Karl-Michael Dommes: "Sparen bleibt über alle Alterklassen und Einkommensgrenzen hinweg von essentieller Bedeutung."

Lüdenscheid. Am 28. Oktober jährt sich der Weltspartag zum 92. Mal. Für die Volksbank im Märkischen Kreis ist dieser Tag traditionell Anlass, an die Bedeutung des Sparens zu erinnern. „Sparen ist über alle Altersklassen und Einkommensgrenzen hinweg nach wie vor von essentieller Bedeutung – daran ändert auch der von der Europäischen Zentralbank verordnete Niedrigzins nichts“, sagt Vorstandsprecher Karl Michael Dommes.

Bank erwartet 2300 junge Kunden

Auch die jungen Sparer, die vom 27. bis 31. Oktober anlässlich des Weltspartages besonders angesprochen werden, lassen sich durch die niedrigen Zinsen nicht entmutigen. Die Bank rechnet damit, dass an den drei Tagen rund 2300 junge Kunden ihre Spardosen leeren werden und ihre Konten mit etwa 190.000 Euro auffüllen werden. Dafür gibt’s kleine Geschenke von der Bank. Sie erhalten die Freundschaft.

Weltspartag – seit 1924 ist er eine große Sache, vor allem für Kinder. Macht das Sparen angesichts von Mini- oder gar Nullzinsen in der heutigen Zeit überhaupt noch Sinn? Für Roland Krebs lautet die Antwort ganz klar ja. Aber: „Die Kunden, auch die jungen, sollten über den Tellerrand schauen“, empfiehlt er.

Altersvorsorge wichtiges Thema

Private Altersvorsorge sei ein wichtiges Thema. Außerdem: „Wer mit Wertpapieren Risiken eingeht, wird auf lange Sicht belohnt“, sagt der Fachmann. Nerven müsse man allerdings schon haben. „Auch zurzeit schwanken die Kurse kräftig.“ Wer aber sieben bis zehn Jahre Geduld aufbringe, der könne schon mit Renditen von sieben bis acht Prozent rechnen.

Deutsche nehmen das Sparen ernst

Die Deutschen bleiben, auch in der Niedrigzinsphase, ein Volk der Sparer. Viele nehmen das Sparen ernst. 2015 legten sie im Durchschnitt 9,7 Prozent ihres verfügbaren Einkommens auf die hohe Kante. Dieser Wert, so Roland Krebs, werde auch 2016 erreicht. „Der prognostizierte Abfall auf eine Quote von etwa sieben Prozent ist ausgeblieben.“

Roland Krebs räumt ein: „Viele Menschen sind von der Vermögensentwicklung abgekoppelt, auch wenn die Geldvermögensbildung einen Höchststand erreicht hat.“

Geschäftsentwicklung zufriedenstellend

Mit der eigenen Geschäftsentwicklung bis zum Ende des dritten Quartals ist die Bank zufrieden. . Das Kreditgeschäft habe sich nach einem überdurchschnittlichen Wachstum im vergangenen Jahr beruhigt. Im Bereich der Baufinanzierung wachse es bei der Volksbank im Märkischen Kreis mit einem Plus von 4,7 Prozent stärker als das generelle Marktwachstum. „Wir gewinnen Neukunden zurzeit überwiegend über die Baufinanzierung“, sagte Roland Krebs.

Einlagengeschäft auf Vorjahresniveau

Das Firmenkreditgeschäft laufe zurückhaltender als im Vorjahr. Allerdings sei derzeit aufgrund des anhaltend niedrigen Zinsniveaus eine merkliche Nachfrage nach Vorratsinvestitionen zu verspüren.

Das Einlagengeschäft laufe auf Vorjahresniveau. Die Tendenz zur täglich fälligen Anlage sei erhalten geblieben. Im Wertpapiergeschäft halte die typisch deutsche Zurückhaltung an. In den vergangenen Wochen sei allerdings eine verstärkte Nachfrage nach Fondssparplänen zu bemerken gewesen.

 

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