Am 9. Januar 2018 holen die Profis von Lobbe die ausgedienten Weihnachtsbäume ab. Foto: pixabay.com

Meinerzhagen. Das Weihnachtsfest steht noch vor der Tür, doch auch die Pläne für die Entsorgung der Tannenbäume sind nun eingestielt: Als Abholungstermin wurde jetzt der 9. Januar 2018 festgelegt. Wurde die Sammelaktion in den vergangenen Jahren als ehrenamtliche Spendenaktion zugunsten der Leprahilfe durchgeführt, so steht in dieser Saison mit einem Einsatz durch die Firma Lobbe eine Neuerung an.

Tradition seit 1974

Hintergrund ist die Aufgabe der ehrenamtlichen Aktion durch die bislang Beteiligten. Bereits seit 1974 war es Tradition: Initiiert durch Willi Arens und seit dessen Tod von seinem Sohn Thomas weitergeführt, hatte sich Jahr für Jahr eine Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern zusammengefunden, die die Bäume gegen eine Spende ehrenamtlich einsammelten und zur Verbrennungsstelle transportierten. Die gesammelten Gelder gingen an die Leprahilfe in Indien, später in Brasilien; die Ehren-amtlichen erwartete als Dankeschön eine Mahlzeit aus  Erbsensuppe und Getränken.

Bei Vereinen nachgefragt

„War der Tag der Abholung über viele Jahre hinweg ein fester Termin für einen gemeinsamen Einsatz, so hat die Initiative nun offenbar leider ihr Ende gefunden“, erklärt Heinz-Gerd Maikranz, Leiter des städtischen Fachbereichs Bürgerservice. „Trotz Anfragen bei verschiedenen Vereinen und bislang Beteiligten konnten wir keine Nachfolgeregelung dafür erzielen, dass die spendenbasierte und ehrenamtliche Abholung weitergeführt wird.“

Alternativlösung Lobbe

Die Stadt hat daher nun als Alternativlösung die Firma Lobbe mit dem Abtransport und der Entsorgung der Tannenbäume beauf-tragt. „Wir bedauern vor allem, dass diese von Seiten der Bürgerschaft liebgewonnene und schöne Initiative nach 43 Jahren trotz intensiver Bemühungen nicht weitergeführt wird“ ergänzt Jürgen Tischbiereck, Leiter des Fachbereichs Technischer Service. Aus jetziger Sicht erscheint es unmöglich, einen gemeinsamen ehrenamtlichen Zweck zu finden, dem sich alle Vereine verschreiben können. „Trotzdem hoffen wir für das kommende Jahr auf eine andere Lösung. Jetzt allerdings müssen wir konkret planen und handeln, so dass uns keine andere Möglichkeit als die der professionellen Entsorgung bleibt.“

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