Mit dem „Zukunftsforum Altstadt“ startet die Stadt Lüdenscheid am Donnerstag, 6. Februar, ein ehrgeiziges Vorhaben. Bei einer Veranstaltung im Kulturhaus will sie mit Bürgern, Immobilienbesitzern und Geschäftsleuten die Grundlagen für die Erneuerung der Altstadt erarbeiten. Nach der Modernisierung des Rathausumfeldes, der Ausgestaltung des Bahnhofsbereichs als „Denkfabrik“ wäre die Aufwertung von „Lüdenscheids kulturellem Erbe“ (Stadtplaner Martin Bärwolf) der nächste bedeutsame Schritt, der die Zukunftsfähigkeit Lüdenscheids sichern soll.

Politik und Verwaltung stehen dahinter

„Wir meinen es ernst“, versichert der Fachbereichsleiter Planen und Bauen. Immerhin habe der Rat bereits 80 000 Euro für entsprechenden Vorplanungen zur Verfügung gestellt. „Politik und Verwaltung stehen voll hinter dem Vorhaben“, betonte er  bei der Vorstellung des Projekts.

Der gesamte Bereich zwischen Gasstraße und Sauerfelder Straße, Wilhelmstraße und Hochstraße soll zu einem lebens- und liebenswerten Quartier entwickelt werden. Dabei sollen insbesondere die städtebaulichen und kulturellen Potenziale zu neuem Leben erweckt werden. „Die zahlreichen öffentlichen und privaten kulturellen Einrichtungen werden in unserem Förderantrag eine wichtige Rolle spielen“, betonte Martin Bärwolf. Immerhin lägen von der Stadtbücherei über das Kulturhaus und der Altstadtbühne bis zur VHS, der Musikschule, dem Haus der Vereine und weitere Einrichtungen im historischen Kern der Bergstadt.

Verkehrsthemen ein heißes Eisen

In das integrierte Handlungskonzept für die Entwicklung der Altstadt sollen aber weitere Aspekte einfließen. „Verkehrsthemen sind immer ein heißes Eisen“, sagte Martin Bärwolf. Der Chef-Planer im Rathaus misst auch der Untersuchung des Sozialraums Altstadt eine hohe Bedeutung zu. „Die Altersstruktur der Bevölkerung wird ebenfalls eine wichtige Rolle spielen.“ Ein weiterer Aspekt sei sicherlich der Denkmalschutz.

Bärwolf benannte Defizite, um die im integrierten Handlungskonzept dringend berücksichtigt werden müssten. „Der öffentliche Raum ist in die Jahre gekommen“, sagte er. Obgleich in einigen Bereichen positive Anzeichen für eine gute Entwicklung zu erkennen seien, seien in anderen Gebieten Stillstand oder sogar Verschlechterungen zu erkennen. Dazu zählt er die deutlich erkennbaren Leerstände.

Zusammen mit der Stadterneuerungs- und Entwicklungsgesellschaft NRW (steg), Dortmund und der Richter Beratung (Osnabrück) wollen die Stadtplaner die Lage genau analysieren. „Wir brauchen gute Argumente, wenn wir unseren Förderantrag bei der Landesregierung durchbringen wollen“, unterstrich Martin Bärwolf.

„Wir brauchen das Engagement und die Ideen der Bürger“

Solche Argumente und neue Impulse sollen die Teilnehmer des Zukunftsforums Altstadt am 6. Februar liefern. „Wir brauchen die Ideen und das Engagement der Bürger von Anfang an“, erläuterte Denkmalschutz Jens Cüppers, Geschäftsführer der steg Stadterneuerungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft NRW mbH. „Nur wenn die Bürger das Projekt mit zu ihrer Angelegenheit machen, kann es gelingen.“ Wer an der Veranstaltung im Kulturhaus (18.30 bis 21 Uhr) nicht teilnehmen kann, kann seinen Zukunftswunsch für die Altstadt bis 15. März auch per Mail unter stadtplanung@luedenscheid.de übermitteln.

Chefplaner spürt Rückenwind

Martin Bärwolf spürt Rückenwind. Der Vorstand des Altstadt-Vereins stehe dem Vorhaben sehr aufgeschlossen gegenüber. Das gelte auch für die Städtebauexperten im Regierungspräsidium Arnsberg. „Wir müssen die Sache jetzt anpacken“, machte der Stadtplaner klar. Wie dringlich das Vorhaben aus Sicht der Stadt ist, verdeutlicht der enge Zeitplan. Das integrierte Handlungskonzept soll bis August 2014 stehen. Die ersten Maßnahmen sollen 2015/2016 beginnen.

Zukunftsforum Altstadt

Donnerstag, 6. Februar

18.30 bis 21 Uhr

Kulturhaus Lüdenscheid

 

 

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