Für seine Praktika unter dem Motto "Freitag ist DienstTag" enthält der SPD-Mann keine Entschädigungen.Foto: privat

Kierspe/Lüdenscheid. Um 1.30 Uhr klingelte der Wecker und gab den Startschuss für Gordan Dudas zu seinem Tagespraktikum aus der Reihe „Freitag ist DienstTag“ bei der Bäckerei Gießelmann. Auf Einladung des Inhaber-Ehepaares Andrea und Ralf Gießelmann konnte der Landtagsabgeordnete einen Tag in Backstube und Verkauf miterleben und an mehreren Stellen auch Hand anlegen.

Start in Bergneustadt

Los ging es um 2.30 Uhr in Bergneustadt in der Backstube. Inhaber Ralf Gießelmann zeigte Tagespraktikant Dudas zunächst die Backstube und erläuterte die verschiedenen Maschinen die dort in Betrieb sind. Danach ging es auch schon los mit der praktischen Arbeit. „Ich durfte mich am Rundwirken eines Brotlaibes ausprobieren. Dabei wird der Teig – vereinfacht gesprochen – in Form gebracht und gestrafft“, so Dudas erste Erfahrung. Dann ging es weiter: Teig für die Schokobrötchen gefaltet und in Form gebracht sowie Käse-Schinken-Croissants aufgerollt. Außerdem durfte Dudas den Herstellungsprozess eines Baguettes begleiten.

Hier kommen leckere Brötchen aus dem Ofen. Foto: privat
Hier kommen leckere Brötchen aus dem Ofen. Foto: privat
Dudas als Aushilfe in der Konditorei. Foto; privat
Dudas als Aushilfe in der Konditorei. Foto; privat

Anschließend ging es dann in die Konditorei, wo er der Konditorin helfen durfte, die Torten zu bestücken und zu garnieren. Bei dieser Arbeit ist viel Kreativität und Liebe zum Detail gefragt.

Auf die Kunden losgelassen

Dann ging es zur zweiten Station nach Kierspe in die dortige Filiale der Bäckerei Gießelmanns. Nach einer kurzen Stärkung mit einem Bäckereifrühstück wurde der heimische Abgeordnete sprichwörtlich auf die Kunden ‚losgelassen‘. Neben dem Verkauf übernahm er die verschiedenen anderen Aufgaben, die in der Filiale anfallen: „Brötchen in den Ofen schieben und nach dem Backen auch wieder herausholen, aber auch laufend notwenige Reinigungsarbeiten habe ich erledigt“, berichtet er.

Billiganbieter ein Problem

„Natürlich ist auch beim Bäckerhandwerk vieles zu beachten. Manch bürokratischer Akt kostet Zeit, etwa bei der Dokumentation im Bereich der Hygiene. Aber natürlich ist das auch wichtig, denn die Anforderungen an die Backprodukte steigen ständig“, stellte Dudas zu den Rahmenbedingungen des Bäckerhandwerkes fest. Zudem befänden sich auch Bäckereien in einem harten Wettbewerb. „Die Konkurrenz durch Billiganbieter, bei denen häufig nur mindere Qualität angeboten wird, ist für die traditionellen Handwerksbäcker natürlich ein Problem. Gleichzeitig ist aber klar, dass es dort keine hochwertigen Produkte wie bei richtigen Bäckern gibt. Mein Appell daher: Auch beim Brotkauf immer daran denken, was man tatsächlich bekommt. Es ist wichtig, dass gerade die klassischen Bäckereien als Handwerksbetriebe vor Ort gestärkt werden. Denn dadurch wird nicht nur das örtliche Angebot erhalten, sondern auch die Arbeitsplätze sowie qualifizierte Ausbildungsplätze werden gesichert“, betont Dudas.

Handwerkliches Geschick und Kreativität

Sein Fazit: „Die hohe Qualität der Bäckereiprodukte ist bemerkenswert. Zwar kannte ich schon vorher den leckeren Geschmack eines guten Brotes, aber vieles von den Arbeitsschritten über die Zutaten hin zum fertigen Produkt habe ich heute erst kennengelernt. Eine wichtige Komponente dabei ist natürlich auch die Vielseitigkeit der einzelnen Berufe. Handwerkliches Geschick und Kreativität sind für Bäckerin und Bäcker, Konditorin und Konditor extrem wichtig. Und die Bäckereifachverkäuferinnen beweisen tagtäglich großes Engagement und Fachwissen über die einzelnen Produkte. Freundlichkeit und Kompetenz gegenüber den Kundinnen und Kunden sind selbstverständlich, Kundenwünsche werden schnell und gerne erfüllt“.

Im Gießelmann-Verkaufsteam fühlte sich der Politiker wohl. Foto: privat
Im Gießelmann-Verkaufsteam fühlte sich der Politiker wohl. Foto: privat

„Für meine politische Arbeit nehme ich mit, dass das Bäckerhandwerk ein faszinierender und wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft ist. Brot ist Kulturgut. Außerdem werde ich noch stärker bei politischen Entscheidungen daran denken, welche Belange etwa für das Handwerk und den Einzelhandel wichtig sind“, so der Landtagsabgeordnete abschließend.

Text und Fotos wurden vom Büro des SPD-Landtagsabgeordneten Gordan Dudas zur Verfügung gestellt.

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