en masse. Schwer, sich zu entscheiden.
Kulinarische Köstlichkeiten gab es an diesem Tag en masse. Schwer, sich zu entscheiden.

Und auch die Erwachsenen kamen nicht zu kurz bei soviel Show und natürlich den mannigfaltigen kulinarischen Genüßen. Herausragend: Die Feld-Küche der Flüchtlingshilfe, in der gleich vier Köche aus den unterschiedlichsten Ländern bewiesen, dass sie es „drauf“ haben. Aber auch die vielen anderen Stände mit deutschen, türkischen und chinesischen Spezialitäten zeigte sich von ihrer besten Seite.

Gute Feebacks

Susanne Macaluso vom Werdohl Marketing. Sie zog ein positives Resümee.
Susanne Macaluso vom Werdohl Marketing. Sie zog ein positives Resümee.

Susanne Macaluso, die zusammen mit ihrem Team vom Werdohler Marketing, sowie den Vereinen und der Stadt die Organisation des Stadtfestes gestemmt hat, äußerte sich dann auch entsprechend zufrieden:“Das Stadtfest war eine wirklich runde Sache, bei der niemand zu kurz kam und alle sich über die vielen schönen Events über den Tag hinweg gefreut haben. Es gab eigentlich nur zufriedene Gesichter und gute, auch für uns sehr aufbauende Feedbacks!“

Anscheinend passt er, dieser Mix aus Moderation, Tanz, Musik und Kunst und dazu diese Möglichkeit auch als Laie, daran zu partizipieren. Ein kreatives Fest, bei dem jeder – Besucher, Aussteller, Künstler und Händler – auf seine Kosten kam.

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