Klaus Sonnabend, Musiker und Lehrer in der Music Store Musikschule Lüdenscheid. Foto: Nils Wehner

Lüdenscheid. Klaus Sonnabend, den ich jetzt gleich interviewen werde, hat eine besondere Gabe, deren er sich nicht mal bewusst ist: Er bringt Menschen dazu, in seiner Gegenwart ihr Bestes zu geben. Er bekommt es meistens nicht mal mit, da er ständig mit 1000 Dingen gleichzeitig beschäftigt ist. Oft ist er zehn Schritte weiter, als seine Umwelt, die noch an Schritt eins arbeitet, während er schon Schritt zehn durchdenkt. Er ist jemand, der selten etwas dem Zufall überlässt. Durchdacht, strukturiert, analytisch. Dabei zu 100% mit dem Herzen dabei. Ein Widerspruch? Nein. Bei ihm nicht.

Fünf Stunden Schlaf? Reicht.

Nicht jeder mag ihn. Zu viele Gaben, zu viele Erfolge, zu wenig kompromissbereit und nie in der Lage, Qualität dem Mainstream zu opfern. Vieles fällt ihm dabei, entgegen der gängigen Meinung, nicht einfach in den Schoß, sondern er ist ein Mensch, der sich diszipliniert, hart für das arbeitet, was so leicht aussieht, so spielerisch rüberkommt. Der oft nur 5 Stunden am Stück schläft, weil ein Tag eben nur 24 Stunden hat und er davon 19 Stunden auf den Beinen ist. Ich bin etwas früher da als er. Was mich wundert. Er ist sonst immer überpünktlich, ich stets fünf Minuten zu spät. Ich mache mir schon Sorgen. Da biegt er um die Ecke. Gut! Ich hab ihn ziemlich oft gefragt, wegen dieses Interviews. Klaus hat ja nie Zeit. Nie. Er ist Musikschullehrer, Musiker, 1. Vorsitzender von Kultstädte e.V., hat mindestens vier Bands, mit denen er auftritt, hat zudem dieses Jahr eine CD mit seiner Band SONNABEND rausgebracht, gibt Interviews im Radio, im Fernsehen, in der Zeitung, organisiert Riesenevents wie die „Kultbühne“ auf dem Stadtfest und ganz kleine wie die „Open Stage“ im Lönneberga oder den „Breakfastclub“ im STOCK. Alles irgendwie gleichzeitig. Natürlich hat er Hilfe von Menschen um sich herum, die seine Visionen mittragen. Aber er ist zweifellos die treibende Kraft.

Eigentlich hat er nie Zeit

Dieser Mann sitzt mir jetzt jedenfalls gegenüber und sagt den einem Satz, den ich seit zwei Jahren standardmäßig immer als erstes zu hören bekomme, wenn wir uns sehen: „Ich habe eigentlich keine Zeit, Iris.“ Ja, Klaus, weiß ich doch. Während ich mich normalerweise gern von meinem Interviewpartner inspirieren lasse und meine Fragen dementsprechend locker vorbereite, habe ich bei Klaus einen ganzen Abend damit verbracht, mir präzise Fragen auszudenken. Sonst steht er womöglich auf und ist mitten im Gespräch weg. Ich kenne ihn. Wir sitzen uns also gegenüber, bestellen Getränke und Essen und fangen mit dem zwischen uns mittlerweile üblichen Geplänkel an.

Das klingt ungefähr so:
Klaus: „Also, darüber, darüber und darüber werde ich nicht sprechen.“
Iris: „Das war mir vorher klar, hatte ich bereits gestrichen.“
Klaus: „Darüber will ich auch nicht sprechen.“
Iris : „War mir ebenfalls klar, was ist hiermit?“
Klaus: „Darüber will ich nicht sprechen!“
Iris: „Dann sprechen wir über… WAS?!“

Grinsen auf beiden Seiten. Ok, erste Runde unentschieden. Wir einigen uns dann doch darauf, dass Klaus zumindest über ETWAS spricht und ich EINIGES weglasse. Ich atme sehr tief durch, drücke ihm meine Apple-Mightymouse in die Hand, die mir zuvor auf den Boden gefallen ist und die sich in 5 Einzelteile aufgelöst hat. „Reparier mal bitte.“ Er repariert die Computermouse. Ich packe derweil meine Kamera aus. Frieden.

Runde zwei kann beginnen:
Klaus: „Keine Fotos bitte!“
Iris: „War mir klar.“ (Ich mache trotzdem welche).
Klaus: „Kannst Du nicht einmal machen, was ich sage.“
Iris: „Neee, geht nicht.“ Runde zwei beendet. Ebenfalls unentschieden.

Da nun eigentlich alles irgendwie nicht geklärt ist, fange ich einfach mal an, ein paar Fragen zu stellen.

Klaus, Du kommst aus einer sehr musikalischen Familie. Vater, Onkel, Bruder, Du, alle machen Musik. Lässt das auf eine lange Tradition von Profimusikern schließen oder bist Du der erste, der konsequenterweise dann auch Musiker von Beruf geworden ist.

Musik haben alle gemacht. Es ist aber bei den meisten keine Professionalität erfolgt. Sicher hat die musikalische Gabe in der Familie meine Entscheidung geprägt. Je älter man wird desto klarer sieht man ja das Gesamtbild dieses Berufes. Ich habe mir früh darüber Gedanken gemacht, Musiker von Berufs wegen zu werden.

Viele Musiker sind da ja eher einfach so reingerutscht. War bei Dir dann wohl nicht so.

Nein, es war eine bewusste Entscheidung. Nach dem Abi habe ich erst einmal Zivildienst gemacht und bin danach auf die Glen-Buschmann-Akademie gegangen, eine private Akademie, wo es mehr darum geht, im praktischen Musik-Bereich zu arbeiten. Diese Akademie ist nicht so theoretisch ausgerichtet wie die FH`s. Und mit einem Schwerpunkt auf Jazz.

Aus welcher Musikrichtung heraus hast Du denn Deinen Anfang genommen?

Ich glaube, los marschiert bin ich eher im Rock und Funkbereich. Als Jugendlicher. Und habe natürlich auch klassische Musik gespielt, was aber auch ok ist, weil die Klassik eben auch eine gewisse Grundlage für die Popularmusik bildet. Harmonie- und Gehörtechnisch ist die Klassik ja auch gar nicht verkehrt, ist aber später eher kontraproduktiv. So empfinde ich es zumindest im Nachhinein.

Wieso? Das interessiert mich jetzt.

Weil man sich eine gewisse Technik angewöhnt, die einfach ganz anders ist, als die der Popularmusik, die doch viel freier ist als die klassische Musik. Sie lässt einfach mehr Raum, kreativer zu arbeiten und sie auch eigenständig weiterzuentwickeln.

Du spielst ja mindestens vier Instrumente. Und singst. Womit hast Du angefangen?

Mit dem Klavier. Was gut ist für die Koordination. Beim Klavier musst Du ganzheitlich denken, Du bewegst beide Hände, die Füße, alles gleichzeitig. Das kommt Dir dann bei den anderen Instrumenten zugute. Die kamen bei mir ja dann auch erst allmählich hinzu. Man muss sich disziplinieren, sonst kommt man eh über die ersten Fingerübungen nicht hinaus. Um weiter zu kommen, muss man eben nicht nur Talent haben, sondern bereit sein, auch viel zu üben. Viel später kam dann die Gitarre dazu, erst mit 12 Jahren, ganz zum Schluss dann Schlagzeug. Und wenn man Gitarre spielen kann, dann kann man auch Bass spielen. Gesungen habe ich eigentlich immer, das lag mir einfach von Anfang an.

Du hast auch mal erzählt, dass Du als Punk unterwegs warst.

Eher als Rocker, mit deutschen Texten. Mit Message eben.

Warst Du ein Rebell?

Nein, eigentlich nicht. Nicht richtig. Ich wollte halt etwas verändern. Die entsprechenden Texte dazu habe ich immer selbst geschrieben oder auch mal mit anderen zusammen. So richtig los ging es bei mir Bandmäßig aber erst als ich ungefähr 16 Jahre alt war.

Du bist ja auch politisch interessiert, schreibst auch für Deine Band SONNABEND entsprechende Texte. Liegt Dir gesellschaftliche Veränderung besonders am Herzen?

Es ist doch ein Grundgedanken, über das zu schreiben, was einen außer Liebe und Beziehung sonst noch beschäftigt, über die Dinge, die das eigene Leben ausmachen und oft nachdrücklich streifen. Es ist sicher einfacher, ein Liebeslied zu schreiben, als über etwas, was nicht ganz so bequem ist, was aber nichts desto trotz unser aller Leben berührt. Tod, kaputte Beziehung, das Leben in einer Umwelt, mit der man oft nicht so konform geht. Unbequeme Dinge eben, die nicht nur schön sind und gefällig.

Möchtest Du denn etwas verändern? Ist das eine Deiner Intentionen?

Na ja, sagen wir mal so, als Künstler in dieser Welt hat man meiner Meinung nach schon die Verantwortung, auch auf Missstände aufmerksam zu machen, eben nicht nur bequem zu sein, sondern auch mal anzuecken. Ehrlich zu sein. Authentisch. Deshalb schreibe ich auch meine Texte selbst. Immer. Gleichzeitig sehe ich mich aber nicht als Aktivator in einem politischen Prozess. Ich sehe mich selber als Darsteller, Hinweisgeber, als Beobachter, jemand, der Gedanken anstößt, in einer positiven Weise. Es geht ja auch nicht darum, andere zu ändern, sondern in erster Linie, sich selbst. Einen Anstoß zu finden, an sich selbst arbeiten zu wollen, zu können, sich nicht einfach zufrieden zugeben mit dem, was und wer man ist, sondern daran zu arbeiten, sich zu verbessern, weiterzuentwickeln. Natürlich ist das auch immer subjektiv, es kann ja sein, dass meine Meinung nicht konform ist, zu der Meinung andere über das gleiche Thema. Ich will ja nicht missionieren, andere auf meine Seite ziehen, sondern aufmerksam darauf machen, was mir aufgefallen ist. Was wer daraus im Endeffekt macht, bleibt jedem selbst überlassen.

Bekommst Du da Rückmeldungen?

Klar, es gibt viele Rückmeldungen, besonders zu den Texten, die Beziehungen betreffen, aber auch durchaus zu den anderen Themen. Was mich motiviert, da auch weiterzumachen.

Ich habe oft das Gefühl, dass Du sehr polarisierst. Entweder finden Dich Leute richtig gut oder sie lehnen Dich komplett ab. Es scheint wenig dazwischen zu geben. Wie gehst Du damit um?

Ich bin nicht auf der Welt, um es allen recht zu machen. Wenn ich versuche, es allen recht zu machen und mich für alle verbiege, würde ja nichts mehr übrigbleiben von der Essenz, die mich ausmacht, von der Person, die ich bin. Und natürlich polarisiere ich, weil ich eine Meinung habe, die feststeht und mit der ich auch hausieren gehe, die ich ja auch öffentlich vertrete. Natürlich mag ich es nicht, wenn sich andere Menschen angegriffen fühlen, aber ich kann nicht etwas leben, was ich einfach nicht bin. Dann müsste ich vielleicht wirklich Politiker werden. (grinst) Natürlich bin ich nicht perfekt, mache Fehler, verrenne mich. Kann mich aber auch entschuldigen, kann meine Fehler eingestehen. Wenn man mich lässt. Nicht jeder ist dazu bereit. Ohne diese Fähigkeit, könnte ich aber gar keine Musik machen oder meine eigenen Texte schreiben und dabei für mich selbst einstehen.

Du bist auch sehr sozial engagiert.

Ja, irgendwie ist alles mittlerweile so sehr miteinander vernetzt. Musikschule, Kulturförderung, junge Menschen lehren, sie coachen. Falls man das als sozial engagiert bezeichnen kann. Ich bin ja nicht der Streetworker.

Nein, bist Du nicht, aber Du bist trotzdem sehr aktiv in der Jugendarbeit, mit ca. 40 ehrenamtlichen Veranstaltungen im Jahr. Eher leise arbeitest Du hier in die Stadt hinein, ohne Dich in den Vordergrund zu stellen.

Es geht ja auch nicht um mich, sondern um die Förderung der jungen Leute. Natürlich spricht sich das auch rum und kommt dann wieder unserer Musikschule zugute und anderen jungen Leuten wie Melina Fuhrmann oder Steven Stegnitz, die man dann auch wieder gezielter fördern kann. Das wird sicher durch die allgemeine Vernetzung untereinander einfacher.

Meinst Du, dass in Lüdenscheid dadurch ein Aufbruch in der Kulturszene ganz allgemein zu verzeichnen ist?

Das ist ganz unterschiedlich zu bewerten. Einerseits passiert viel innerhalb der Kultur- szene hier in der Stadt, aber da das Angebot mittlerweile groß ist, kommt es eben auch vor, dass bei richtig guten Veranstaltungen weniger Zuschauer da sind als früher. Weil es sich dann eben mehr verteilt. Die Vernetzung unter den Clubs ist schon gar nicht verkehrt und beginnt auch gut anzulaufen. Leider ist die Vernetzung unter den jungen Musikern noch verbesserungswürdig. Da kann und darf noch einiges passieren.

Es kommen immer wieder junge Musiker direkt auf mich zu und suchen einen Bassisten oder Sänger für ihre Band und fragen mich, ob ich ihnen nicht helfen kann. Das könnte definitiv noch besser laufen.

Du bist ja so etwas wie ein zentrale Figur hier in Lüdenscheid. Eine Anlaufstelle für junge Musiker.

Ja, für einige, aber nicht für alle. Was auch gut so ist.

Das führt mich direkt zu Deiner Lehrtätigkeit. Du bist ja nicht nur Musiker, sondern auch Lehrer, hast auch das studiert.

Sozialarbeit und Erziehungswissenschaften. Zu mehr hat es nicht gereicht. (lacht und findet es lustig, dass ich ihn eher entgeistert anstarre)

Also ich finde schon, dass es ausreicht. Sieht jedenfalls alles sehr folgerichtig aus. Du hast die Lehrtätigkeit, die Du eh schon seit 1996 in der Music Store Musikschule ausübst, auf ein solides Fundament gestellt.

Ich hatte halt zu Anfang meiner Musikschultätigkeit noch nicht so viel zu tun. Womit füllt man leere Zeit? Am besten mit Bildung. Und die Studiengänge sollten einen Kontext haben zu der Tätigkeit, die ich eh schon machte. Hat mir Spaß gemacht, viele neue Kontakte zu netten Menschen gebracht. Und Erkenntnisse für mich selbst.

Dein Fokus liegt wohl immer auf dem Menschen.

So sollte es sein. Oder etwa nicht?

Ist doch eher ungewöhnlich. Sind Musiker nicht Egoisten?

Eher Egozentriker würde ich sagen, was auch gut ist, weil wir in der Gesellschaft Leute brauchen, die auch mal gegen den Mainstream schwimmen. Man kann als Musiker nicht ohne eine gewisse Egozentrik leben. Wenn das nicht so wäre, und sich jeder Künstler nur noch nach der Allgemeinheit richten würde, gäbe es nur noch gefällige Musik, die sich nur innerhalb der Norm bewegt. Das ist dann nicht mehr der Sinn von Kunst. Wobei man sagen muss, dass auch das SONNABEND-Album sich eher im konservativen Bereich bewegt. Mit eingängigen, guten Texten. So wird es mir zumindest von außen reflektiert. Ich wollte nach längerer Zeit mit vielen Kompositionen, eher Inhalte und Text in den Vordergrund stellen, als die Musik. Das ist mir, glaube ich ganz gut gelungen, zumindest, wenn man den Leuten glauben darf, die etwas von Musik verstehen und dementsprechend beurteilen können.

Ich nehme Dich auch so wahr, dass Du in allem was Du tust, FÜR Menschen arbeitest, niemals dagegen. Du bereicherst Menschen eher, hast Geduld, bist langmütig und investierst in sie. Du bist ständig auf Achse, gönnst Dir wenig Ruhe. Ist Dir das alles nicht manchmal einfach zu viel?

Es ist eine Menge Arbeit, Du hast schon recht. Du musst ein gutes Zeitmanagement haben und Dich auch mal zwei Wochen zur Erholung komplett rausnehmen können. Einfach abschalten, niemanden sehen. Aber ja, manchmal geht das, was ich alles so mache schon an die Grenze des Schaffbaren.

Wie geht es denn nach diesem turbulenten Jahr weiter mit Deiner Band SONNABEND.

Es gibt viele positive Rückmeldungen, auch von öffentlich, rechtlichen Sendern wie WDR2 oder HR3 oder ähnlichen, die auch 10-minütige Features mit und über uns gesendet haben, die durchweg positiv waren. Anscheinend trifft die Musik doch den Nerv relativ vieler Menschen, so dass wir daran glauben, dass sie richtig erfolgreich werden könnte. Wir haben jetzt ca. 20 Konzerte gespielt, echt schöne Konzerte, mal voll mal etwas leerer. Wobei ich sagen muss, dass es nicht darauf ankommt, wie VIELE Menschen vor der Bühne stehen, sondern WELCHE. Das nächste Konzert von SONNABEND wird im neuen Jahr direkt in der Nähe stattfinden, nämlich am 24.1.2015 hier im Kulturhaus zusammen mit der Musikschulband Funktastic. Es wird dabei auch einige Special-Aktionen geben, über die ich aber noch nicht sprechen darf.

SONNABEND, das bist doch von all Deinen Bands am ehesten Du.

Da ich die Texte und die Musik selbst geschrieben habe, hat SONNABEND natürlich auch am meisten mit mir zu tun und liegt mir am Herzen. Was aber so besonders an dieser Band ist, ist, dass wir als Bandmitglieder einfach unser Herz teilen, uns so gut verstehen, in den meisten Dingen so eins sind. Das ist schon ungewöhnlich. Von daher machen wir schon deshalb weiter, weil wir einfach weiter ZUSAMMEN spielen wollen.

Ihr seid einfach richtige Freunde.

Ja, so könnte man es sagen. Das ist wohl richtig.

Du hast aber auch noch andere Bands, z.B. mit Christian Breddermann zusammen.

Ja, die Band Ich&Du, die Du ja bestens kennst. Wo ich mich freundschaftlich mit Christian battle. Dann Jamis, wo es gar nicht mehr so sehr darum geht, Musik auf die Beine zu stellen, sondern möglichst viele und unterschiedliche Musiker zusammen zu bringen. Und natürlich das Adonis Salon Orchester, mit dem ich am 26.12. im Kulturhaus auftrete und das immer ausverkauft ist, Jahr für Jahr. Bei dieser Band, in der ich Schlagzeug und Gitarre spiele und auch singe, geht es darum, dass wir bestimmte Themen interpretieren, z.B. Krimimusik oder die Musik der Bohème oder ähnliches. Auch ein spannendes Projekt, das nie langweilig wird.

Du bist auch seit sieben Jahren Vorsitzender von Kultstädte e.V.

Ja, das „verflixte“ 7. Jahr ist gerade vorbei. Wir machen viel mit dem Kulturhaus zusammen, fördern gute Musikevents, versuchen das kulturelle Leben in Lüdenscheid zu inspirieren. Wenn ich junge Leute fördern will, muss ich eine Plattform schaffen, um sie fördern zu können. Dafür wurde Kultstädte gegründet. Damit haben wir die Möglichkeit geschaffen, Bands von auswärts in die Stadt zu holen, bei denen junge Leute wiederum die Möglichkeit haben, mit aufzutreten. Oder sich einfach inspirieren zu lassen. Und haben dabei eine Plattform für eine bestimmte Art von Musik geschaffen. Eher Musik in Richtung Rock, Pop, Jazz. Daraus ist mittlerweile ein lebendige Szene entstanden. Was Kultstädte entgegen kommt. Wir können uns nun eher etwas zurücknehmen und nach neuen Herausforderungen suchen.

Das zieht sich wie ein roter Faden durch alles, was Du tust. Du förderst, bringst die Dinge zum Laufen und ziehst Dich dann zurück und lässt sich die Menschen eigenständig weiter entwickeln. Du lässt sie los und freust Dich darüber, wenn sie selbst laufen können.

Das ist wohl meine erste Intention, mein Wissen weiter zu geben, mich dabei selbst weiterzubilden, meinen erworbenen Backround dann wieder weiter zu vermitteln. Menschen ein Stück in die Richtung zu begleiten, die ihren Fähigkeiten entspricht und sie selbstbewusster und reicher an Erkenntnis, ihren Weg gehen zu lassen.

Ein gutes Wort zum Schluss. Das viel über ihn aussagt. Klaus hat den nächsten Termin und muss weg. Ich habe noch viele Fragen, z.B. zu seiner Tätigkeit als Singer/Songwriter. Zu seinen Fernsehauftritten. Zu seiner Single mit Yassmo, die auch in diesem Jahr erschienen ist und die mir persönlich richtig gut gefallen hat. Viele Fragen zu ihm als Person, die mich interessieren würden. Aber die müssen warten. Vielleicht auf ein nächstes Mal. Wenn er mal wieder Zeit hat …

 

 

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