Nicolas Leitgeb (vorne) und sein Bruder Dominik. Die beiden zusammen sind "Sound of Centuries". Und noch viel mehr. Foto: Kannenberg Design & Kommunikation

Bei diesem „Wer ist eigentlich?“ geht es nicht um eine Person, sondern direkt um zwei. Zwei Brüder. Der eine heißt Nicolas Leitgeb und ist gerade einmal 21 Jahre alt, der andere Dominik Leitgeb mit 17 Jahren noch mal ganze vier Jahre jünger.



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Aufnahme im Studio. Foto: Leitgeb
Aufnahme im Studio. Foto: Leitgeb

Von diesen beiden Brüdern, hat der eine bereits so etwas wie ein Hochbegabtenstipendium am Landesmusikgymnasium in Dresden, der andere studiert Maschinenbau in Iserlohn, baut gerade sein Tonstudio auf, studiert an der „Deutschen Pop“ Musikmanagement und lernt parallel noch zusätzlich Klavier und Musikproduktion bei Ingo Starinks privater Musikschule. Beide stehen parallel dazu eigentlich ständig auf der Bühne. Und das auch schon seit Jahren. Z.B. mit IJAzz, ihrer Band. Sie spielen beide Trompete und Klavier. Und sie sind sicher mit die zwei jüngsten Unternehmer, die der Märkische Kreis derzeit vorzuweisen hat.

Wie schafft man so etwas? In einem Alter, in dem die meisten anderen noch nicht einmal ansatzweise wissen, was sie werden wollen? Die zwei haben eine Vita, die viele 40-jährige neidisch machen würde. Ich bin sehr neugierig.

Mit IJAZZ im Ciccolina. Domink, Marco, Axel und NIcolas. Foto: Leitgeb
Mit IJAZZ im Ciccolina. Dominik, Marco, Axel und NIcolas. Foto: Leitgeb

Ich mache mich also auf den Weg zu ihnen. In ihr Studio an der Lösenbacher Landstraße. Nicolas hat mich zu einer Besichtigung eingeladen. „Sound of Centuries“ hat er sein Tonstudio genannt. Ein großer Name, immerhin steckt dieses Jahrhundert noch in den Kinderschuhen. Aber den beiden ist es durchaus zuzutrauen, dass sie da etwas Großes und vor allem Langfristiges auf die Beine stellen. Ihre Augen leuchten jedenfalls um die Wette, als sie mir ihr Studio zeigen. Und ja, es ist wirklich schön hier. Vieles selbstrenoviert. Und auf dem allerneuesten technischen Stand. Beeindruckend.

Wir hocken uns dahin, wo sonst die Musiker ihr Bestes geben. In den Raum, in dem die Instrumente stehen. Denn da gibt es ein paar gemütliche Sessel. Das Interview kann beginnen.

Hallo, ihr zwei, ihr habt mich wirklich neugierig gemacht. Außer euch kenne ich nicht viele junge Menschen, die in DEM Alter schon selbstständig sind. Wir kennen uns ja jetzt auch schon eine Weile, z.B. von Konzerten mit IJazz oder aus den Lüdenscheider Musikschulen. Ihr seid zwei Vollblutmusiker?!

Die beiden Brüder in ihrem Studio. Foto: KD&K
Die beiden Brüder in ihrem Studio. Foto: KD&K

Nicolas: Ja, wir machen das beide schon eine Weile. Angefangen habe ich mit der Trompete in der städtischen Musikschule, bei Thomas Wurth.

Bei dem Du jetzt auch wieder manchmal bist?

Nicolas: Manchmal. Ich habe einfach nicht viel Zeit. Jedenfalls habe ich dort mit dem Musikunterricht angefangen und bin dann bei ihm in der Bigband gewesen. Bei Footprints SL. Da habe ich ziemlich lange mitgespielt. Domink war auch eine Zeitlang dort. In dieser Zeit ist auch irgendwann IJazz entstanden und zwar für das Waldbühnenfest 2011. Da wurde damals eine Band gesucht, die dort auftritt.

Die Veranstalter kamen zu uns in die Bigband und fragten ganz konkret nach Musikern, die da mitmachen wollten. Ich hatte schon die ganze Zeit Lust auf eine eigene Band und habe die Gelegenheit beim Schopfe ergriffen. Wir sind zu viert gestartet. Drei Jungs und ein Mädel. Geprobt haben wir im Gemeindezentrum der Oberrahmede. In den sogenannten „Katakomben“, also den Kellergewölben. Da hatten wir unseren ersten Proberaum. Ein bisschen strange war das schon. Axel Reichard, der bei uns Piano spielt,  kam irgendwann mit dazu und Hannah Kramer, die lange bei uns gesungen hat. Marco, unser jetziger Schlagzeuger ebenfalls. In dieser Formation spielen wir jetzt schon ziemlich lange zusammen. Seit neuestem ist noch Natascha als neue Sängerin dabei. Sie hat Hannah abgelöst, die in Wuppertal studiert. Dominik und ich spielen in der Band Trompete.

Und ganz nebenbei habt ihr das Tonstudio aufgemacht.

Die beiden Brüder bei einem gemeinsamen auftritt. Foto: Leitgeb
Die beiden Brüder bei einem gemeinsamen Auftritt. Foto: Leitgeb

Das war auch ein Traum von mir. So wie die Band. Ein eigenes Tonstudio. Irgendwie ungeplant kamen jetzt einfach einige Umstände günstig zusammen, z.B. die Räumlichkeiten hier, die uns angeboten wurden. Dazu die Lust, es zu versuchen. Zudem musste ich einen Stopp bei meinem Studium einlegen, da ich die Uni gewechselt habe.

Dadurch hatte ich ein ganzes Jahr lang Zeit. Diese Zeit wollte ich nicht einfach vergeuden. Und so habe mich nach einer Weiterbildung umgesehen, die es mir ermöglichen sollte, professionell ins Musikgeschäft einzusteigen.

Ich fing also an, in Köln an der „Deutschen Pop“, Musikmanagement zu studieren und parallel Unterricht im Klavierspielen und der Musikproduktion zu nehmen. Auch wieder ein paar wichtige Schritte Richtung eigenem Tonstudio. Dann kamen die Räume. Irgendwie fügte sich so eins zum anderen. Die Gelegenheit war einfach günstig. Wenn nicht jetzt, wann dann.

Wie hast Du mit dem Tonstudio den Einstieg geschafft? Stelle ich mir nicht so leicht vor.

In ihrem Top aufgeräumten Lager. Foto: KD&K
In ihrem topaufgeräumten Lager. Foto: KD&K

Auf der Grundlage meiner Band IJAZZ. So nach und nach habe ich mir dann noch andere Musiker dazu geholt, die ich kannte. Ich habe zudem lange darüber nachgedacht, was ich mit meinem Leben anfangen will und bin zu dem Schluss gekommen, dass, wenn ich etwas mit Musik machen will, vielleicht mein ganzes Leben lang, dann muss ich mein Niveau einfach noch deutlich nach oben schrauben. Ansonsten bleibe ich ein Hobbymusiker. Und das wollte ich nicht, das war mir irgendwann klar. Deshalb: Weiterbildung im Bereich Musik auf einem professionellen Level. Und ganz professionell in die Musikproduktion einsteigen.

Aber trotzdem nicht als einziges Standbein. Mein Studium als Maschinenbauingenieur werde ich auf jeden Fall auch noch parallel dazu fertig machen.

Stimmt, das machst Du ja auch noch. Und sehr ernsthaft. Was ist denn mit Dir, Dominik? Du trägst das ja hier alles auch mit. Zudem studierst Du ja bereits in Dresden Musik. Du hast mit 15 Jahren da angefangen und bist jetzt gerade mal 17. Bist Du sowas wie der Mozart an der Trompete? Wie schafft man es, in diesem Alter schon zu studieren? Und hast Du vor, hier bei „Sound of Centuries“ ganz mit einzusteigen?

Dominik: Im Moment gehen Schule und Studium vor und Dresden ist ja auch ganz schön weit weg. Und von daher bin ich eher die Person im Hintergrund. Aber wenn es gut laufen sollte mit dem Studio, wäre es schon eine Überlegung für mich.

Ihr seid ja beide sehr begabt.

Nicolas: Dominik noch ein bisschen mehr als ich.

Ach so, ja dann: Was studierst Du GANZ genau Dominik?

Das Landesmusikgymnasium in Dresden. Hier geht Dominik zur Schule. Foto: LG Dresden
Das Landesmusikgymnasium in Dresden. Hier geht Dominik zur Schule. Foto: LG Dresden

Ich studiere Jazz-Trompete. Ich bin auf dem Landesmusikgymnasium in Dresden. Man macht da das normale Abitur und fängt nebenbei schon an, zu studieren, hat Unterricht bei den Professoren an der Hochschule. Ganz praktisch, aber auch schon die theoretischen Fächer wie Musiklehre, Musikgeschichte etc.

Ihr seid schon ein bisschen „special“ ihr Brüder, oder?

Beide einstimmig: Ja, schon irgendwie. Wir heben uns schon ein wenig heraus aus der Masse. (sie lachen, man merkt, sie finden diese Art der Fragerei echt lustig)

Und ihr nehmt das hier mit eurem Studio schon sehr ernst.

Ja, auf jeden Fall. Eine hohe Professionalität ist uns wichtig. Ein gut gepflegtes Equipment, das ständig erweitert wird, ein großes Netzwerk, ständige Weiterbildung. Und natürlich, dass unsere Musiker sich wohlfühlen. Eine gute persönliche Beziehung und Betreuung sind uns sehr, sehr wichtig. Wir haben jetzt ein Jahr das ganze aufgebaut, die Webseite gestaltet, eine funktionierende Infrastruktur aufgebaut.

Was genau bietet ihr an Leistungen an?

Dominik am Mischpult. Foto: KD&K
Dominik am Mischpult. Foto: KD&K

Wir nehmen Musiker unter Vertrag, die bei uns für Veranstaltungen gebucht werden können. Externe Musiker können mit unseren Musikern hier ihre Songs aufnehmen und CDs produzieren. Also ihr komplettes Album. Wir sind einfach eine Full-Service-Agentur für Musiker und Eventgestaltung. Wir haben das Netzwerk und die Beziehungen, die Musiker bieten uns ihre speziellen Leistungen, wollen Konzerte spielen, suchen Auftrittsmöglichkeiten, andere Musiker, mit denen sie auftreten können oder alles zusammen. Wir kümmern uns um die jeweiligen Anforderungen und Bedürfnisse der Musiker, aber auch unserer anderen Kunden, die sich an uns wenden, weil sie Musik buchen möchten. Z.B. für Hochzeiten, Konzerte, Familienfeiern jeglicher Art aber auch große Events wie Stadtfesten, Firmenfeiern etc. Da sind die Möglichkeiten unbegrenzt.

Manche der Musiker wiederum kommen einfach ins Studio, um hier etwas aufzunehmen, um an ihrer Musik zu feilen. Manche suchen Auftrittsmöglichkeiten mit anderen Musikern. Und wir haben natürlich auch komplette Bands, die wir managen, für die wir alles machen, die wir auch beraten, was ihre Außenwirkung angeht. Also auch Styling, Werbung, Vermarktung generell. Es kann auch sein, dass ein Sänger auf uns zukommt, der eine Band sucht. Auch da versuchen wir dann Musiker zusammen zubringen, von denen wir denken, dass es passen könnte. Wir bieten aber auch unsere Technik an und unser Know-How als Profi-Techniker. Also man kann unsere Technik buchen und uns dazu für fast jedes Event.

Ihr kennt ja sehr viele Musiker hier in Lüdenscheid, seid sehr etabliert in der hiesigen Szene. Arbeiten die denn automatisch mit euch zusammen?

Sie sind einfach Brüder. Foto: KD&K
Sie sind einfach Brüder. Foto: KD&K

Nicolas: Nein, so ist das nicht. Manche kommen zu uns, von denen ich es nicht erwartet hätte, andere, die ich schon lange kenne und von denen ich es erwartet hätte, dass sie mit mir zusammen arbeiten, gehen eher eigene Wege. Was sehr schade ist. Die Musikszene hier ist ja nicht so groß, wir kennen uns doch schon alle untereinander recht gut. Mir ist eine gute Zusammenarbeit mit den meisten, auch den anderen Studios sehr wichtig. „Leben und leben lassen“ ist eine meiner Maximen.

Aber die Szene in Lüdenscheid ist ja auch allein durch die Größe der Stadt eher begrenzt. Macht euch das keine Sorgen?

Nicolas: Nein, eigentlich nicht. Wir knüpfen viele Kontakte auch weit über Lüdenscheid hinaus. Unser Ziel ist es schon, diese auszuweiten und Musiker von außerhalb in die Stadt zu holen, aber auch unsere Musiker und Leistungen, weit über die Stadtgrenzen hinaus zu platzieren. Ich möchte mich bewusst so breit aufstellen, um das GANZE Spektrum anbieten zu können und nicht nur einen kleinen Bereich.

Die Technik, an einem Tag mehrere Events beliebiger Größe zu machen, habe ich bereits. Und ich beschränke mich nicht auf nur eine Musikrichtung. Also, wenn jemand z.B. eine SKA-Band sucht, dann bekommt er die auch. Genauso wie ein ganzes Sinfonieorchester. Wir sind da völlig flexibel und scheuen keine Herausforderung.

Ihr habt auch klassische Musik im Angebot?

Nicolas: Naja, die meisten von uns hier haben ja eine fundierte klassische Ausbildung. Können also fast alles Spielen.

Hätte ich mir ja eigentlich denken können.

Auf dem Weg zu einem Konzert. Foto: Leitgeb
Auf dem Weg zu einem Konzert. Foto: Leitgeb

Domink grätsch dazwischen: Wenn Du ein Instrument studierst, ist es ja meistens klassisch. Oder eben Jazz. Oder beides. Und hier haben ja bis auf wenige Ausnahmen alle eine entsprechende Ausbildung bzw. ein Studium absolviert. Wir haben hier beides gut gemischt. Hauptberufliche und nebenberufliche Musikmachende und eben auch die Technikfreaks.

Aha. Ich muss mich erst mal sammeln und das gehörte verdauen. Die beiden strahlen mich nach wie vor an. Sie sehen so lieb und harmlos aus, sind aber offensichtlich gerade dabei, sich ernsthaft und sehr strategisch darüber Gedanken zu machen, von Lüdenscheid aus die Welt zu erobern. Erst einmal. Dann schaun sie weiter. „Sound of Centuries“. Mir wird grad einiges klar. Der Name ist Programm …

Bekommt ihr Hilfe von den älteren Musikern hier in der Stadt?

Ja, auf jeden Fall. Ingo Starink und Klaus Sonnabend von der Music Store Musikschule z.B. unterstützen uns sehr, ohne die beide wäre das hier nicht so einfach möglich gewesen. Aber auch Thomas Wurth von der Städtischen Musikschule. Wir haben mit allen einen guten Kontakt.

Wieso seid ihr schon so erwachsen? Was ist los mit euch?

Nicolas findet das lustig: Heutzutage muss man ja Gas geben. Sonst erreicht man ja gar nichts mehr.

Genau, wenn man erst mal über 22 ist, wird’s echt brennzlig. Schaut mich nicht so zustimmend an. Das war ein SCHERZ!!!! Werdet ihr von eurer Familie unterstützt?

Nicolas: Ja, unsere Familie steht ganz und gar hinter uns. Und macht Musik. Wir wären so eine Art Familienband, wenn wir uns alle zusammentäten. Wir haben ja noch zwei Schwestern und halten alle echt gut zusammen. Selbst unsere Großeltern spielen zudem jeder ein Instrument. Unsere Großmutter hat erst vor kurzem mit dem Klavierspielen angefangen. Unser Großvater hat erst mit 60 angefangen, Trompete zu spielen. Durch ihn sind wir ebenfalls zum Trompete spielen gekommen. Ja, unser Familienverbund ist schon ganz schön gut. Wir mögen uns alle sehr. Das gibt uns eine Menge Kraft und sehr viel Sicherheit. Einfach ein festes Fundament.

Dominik, wann genau hast Du gemerkt, dass Du sehr viel besser bist als die meisten anderen Musiker um Dich herum?

Dominik findet, dass ich doofe Fragen stelle;-) Foto: KD&K
Dominik findet, dass ich doofe Fragen stelle;-) Foto: KD&K

Dominik: Ach, das ist ja eigentlich eine doofe Frage.

Nein, das ist eine sehr gute Frage🙂

Dominik: Ich meine, doof zu beantworten. Hmm. Meine Klavierlehrerin hat das so eingeschätzt und dann angeregt, mich besonders ausbilden zu lassen. Die meinte, ich solle doch auf ein Musikgymnasium. Da war ich in der 4. Klasse. Wir haben uns das auch alles angeschaut, aber ich war noch viel zu jung. Da wäre ich allein in Montabauer gewesen. Das ging nicht.

Aber ich habe ja auch einige Jahre in der Bigband gespielt bei Thomas Wurth. Und der hat erkannt, dass ich ein Talent habe für die Trompete. Und fürs Klavier. Der hat mich dann auch vorgeschlagen für „Jugend musiziert“. Und da habe ich bei den Wettbewerben meistens mit der Höchstpunktzahl abgeschlossen. Ich bin eigentlich immer Erster geworden. Von den Punkten her. Zumindest im Landesjugendwettbwerb. Für den Bundeswettbewerb war ich immer zu jung. Da war ich ja erst 12 und 13.

Nach Dresden bin ich über Umwege gekommen. Ich habe beim Märkischen Sinfonieorchester gespielt. Und da hat mich ein Professor angesprochen. Dem habe ich vorgespielt. Der Professor hat dann gesagt, ich hätte die Befähigung für das Landesmusikgymnasium. Eigentlich hätte ich noch einige Prüfungen machen müssen. Aber irgendwie hatte ich ihn schon so überzeugt.

Nicolas: Der Professor hat die Prüfungen ausgesetzt, weil er bestimmt hat: Den will ich haben! Und dann ist der Rest einfach so passiert.

Ich habe selten einen großen Bruder getroffen, der so stolz ist auf seinen kleinen. Sie sind schon besonders, die beiden.

Und dann bist Du einfach mal so nach Dresden gezogen. Mit 15 Jahren und ganz allein.

Dominik: Ach, ich war ja erst im Internat. Aber seit genau einem Jahr habe ich jetzt eine eigene Wohnung.

Wie jetzt? Du bist 17 und hast seit EINEM Jahr eine eigene Wohnung?? Und das funktioniert?

Dominik: Ja, das funktioniert sehr gut. Ich bin einfach nicht so der Internat-Mensch. Ich brauche einfach meine eigenen vier Räume, um mich mal zurückziehen zu können. Jetzt ist aber alles ok, meine Wohnung ist top. Ich bekomme das echt gut auf die Reihe.

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Nicolas erklärend: Er hat seine ganzen Mädels, die jeden Abend vorbei kommen und sogar für ihn kochen. Ist schon ein bisschen seltsam, dass er vor mir ausgezogen ist.

Ach, seltsam findest Du das? Aber, dass Du mit 21 Jahren Unternehmer bist, findest Du nicht seltsam, oder? 

Mädels aufgepasst: Die zwei sind ganz schön cool. Und sehr ordentlich dabei. Foto: KD&K
Mädels aufgepasst: Die zwei sind ganz schön cool. Und sehr ordentlich dabei. Foto: KD&K

Nicolas nachdenklich: Darüber habe ich so noch nicht nachgedacht.

Dominik: Es hat sich wie immer alles so ergeben. Grinst. Hej, sooooo viele Mädels, sind das nun auch wieder nicht.

Nicolas: Jetzt spielt er ja auch in der Dresdener Bigband und hat da noch ganz viele andere Projekte, bekommt super Connections und ich trete ihn gerade ein bisschen, dass wir da die Außenstelle von „Sound of Centuries“ hinbekommen.

Das bietet sich ja eigentlich an.

Dominik: Ich habe durch die Schule schon einige bekannte Musiker und Produzenten kennengelernt. Z.B. Max Herre. Aber auch einige andere richtig berühmte Leute. Ist schon cool, wen man da alles so kennenlernt durch diese besondere Schule. Es macht einfach richtig Spaß dort, die Professoren und Lehrer sind super und man lernt sehr, sehr viel!

Was braucht ihr denn im Moment am meisten, um diese „Zweigstelle“ auszubauen?

Die Zweigstelle in Dresden ist eigentlich schon beschlossenen Sache. Foto: KD&K
Die Zweigstelle in Dresden ist eigentlich schon beschlossenen Sache. Foto: KD&K

Nicolas grinst: Was wir wirklich noch brauchen ist ein eigener Fern-Bus, der die Musiker von Dresden hier hinüberbringt. Und umgekehrt. Also so eine Art Pendelbetrieb. Ist schon aufregend, was die da machen. Wäre schön, wenn so etwas irgendwann einmal klappen könnte. Und wir einfach ganz organisch immer weiter wachsen, den Spaß dabei nicht verlieren und noch viele interessante Menschen kennenlernen.

Die beiden sind sich völlig einig. Das wird schon auch noch klappen, das mit dem Fern-Bus. Ich bin mir da sogar nach diesem Interview ganz sicher. Das wird sich schon ergeben. Sie haben mich beeindruckt. Sehr. Ich habe mit ihnen geredet, wie mit zwei alten Hasen. Dabei sind sie zusammen erst 38 Jahre alt. Die beiden sind nicht nur sehr musikalisch, sondern auch sehr gebildet. Und haben Stil. Fast perfekt. Irgendwie.

Wie jung sie sind und dass sie ihrem Alter entsprechend jede Menge Spaß haben, merkt man spätestens dann, als sie ausgelassen durch dieses Studio rennen, hier eine Tür aufreißen, dort ein paar Regler an ihrem riesigen Mischpult verschieben und mir dann ihr topaufgeräumtes Lager zeigen, um mich gleich darauf davor zu warnen, bitte nicht eine der noch unfertigen Treppen herunterzufallen. Und dabei die eine oder andere Anekdote zur Renovierung des Studios zum besten geben, die davon zeugt, dass sie durchaus noch einiges an Erfahrungen sammeln werden. Was mich beruhigt.

Die zwei sind definitiv auf einem guten Weg.Was sie tun, hat Hand und Fuß und wenn sie so weiter machen, gehören sie mit spätestens 30 Jahren zu den Top 10 der Tonstudios in Deutschland. Und sind dann wahrscheinlich gerade auf dem Weg von Lüdenscheid nach Hollywood. Dabei sind sie ganz frei von irgendwelchen Starallüren und spürbar geerdet.  Bei aller großen Professionalität sind sie dabei jedoch zum Glück auch einfach nur zwei junge Leute, die ihr Leben in vollen Zügen genießen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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