Hans Werner Scharnowski in seinem Haus in Schalksmühle. Fotos: Kannenberg

Lüdenscheid. Wer ist eigentlich Hans Werner Scharnowski? Das habe ich mich auch lange gefragt. Ich kannte ihn als Chorleiter seines Riesenchors „Living Gospel“ aus Schalksmühle seit 2007. Meistens sah ich mir den in der Weihnachtszeit irgendwo in Lüdenscheid oder Umgebung an. Und ihn davor. Von hinten. Wie das so ist bei Dirigenten. Vor einem Chor, den man nicht so leicht vergisst. Gewaltige Stimmen, bei denen man den Eindruck hat, es fegt einem ein Sturm um die Ohren, sobald er loslegt. Dirigiert von Hans Werner.



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Bei der Chorprobe mit Living Gospel in Schalksmühle. Hansi ist der Dirigent im Schalke-T-Shirt.
Bei der Chorprobe mit Living Gospel in Schalksmühle. Hansi ist der Dirigent im Schalke-T-Shirt.

Eher klein, dunkelhaarig, Brille. Jemand, der einem auf dem ersten Blick gar nicht so auffällt. Aber dafür auf den zweiten umso mehr. Er hat Präsenz. Ausstrahlung. Ist sehr lebendig, steht kaum jemals still, springt von rechts nach links über die Bühne. gestikuliert, arbeitet mit dem ganzen Körper.

Er lacht gerne, reißt seine Chorleute mit, strahlt eine Energie aus, der sich niemand entziehen kann. Und ist dabei sanftmütig. Er muss nie schreien, man hört ihm sofort gespannt zu, sobald er den Mund aufmacht.

Gymnastische Übungen stärken die Gesangsmuskeln;-)
Gymnastische Übungen stärken die Gesangsmuskeln;-)

Er dirigiert mit leichter Hand seinen Chor, der von Jahr zu Jahr bekannter wird. Dieser Gospelchor hat es tatsächlich in sich. Ist auf dem Weg nach ganz oben. National, aber auch international. 2014 hat er dazu noch das Hymnenprojekt zusammen mit seinem Freund Christian Schnarr ins Leben gerufen. Ebenfalls ein Chorprojekt mit 200 Sänger/innen und vielen Solisten.

Hans Werner hat schon so viele CD´s produziert, dass er selbst da manchmal den Überblick verliert, hat mit jeder Größe aus der christlichen Musikzene gemeinsam Musik gemacht und wohnt dabei immer noch ganz schlicht im kleinen Schalksmühle. Noch, denn im Moment will er sein Haus samt Tonstudio verkaufen. Er zieht nach Münster, um dort als erster und bisher einziger POP-Kantor des Evangelische Kirchenkreises Münster zu arbeiten.

Dort wird er das bestehende Angebot der klassischen Kirchenmusik durch Pop- und Gospelmusik ergänzen. Zu seinen Aufgaben wird u.a. die Konzeptentwicklung für das Feld Popularmusik sowie eine projektorientierte Arbeit in den Regionen des Kirchenkreises gehören. Der Evangelische Kirchenkreis Münster ist der erste Kirchenkreis in der Evangelischen Kirche von Westfalen, der eine Stelle als Popkantor besetzt. Also ein Prototyp. Sehr spannend!

Ich besuche ihn zu Hause, in seinem gemütlichen Haus, bekomme einen Kaffee und freue mich, dass er Zeit für mich hat.

Hansi, danke, dass Du Dir die Zeit nimmst für „Unser Lünsche“. Du bist ja einer der erfolgreichsten und berühmtesten Musiker weit und breit hier bei uns in Südwestfalen.

Diszipliniertes Üben macht den Meister.
Diszipliniertes Üben macht den Meister.

Na ja, berühmt ist nicht so mein Ding, aber ja, ich habe schon sehr viel gemacht. Bin ja auch schon seit 30 Jahren im Musikbusiness vertreten. Da kommt so einiges zusammen.

Du hast Musik richtig studiert oder bist Du da so quer reingerutscht?

Ich habe an der Folkwang Musikhochschule in Essen und an der Hamburger Musikhochschule richtig Musik studiert. Mit ganz echtem Abschluss (lacht). Heute betreibe ich das „Hit’n Run Studio“ hier in meinem Haus. Dort produziere ich für viele Verlage, Interpreten und Projekte CDs.

Du hast ja schon mit allem zusammengearbeitet, was Rang und Namen hat in der christlichen Musikszene und bei weitem nicht nur in der.

Auch für mich eine sehr spannende und zukunftsträchtige Sache.
Man sieht und hört ihm gespannt zu. Er ist jemand, von dem man gerne etwas lernt.

Ja, besonders in den 80er und 90er Jahren gab es in der christlichen Musikszene ja richtige Superstars. Dazu gehörten Hella Heinzmann, mit der ich sehr viel gemacht habe und die bis zu ihrem leider sehr frühen Tod ein gute Freundin unserer Familie war. Aber auch Cae Gaunt, Johannes Nitsch, Lothar Kosse oder Albert Frey gehören zu den Künstlern, mit denen ich zusammenarbeite oder gearbeitet habe. In mehr als 700 Konzerten war ich in den vergangenen 20 Jahren zudem Begleiter der Stuttgarter Sängerin Beate Ling. Bis heute geben wir gemeinsam in den unterschiedlichsten Sälen und Kirchen im deutschsprachigen Raum Konzerte. Seit 2010 spielen wir außerdem mit dem Klarinettisten und Saxophonisten Eugen Wall zusammen.

Du bist sehr breit aufgestellt. Wie kam es dazu?

Living Gospel in Action. Hier bei einem Konzert in Wuppertal.
Living Gospel in Action. Hier bei einem Konzert in Wuppertal.

Ich habe ja erst einmal einfach Musik studiert. Hatte aber von Anfang an das Glück, immer die richtigen Leute zu treffen und die Möglichkeit, mich in allen Bereichen der Musik weiterzuentwickeln. Ich arbeite heute ja als Musiker solo, als Chorleiter, seit 2003 als musikalischer Leiter bei ProChrist und Workshop-Leiter für verschiedene Chöre. Zudem als Komponist, zum Beispiel für die Musicals „Hoffnungsland“ (mit Johannes Nitsch) und „Noch einmal Kapernaum“ (Text Jürgen Werth). Außerdem bin ich als musikalischer Leiter des Gospelchores „Living Gospel Schalksmühle“ mit 80 Sängerinnen und Sängern und Band auf Bühnen in ganz Deutschland unterwegs. Aber ich habe halt auch hier im Haus mein Studio, in dem mehrere 100 Musiker bereits ihre Aufnahmen produzieren konnten. Zudem biete ich auch Konzerte an, Workshops und Veranstaltungen, die ich als Musical Direktor leite.

Und Du bist bekennender Schalke Fan. Das dürfte ein schweres Los sein, hier im schwarzgelben Sauerland.

Die Kutte steht ihnen allen richtig gut.
Die Kutte steht ihnen allen richtig gut.

Ja, ein Laster muss man ja schließlich haben;-) Ich komme ja ursprünglich aus dem Ruhrpott, genauer gesagt aus Gelsenkirchen. Da wächst man eben blauweiß auf. Und die Liebe zu diesem Verein habe ich mir auch erhalten. Ich kann nicht anders, mein Herz schlägt blauweiß.

Was konkret bedeutet, dass Du mit Deinem Leben spielst und mitten in Schalksmühle ein Schalke T-Shirt trägst. Schalksmühle – Schalke irgendwie sehe ich da ja auch zumindest im Namen eine Verbindung. Ist mir bis gerade gar nicht aufgefallen;-) Aber ich nehme an, das hat Dich unbewusst irgendwie hierhergezogen.

Das mit dem Namen könnte stimmen. Jetzt wo Du´s so sagst. Das mit dem T-Shirt? Ach, so sehe ich das eigentlich gar nicht. Ich trage das Shirt mit Stolz (schmunzelt). Sind halt meine Wurzeln, die sollte niemand verleugnen müssen. Ich bin einfach auch ein richtiger Fussballfan. Durch und durch. Ich weiß noch gar nicht, wie das jetzt in Münster werden soll. Da spielt ja Fußball keine sooo große Rolle. Komme ich da vielleicht auf Entzug? Zum Glück ist es nicht weit ins Ruhrgebiet mit seinen Arenen. Na ja, ich bin ja auch viel hier. Kann mich nicht so einfach trennen von meinem Sauerland. Ich wohne jetzt schon so lange hier, das prägt doch sehr.

Warum ziehst Du denn jetzt nach Münster? Hast Du keine Lust mehr auf uns? Du bist doch hier quasi eine Institution.

Das Hymnenprojekt. Hier mit der Sängerin Yasmina Hunziger.
Das Hymnenprojekt. Hier mit der Sängerin Yasmina Hunziger.

Das war eigentlich nicht meine Idee. Unsere Kinder sind ja jetzt aus dem Haus, mein Sohn lebt mittlerweile sogar in England. Alle drei führen ihr eigenes Leben und sind glücklich dabei. Aber seit 2010 hat meine Frau Barbara so eine innere Unruhe erfasst. Wie ein Ruf, könnte man sagen. Sie, die immer sehr geerdet war hier in Schalksmühle, hatte zunehmend das Gefühl, dass noch einmal etwas neues in unser Leben kommt. Eine ganz große Veränderung. Ich konnte das erst gar nicht sehen. War komplett dagegen. Aber sie ließ nicht locker. Und sie kann sehr hartnäckig sein. Ich habe mich über die Jahre zunehmend drauf eingelassen, auch mal in eine andere Richtung zu denken, wusste aber wirklich nicht, was genau noch passieren könnte. Es lief gerade alles gut. Chor, Arbeit, mein Hymnenprojekt etc. Da machte mich ein Freund darauf aufmerksam, dass der Evangelische Kirchenkreis Münster eine Stelle einrichten wollte als Pop-Kantor. Etwas ganz neues.

Um verstärkt auch jüngere Leute anzusprechen, nehme ich an?

Beim CD Release des Hymnenprojektes 2015  in Schalksmühle. Vor vollem Haus.
Beim CD Release des Hymnenprojektes 2015 in Schalksmühle. Vor vollem Haus.

Ja, der Trend geht nun mal zusehends weg von der traditionellen Orgelmusik und den Chorälen aus dem 15. Jahrhundert hin zu moderner Musik. Beides hat ja seine Berechtigung und das alte Liedgut hat ja auch viele begeisterte Liebhaber, aber selbst in der Orgelmusik kommt es unaufhaltsam zu neuen, spannenden Trends, es gibt mutige Kirchenmusiker, die die Orgel ganz neu erfinden.

Tatsache ist aber auch, dass es in sehr vielen Gemeinden ganz moderne Rock und Pop Bands gibt, die Sonntags und auch in der Woche den Gottesdienst bestreiten, zu Worship-Events einladen und auf Freizeiten Musik mit den jungen Leuten machen. Eine Musik, die viele anspricht und die auch viele mitmachen können. Schließlich ist es einfacher, eine Gitarre mit zum Unterricht zu schleppen, als eine komplette Orgel. Und auch irgendwie flexibler 😉 Die christliche Musik ist heute genauso breit gefächert, wie die säkulare. Da gibt es keinen Unterschied.

Wolltest Du denn konkret nach Münster?DSC_0576

Nein, eigentlich nicht. Meine Frau wollte Richtung Hamburg. Ich wollte hier bleiben. Münster ist jetzt unser beider Kompromiss. Flaches Land für Barbara. Schnelle Anbindung an meine musikalische Heimat für mich. Als Musiker, der so viel unterwegs ist, ist es einfach besser, nicht ganz weit oben im Norden zu wohnen, sondern mittendrin. NRW liegt da an schon strategisch sehr günstig. Das mit Münster hat sich dann ja so ergeben und uns beide zufrieden gemacht. Damit können wir leben.

Es gibt im Moment einen großen Trend hin zur Chormusik. Allein für das Luther Pop-Oratorium im Oktober in der Westfalenhalle kommen ja dieses Jahr 3000 Chorsänger zusammen. Aber auch sonst macht Chor wieder vielen Menschen richtig Spaß.

Zusammen mit Christof Lang wurde dieses erfolgreiche Projekt realisiert.
Zusammen mit Christian Schnarr wurde dieses erfolgreiche Projekt realisiert.

Das ist wohl so. Es macht den Menschen anscheinend wieder große Freude, zusammen zu singen. Ein Chor ist etwas, in dem man sich gemeinsam entwickeln kann, ein gemeinschaftliches Erlebnis hat, bei dem man zusammenwächst. Freunde gewinnt. Wie eine große Familie. Das macht wirklich Spaß.

Und das machst Du jetzt auch in Münster. Zu Deiner Arbeit gehören mehrere Chöre, die Du leiten wirst. Neben vielem anderen. Und das als erster Pop-Kantor überhaupt. Auch ein Riesenschritt der Kirche. Meiner Meinung nach schon lange überfällig und absolut in die richtige Richtung.

Ja, ich habe mich sehr gern in Münster beworben. Und wurde gleich eingeladen zum Vorstellungsgespräch. Auch für mich eine sehr spannende und zukunftsträchtige Sache. Und sehr aufregend, bei diesen neuen Wegen, die die Landeskirche da geht, maßgeblich mitarbeiten zu dürfen.

Was mich jetzt nicht wundert, bei Deiner Vorgeschichte.

Ja, gut, aber ich bin ja auch nicht mehr der jüngste. Ich habe mir in meinem Alter gar nicht viele Chancen ausgerechnet. Dachte, die wollen sicher jemand jüngeren. Ich bin da einfach hingegangen, ohne große Erwartungen. Dachte, nun gut, wenn sie Dich nehmen, dann freust Du dich, wenn nicht, dann bist Du nicht enttäuscht, denn dann wars eben nicht DEIN Weg. Aber ich bin durch alle Vorgaben und Prüfungen so durchgerutscht und war schließlich derjenige, der die Stelle bekommen hat.

Auf dem Klavier stehen immer zwei Schüsseln mit Süßigkeiten. Weil immer irgendjemand gerade Geburtstag hat in dem Riesenchor. Und das wird dann nicht begossen, sondern statt dessen ordentlich begessen. Hoch die Snickers!
Auf dem Klavier stehen immer zwei Schüsseln mit Süßigkeiten. Weil immer irgendjemand gerade Geburtstag hat in dem Riesenchor. Und das wird dann nicht begossen, sondern statt dessen ordentlich begessen. Hoch die Snickers!

Ich war lange selbstständig. Was nicht immer einfach ist. Und gerade in den letzten Jahren hatten wir auch viele spannende Zeiten, in denen es manchmal extrem erfolgreich vorwärts ging, um dann wieder extrem einzubrechen. Ups and Downs. Das kann mitunter ganz schön an die Nerven gehen. Das kennt sicher jeder Selbstständige. Jetzt bin ich fest angestellt, lerne viele interessante Menschen kennen, die mir wieder ganz neue Perspektiven eröffnen und habe dabei das sogar eine gewisse Sicherheit im Rücken. Ein gutes Gefühl.

Und meine Frau hatte recht. Es beginnt noch einmal was ganz neues. Manchmal ist es einfach gut, auf sein Herz und seine Intuition zu hören. Hätte ich weiter dicht gemacht, wäre dieser interessante Lebensabschnitt an mir vorüber gezogen und wer weiß, vor welche Wand ich dann gefahren wäre. Man ist auch nie zu alt für Veränderung. Im Gegenteil, man bleibt jung dadurch.

Das kann ich bestätigen. Du wirkst sehr jung und sehr fit. Ich kann es auch wirklich nicht glauben, dass Dein Geburtsdatum echt ist. 1954? Das ist ein Fake oder?

Hansi und seine Frau Barbara. Zusammen sind sie ein starkes Team.
Hansi und seine Frau Barbara. Zusammen sind sie ein starkes Team.

Das findet er lustig. Seine Augen blitzen. Wenn er wirklich 61 Jahre alt ist, dann will ich diese Gene auch haben, jetzt sofort. In diesem Alter ist es also durchaus möglich, alle Jüngeren auch bei der Suche nach Arbeit auszustechen. Ein Ansporn für alle, die denken sie seine zu alt, um noch einmal etwas neues zu beginnen. Hier sitzt jemand vor mir, der in einem Alter, in dem sich viele zur Ruhe setzen gerade nochmal richtig durchstartet. Und dem man ansieht, welche Freude er an seinem Leben hat.

Kannst Du denn Deine anderen Projekte weiterverfolgen? Was wird z.B. aus Living Gospel?

Ja, das ist so festgelegt, dass ich das weitermachen kann. Ich werde jede Woche pünktlich zu den Chorproben da sein und auch sonst den Chor weiter betreuen wie eh und je. An dem Chor hängt ja auch mein Herz. Den könnte ich nicht so einfach aufgeben.

Der Chor wächst und wächst und wächst. Und die Sänger dieses Chores sind außergewöhnlich, nehmen teilweise auch schon ihre eigenen CD´s auf oder sind gefragte Solisten und Studiomusiker. So wie der Sänger Björn Bergs z.B. oder Deine Tochter Janina, die eine sehr begabte Sängerin ist. Wo geht das hin? Ihr seid jetzt auf 80 Personen in 10 Jahren angewachsen, habt euch jedes Jahr irgendwie multipliziert. Auf die nächsten 10 Jahre hochgerechnet müsstet ihr dann irgendwann 8000 sein.

Seine Sänger sind alle offensichtlich im digitalen Zeitalter angekommen und finden sich dort bestens zurecht.
Seine Sänger sind alle offensichtlich im digitalen Zeitalter angekommen und finden sich dort bestens zurecht.

Er lacht.

Gott bewahre. Nein, wir sind ja nicht die Fischer-Chöre. Wir sind jetzt so groß, dass wir gut funktionieren und alle noch den Überblick haben. Wir achten mittlerweile sehr darauf, wer zu uns in den Chor kommt. Wer mitmachen will, muss sich harter Kriterien stellen, macht z.B. einfach erst mal ein halbes Jahr bei den Proben mit und muss dann vorsingen. Und dann kann es immer noch sein, dass wir „nein“ sagen. Nicht, weil wir jetzt abheben und uns für was besseres halten, sondern weil wir eine große Nachfrage haben und einfach nicht alle nehmen können.

Der Chor ist auch nur deshalb so gut, weil es so viele engagierte Menschen darin gibt. Mit großen Herzen, die sich überdurchschnittlich einsetzen. Das muss man erst mal bringen, die ganze Woche in einem anstrengenden Beruf zu arbeiten und dann noch zu den Chorproben abends kommen und zu den Stoßzeiten der Auftritte im Herbst und Winter mal eben noch zwei, drei Auftritte am Wochenende hinzulegen. Das muss man dann schon wollen.

Oh ja, und Deine Leute wollen ganz offensichtlich. Die ganze Atmosphäre ist so fröhlich und entspannt und dabei 100 Prozent echt. Aber, was wird denn jetzt aus Dir und Barbara? Werdet ihr wirklich wegziehen? Ins flache Land? Nach so vielen Jahren Schalksmühle?

Sein Herz hängt an seinem Chor, an Schalksmühle  und an Schalke 04. Ein gutes Fundament, um die restliche Welt zu erobern.
Sein Herz hängt an seinem Chor, an Schalksmühle und an Schalke 04. Ein gutes Fundament, um auch noch die restliche Welt zu erobern.

Wir suchen im Moment ja noch einen Käufer für unser Haus. Aber wir haben schon eine Wohnung in Münster im Auge, in die wir gern einziehen würden, weil sie auch sehr zentral liegt. Ich werde immer mit einem Teil meines Herzens Sauerländer sein, so wie ein Teil von mir in der „Arena auf Schalke“ sitzt. Man kann seine Wurzeln nicht verleugnen. Oder seine Prägung.

Dieses raue Sauerland war gut zu uns. Wir sind ein Teil davon geworden und werden es bleiben. Ein anderer Teil wird sich weiterentwickeln, das Beste von hier mitnehmen und das Beste des Neuen wieder hier einfließen lassen. Durch die ganzen Projekte, die mit Lüdenscheid und Schalksmühle und jetzt auch mit Münster verbunden sind. Und durch die Menschen, die wir sehr schätzen. Aufregend und sehr spannend wird es auf jeden Fall.

 

 

 

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