Wanja Weippert – ob Oratorium, Lied, Chanson und Filmmusik oder Jazz- und Popnummern. Die Sängerin und Schauspielerin hat alles perfekt drauf! Fotos: Kannenberg

Lüdenscheid. Ich treffe Wanja im Café Wessling in der Hochstraße. Die perfekte Kulisse für eine besondere Frau. Sie kommt ein wenig zu spät. Lange rote Wallehaare, große dunkle Augen, dabei klein und zierlich. Wanja Weippert ist eine schöne Frau. Mit einer großen Ausstrahlung. Als ich sie das erst Mal sah, wirbelte sie über die Bühne des Kulturhauses als Teil des Adonis Salonorchesters. Dieses Orchester besteht aus Wanja und Stefan Weippert, dem Leiter des Kukturhauses, Thomas Wurth, Klaus Sonnabend und Hans Wanning. Wanja kam mir groß vor auf der Bühne. Als ich sie dann vor mir steht, bin ich überrascht, dass sie so klein ist. Ich hätte schwören können, sie ist so groß wie ich, also fast 1,80 m. Was für eine Bühnenpräsenz.

Wanja zusammen mit Klaus Sonnabend (rechts) und Thomas Wurth im Kulturhaus.
Wanja zusammen mit Klaus Sonnabend (rechts) und Thomas Wurth im Kulturhaus.

Bei unserem Treffen strahlt sie mich von unten an, sie hat einen Hut auf und einen schwarzen Mantel, in dem sie fast versinkt. Sie schaut mich an und sagt: „Ja, so ist das mit einer echten Diva. Sie trägt Hut und kommt zu spät.“ Ich muss lachen. Dann sitzen wir an einem Tisch mitten im Wessling und sie wird natürlich sofort von allen Seiten erkannt und begrüßt. Wanja ist einfach berühmt. Kein Wunder.

Sie studierte laut ihrer Vita nach Abschluss des Musikgymnasiums in Bulgarien am Wiener Konservatorium bei Prof. Kastela und Prof. Equiluz. Nach dem Diplom der Klasse für Chanson, Musical und Operette in Wien, bei Prof. Werner, absolvierte sie Meisterkurse bei Prof. Zimmermann, Julia Eder-Schäfer und Prof. D. Bender.

Es folgten Engagements am Jugendstiltheater Wien und Wiener Operntheater, wo sie vor allem in modernen Opern als Marja in „Der Revisor“ von Werner Egk oder Antigone in „Oedipe“ von George Enesco, aber auch als Kammerfrau in Giuseppe Verdis „Macbeth“ auftrat. Bei der Bayerischen Kammeroper in Veitshöchheim sang sie die weiblichen Hauptpartien Claudine und Lucette in „Der Zauberbaum“ von Christoph Willibald Gluck, Larinda in „Der Handwerker als Edelmann“ von Johann Adolph Hasse, Dorina in „Der verhöhnte Eifersüchtige“ von Giovanni Battista Pergolesi, Vespetta in „Pimpinone“ von Georg Philipp Telemann, sowie die Colette in „Der bekehrte Trunkenbold“ von Christoph Willibald Gluck. Seit 1996 ist sie freiberuflich in den Bereichen Oratorium, Lied, Chanson und Filmmusik tätig. Mehrere Gastspiele führten sie u.a. an das Bayerische Städtebundtheater Passau.

Für die Konzertdirektion Landgraf war sie als Hedi in „Zwei Herzen im Dreivierteltakt“, als Sophie de Palma in „Meisterklasse“ und als eines der Girls in „Fifty-Fifty“ in den Spielzeiten 1996 bis 2000 auf Tournee zu sehen. Sie tritt seit 1996 regelmäßig mit dem Adonis Salonorchester auf.

Wanja mit dem kompletten Adonis Salonorchester, Klaus Sonnabend, Stefan Weippert, Thomas Wurth und HAnnes Wanning (v.r.n.l.)
Wanja mit dem kompletten Adonis Salonorchester, Klaus Sonnabend, Stefan Weippert, Thomas Wurth und Hans Wanning (v.r.n.l.)

Wanja, Du bist ja aus Bulgarien, und bereits vor Fall der Mauer, noch zu Zeiten des Eisernen Vorhangs in den Westen gekommen. Wie war das denn damals möglich?

Ich bin ganz normal als Tourist nach 1982 Wien gekommen und habe dort dann die Aufnahmeprüfung am Konservatorium gemacht. Ich habe die Prüfung geschafft und bin dann erst einmal für 10 Jahre in Wien geblieben.

Du hattest aber schon in Bulgarien eine entsprechende Gesangsausbildung gemacht?

Wanja mit mir zusammen beim Interview im Café Weßling. Das Ambiente steht ihr!
Wanja beim Interview im Café Wessling. Das Ambiente steht ihr!

Ja, Du konntest in Bulgarien zu dieser Zeit sonst nicht auf die Bühne. Unmöglich. Es war damals nicht so frei wie im Westen. Ich wusste schon immer, dass ich singen werde. Ich habe schon als Kind die Leute unterhalten. Also bin ich sehr gezielt auf das Musikgymnasium.

Dann hattest Du schon eine Top-Ausbildung, ehe Du Dich in Wien beworben hast?

Ja, ich hatte ein sehr gutes Fundament, eine sehr gute Vorbildung. Die Aufnahmeprüfung habe ich gut geschafft. Direkt. Ich stand einfach seit meinem 13. Lebensjahr im Kopf auf der Bühne. Und seit meinem 15. Lebensjahr lebte ich allein. Ich hatte also schon sehr früh einen Abnabelungsprozess durchlaufen, sonst hätte ich die harte Zeit in Wien ohne Familie, ganz auf mich gestellt, nicht überstanden. Was mir Kraft gegeben hat in Wien, war, dass ich in einem Studentenwohnheim gewohnt habe. Da lebte ich wie in einer Wohngemeinschaft, mit vielen guten Leuten. Das gibt einem dann Halt.

Das größte Dilemma meines Lebens war aber, als ich im Laufe meiner Ausbildung in Wien feststellte, dass es im Westen einfach anders läuft für die Künstler als im Osten. Im Ostblock konntest Du das Musikgymnasium machen, dann aufs Konservatorium gehen und danach bekamst Du eine Anstellung und warst da bis zu Deiner Pensionierung. Das war im Westen alles überhaupt nicht so. Das musste ich lernen und war erst einmal wirklich geschockt.

Wie ging es dann weiter mit Dir da so ganz alleine in einem fremden Land.

Wanja und Stefan Weippert – ein gutes Team.
Wanja und Stefan Weippert – ein gutes Team.

Nun, erst einmal habe ich eine Doppelausbildung begonnen. Klassische und dazu noch eine szenische Ausbildung. Das hat mir viel gebracht. Ich habe das Schauspielern gelernt. Von der Pike auf. Ich überlasse auch heute nichts dem Zufall auf der Bühne. Dazu kam Sprechunterricht bei dem bekanntesten Sprecher des Österreichischen Rundfunks Robert Holly. Zudem Tanzunterricht, Fechten, Improvisationsunterricht, Schauspielunterricht, das alles war Teil der Ausbildung. Und es war wirklich toll! Klassischer Gesang ist schon in Ordnung, aber es wird einem immer geraten, diese Ausbildung mit dem Szenischen zu verbinden. Das erweitert auch einfach die Bandbreite enorm, in der man einsetzbar ist.

Hattest Du denn in Wien auch direkt Engagements?

Ja, ich habe in Wien am Jugendstiltheater gesungen und auch an der Neuen Oper Wien. Nach Deutschland bin ich durch ein Engagement an der Bayerischen Kammeroper gekommen. Dort habe ich sehr viel Intermezzo-0per gesungen. Zu Erklärung, was eine Intermezzo-Oper ist: Diese Opernform ist in der Zeit von Monteverdi entstanden, als es große monumentale Opernwerke gab. Die Intermezzo-Oper entstand dann für die Pausen, in denen die Leute in den Logen saßen, aßen und tranken und sich auch manchmal einfach langweilten.

So wurden für diese Pausen kleine Einakter gespielt, die im Stil der „Commedia dell´arte“ aufgeführt waren. Zweipersonen, Dreipersonenstücke maximal. Einfach, um die Leute auch in den Pausen zu unterhalten. Leichte, lockere Kost, damit sich die Leute amüsierten. Die monumentalen Opern behandeln ja oft sehr dramatische Themen, mit Tod und Blut und Gewalt. Mit den kleinen Intermezzo-Opern hatte das Publikum so auch die Gelegenheit sich ein wenig von dem ernsten Thema zu erholen.

Ich habe Unmengen solcher Stücke gesungen und gespielt. In sehr vielen kleinen, barocken Häusern, wie z.B. in Hanau, in Bad Kissingen, in Gotha (dem Ekhoftheater), der Residenz in Würzburg und in vielen anderen deutschen Städten.

Sie hat Feuer und eine große Bühnenpräsenz.
Sie hat Feuer und eine große Bühnenpräsenz.

Bei einer Zweipersonen-Oper stehst Du ja auch noch einmal ganz anders im Focus? Weil Du das ganze ja tragen musst. Stell ich mir nicht einfach vor.

Oh ja, das ist wirklich schwer. Vor allem, wenn Du keinen adäquaten Partner dabei hast, der Dich unterstützt. Aber da hatte ich fast immer Glück und gute Kollegen. Wenn man sich dafür bewirbt und vorsingt, wissen ja auch schon alle Beteiligten, was gehen wird und was nicht.

Sie zeigt mir eine Ankündigung für die Meisterklasse. Da hat sie die Sophie de Palma gespielt.

Ich sehe gerade, auf Deinem Lebenslauf steht „Hanna von Pelz“. Dein Künstlername. Darunter kannte sogar ich Dich, als Opernbanause.
Wieso dieser Name?

Das ist einfach nur die Übersetzung von meinem bürgerlichen bulgarischen Namen. Wanja ist auf Deutsch das Äquivalent zu Hanna. Und mein bulgarischer Nachname „Kojouharova“ bedeutet soviel wie Kürschner. „von“ kam hinzu, weil ich aus einer Stadt komme, von der man behauptet, dass da die Leute mit dem blauen Blut herkommen, die Bojaren aus dem Mittelalter. Der Name ist eigentlich ein Scherz von mir.

Sie zeigt mir noch viel mehr Plakate von sich. Und erzählt dabei, dass sie eben sehr viel Oper gesungen hat und Operette und wie sehr sie sich darüber freut, dass sie hier in Lüdenscheid durch das Adonis Salonorchester so vielfältig tätig sein kann.

Inwiefern vielfältig?

Eine Diva trägt eben Hut!
Eine Diva trägt eben Hut!

Nun, durch die Kollegen wie Klaus Sonnabend oder Thomas Wurth habe ich die Möglichkeit auch jazzige Sachen zu singen. Auch Popnummern, Musical, Operette, Oper, alles gemischt. Das macht mir Spaß und ist einfach interessant und abwechslungsreich.

Durch meine klassische Ausbildung kann ich jeden Song so gestalten, dass er nach etwas klingt, dass er hörbar ist. Das ist einfach etwas, was vielen anderen Leuten in diesem Bereich fehlt. Eine ordentliche Gesangsausbildung. Leider singt man meistens mit Mikrofon und so bemühen sich viele Sänger nicht mehr so sehr. Wenn aber jemand eine gute Gesangsausbildung hat, der kann dann auch solche Sachen wie Jazz und Pop ganz anders umsetzen.

Dann sticht mir das Wort „Konzertdirektion Landgraf“ direkt ins Auge. Ich erinnere mich, da war doch was mit Stefan Weippert, ihrem Mann, der hatte da doch auch gearbeitet. Ich will es jetzt wissen.

Wanja, war Stefan nicht auch bei dieser Direktion Landgraf? Hast Du ihn DA kennengelernt? Oder wo genau? Dein Mann, mit dem Du das Adonis Salonorchester gemeinsam betreibst, hat mir ja erzählt, ihr habt euch bei einem gemeinsamen Auftritt an der Bayerischen Kammeroper kennengelernt?

Ich habe ihn bei der Bayrischen Kammeroper kennengelernt. Da hat er gespielt. Ich habe ihn auf der Bühne kennengelernt. Ja, so bin ich ja dann auch in Würzburg geblieben. Wir sind seit 1992 zusammen. Wir waren natürlich dann auch einzeln und zusammen auf Tourneen. Wir sind beide viel gereist. Wir haben uns von Anfang an sehr gut verstanden und uns gegenseitig immer unterstützt, wo es nur ging. Wir verstehen uns schon immer auch ohne Worte.

Habt ihr viel zusammen gearbeitet?

Hingegeben. Das Publikum ist berührt.
Hingegeben. Das Publikum ist berührt.

Ja, diese Salonorchestersache haben wir zusammen gemacht und auch sonst sind wir zusammen aufgetreten, wenn es möglich war. Das Salonorchester besteht ja schon lange, allerdings war es früher klassisch geprägt. Diese jazzige Note bekam es ja erst in Lüdenscheid. 2001 ist unser Sohn geboren und Stefan kam 2002 fest nach Lüdenscheid. So konnten wir nicht mehr durch die Gegend reisen. Ich musste mich ja dann auch entscheiden. Entweder Familie oder Tournee, beides geht einfach nicht.

Wir haben allerdings hier in Lüdenscheid regelmäßig den 26.12. im Kulturhaus gestaltet. Hauptsächlich mit „Wiener Schmäh“, Walzer und Operette. Wiener Salonmusik eben. Ab und zu bin ich auch noch in Bad Kissingen aufgetreten, und habe dort in verschiedenen Produktionen mit Peter Josch und Ernst Stankovski mitgewirkt.

Ich erfülle mir bis zum heutigen Tag meinen persönlichen Traum, dass, wenn ich auf der Bühne stehe, mich die Leute gut hören und gut verstehen können, denn nur so kann ich die Menschen erreichen.

Ja, das kann ich bestätigen. Deine Artikulation ist hervorragend. Ich konnte bei Deinen Auftritten bisher immer jedes einzelne Wort verstehen. Das ist ja nicht selbstverständlich. Ich habe schon in Produktionen von Operette oder Oper gesessen, da habe ich nicht einen einzigen Satz verstanden.

Aber mal eine andere Frage: Wie kam es denn zu der Zusammenarbeit mit Thomas Wurth, Klaus Sonnabend und Hans Wanning?

Auftritt vor dem "Rotary-Club". Herr von Wrede überreicht Wanja Blumen.
Auftritt vor dem „Rotary-Club“. Herr von Wrede überreicht Wanja Blumen.

Nun, das sind hervorragende Musiker. Jeder einzelne von ihnen. Mein Mann kannte sie bereits durch das Kulturhaus. Ich nicht. Aber durch die Arbeit mit ihnen hier im Theater, kamen wir dann zusammen. Zudem hatte Frau von Pflug vom „italienischen Kulturverein“ meinen Mann immer wieder angesprochen, ob ich nicht mal bei ihnen auftreten wollte.

Ich bin dann zusammen mit Frank Zabel bei ihnen aufgetreten. Allerdings in einer ganz anderen Ausrichtung. Mein Mann war noch dabei und Phillip Wenger. Wir haben ein klassisches italienisches Programm dort aufgeführt. Alles hatte mit Venedig zu tun gehabt. Salonmusik. Ich habe Lieder von Rossini gesungen aus dem Zyklus „La regatta Veneziana“.

Daraus entstanden dann die anderen Sachen, die wir jetzt auch mit dem Adonis Salonorchester aufführen. Wir haben uns dann auch anders zusammen getan, nur mit Musikern aus Lüdenscheid, die hier unterrichten oder wohnen und dadurch, dass Thomas Wurth und Klaus Sonnabend dazukamen, brachten die Jazz und Pop mit hinein und wir begannen quasi eine Symbiose zu schaffen, aus unserer klassischen Prägung und dem Jazz/Pop. So ist das entstanden, was man dann heute auf der Bühne sehen kann.

Ihr habt ja jedes Jahr ein spezielles Thema. Mal Krimimusik, mal Dolce Vita, diese Jahr Grusel-Filmmusik?

Da liegt sie zur Abwechslung mal als Vampierdame im Sarg. Das diesjährige Programm des Adonis Salonorchesters heißt nicht umsonst "Musik aus Horror- und Gruselfilmen".
Da liegt sie zur Abwechslung mal als Vampierdame im Sarg. Das diesjährige Programm des Adonis Salonorchesters heißt nicht umsonst „Musik aus Horror- und Gruselfilmen“.

Sobald wir ein Thema erarbeitet haben und die Premiere vorüber ist, beginnen wir damit, das Programm für das kommende Jahr zu erarbeiten. Dazu sprechen wir miteinander, suchen Ideen und einigen uns dann auf eine Idee, die allen gefällt. Unser nächstes Programm wird Zahlen zum Inhalt haben. So wie „First Love“, „Zwei siebenseitige Gitarren“ oder ähnliches. Aber mehr verrate ich jetzt nicht. Es soll ja auch spannend bleiben.

Du hast ja auch immer tolle Kostüme auf der Bühne an. Suchst Du die selbst aus?

Ja, je nachdem, was wir so machen, entscheide ich mit dann für ein entsprechendes Outfit. Durch meine früheren Auftritte verfüge ich über eine großen Fundus, auf den ich zurückgreifen kann. Wir bringen ja außer den Kostümen auch immer gezielte szenische Element mit hinein, drehen kleine Filme, machen Fotos, die wir einspielen. Das Ganze ist rund, ist auch etwas fürs Auge, eine Geschichte, die wir erzählen. Ich liebe diesen direkten Bezug zum Publikum. Die große Geste. Die Übertreibung, die Dramatik. Die direkten Reaktionen des Publikums. Das macht mir Spaß.

Wanja im feuerroten Kleid. Strahlend.
Wanja im feuerroten Kleid. Strahlend.

Viele Menschen sagen uns, wir werfen richtige Perlen und Diamanten unter die Leute. Und manche unserer Fans wundern sich, dass wir nur fünf oder sechs Auftritte mit unserem Programm machen und nicht viel größer agieren. Aber wir sind alle sehr eingebunden. Durch unsere Familien und die Verbindlichkeiten, die wir jeder für sich in Lüdenscheid und Umgebung haben.

Mein Mann leitet in erster Linie das Kulturhaus. Und wir haben unseren Sohn, der erst 13 Jahre alt ist. Und wir haben uns dafür entscheiden, dass das unsere Priorität ist. Auch die anderen Musiker des Salonorchesters stecken in Verbindlichkeiten, sind Lehrer, haben noch andere Bands. Aber wer weiß, was noch auf uns zukommt. Wir sind als Künstler offen und so bleibt es auch in Zukunft einfach spannend. Und wir freuen uns darauf…

 

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