Im Wohnheim an der Gartenstraße, das im Sommer fertiggestellt worden ist, leben zurzeit 110 Menschen.

Lüdenscheid. Die Stadt Lüdenscheid erhält viele Anregungen zur Unterbringung von Asylbewerber. „Viele müssen wir noch prüfen“, sagte Ralf Ziomkowski von der Zentralen Gebäudewirtschaft (GW) in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung und Umwelt. Allein am vergangenen Mittwoch seien neun Vorschläge eingegangen. „Vier waren eindeutig unseriös“, sagte Ziomkowski. Die übrigen müssten noch geprüft werden.

Der ZGW-Mann gab in der Sitzung auch einen Überblick über bereits belegte Unterkünfte, sowie Unterbringungsmöglichkeiten, die sich in der Umsetzung sowie in der weiteren Planungen befinden. Hier die Übersicht:

 

Bestehende Unterbringung:

An der Schnappe: 135 Personen

Nattenberg: 50 Personen

Gartenstraße: 110 Personen

LüWo-Wohnungen: 22 Personen

Raithelplatz, Berufskolleg (Einrichtung des Märkisches Kreises): 150 Personen

Hermann-Gmeiner-Schule (Einrichtung des Landes NRW): 150 Personen

Grundschule Schöneck: 300 Personen

Container Sportplatz Schöneck (ab 51. oder 52. KW): 80 Personen

Volmestraße 20: 45 Personen

Gemeinnützige Wohnbaugesellschaft (verschiedene Wohnungen): 300 Personen

In der Umsetzung

Wefelsholer Straße (über Berlet): 150 Personen

Albert-Schweitzer-Schule (Einrichtung des Landes NRW): 150 Personen

In der Planung

Sportplatz Schöneck (Container) 500 bis 600 Personen

Sportplatz Höh (Häuser in Holzständerbauweise): 500 bis 600 Personen

Wohnungen Friedrich-Wilhelm-Straße und Brüderstraße: 250 bis 300 Personen

Brügge, Opderbeckstraße 50 (Häuser der EWG Hagen): 250 bis 300 Personen

Sauerlandcenter: 200 Personen

Zuweisung: Wöchentlich rund 100 Menschen

Mit diesem Konzept reagiere die Stadt auf die wöchentliche Zuweisung von rund 100 Menschen, erläuterte Beigeordneter Thomas Ruschin. „Klar ist auch, dass die Betrachtung von Wohnflächen allein in dieser Debatte nicht ausreicht“, ergänzte Stadtplaner Martin Bärwolf.

Aufstellungsbeschluss erst im Januar

Er machte sich für den Aufstellungsbeschluss stark, der den Startschuss für eine spätere Bebauung des Sportplatzes Höh bilden soll. Hier soll preiswerter Wohnraum entstehen, der nicht nur Asylbewerber vorbehalten sein soll.

Die Politik benötigt aber offenbar noch Zeit. Möglicherweise werde sich die Lage als Folge von Beschlüssen durch Land und Bund und andere Entwicklungen entzerren, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Oliver Fröhling.

Oliver Fröhling (CDU) schlug die Verschiebung vor.
Oliver Fröhling (CDU) schlug die Verschiebung vor.

Vor diesem Hintergrund sei es sinnvoll, den Aufstellungsbeschluss bis zur Januar-Sitzung des Ausschusses zu verschieben. „Wir haben zeitnahe Entscheidung vor der Brust. Wir sollten sie auch zeitnah fällen“, betonte der Stadtplaner. Angesichts des parteiübergreifenden Wunsches, den Aufstellungsbeschluss abschließend erst im Januar zu beraten, zog er die Verwaltungsvorlage zurück.

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