"Freitag ist DienstTag": SPD-MdL Gordan Dudas hat auch schon ein Tagespraktikum im Friseursalon "Haargenau" in der Rathmecke absolviert. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Waschen, schneiden, föhnen . . . Hört sich leichter an, als es ist. Das weiß SPD-MdL Gordan Dudas nach seinem Tagespraktikum bei „Haargenau“ in der Rathmecke jetzt ganz genau. Nachmittags spürte er seinen Rücken. „Ein anstrengender Job“, zieht er ein kurzes Fazit. Aber der Politiker hat wieder mal eine Menge gelernt.

„Freitag ist DienstTag“ lautet das Dudas-Motto. Dann trifft Politik auf Wirklichkeit. Und da muss man vorsichtig sein. Das wissen auch Claudia Kollar und ihr Team von „Haargenau“. Beim Praxistest im Frisiersalon musste sich Dudas langsam in die Materie einarbeiten. „Kaffeekochen“, sagt er, „das war das erste.“ Klar, ohne den guten zwischenmenschlichen Kontakt zum Team sieht jeder Praktikant alt aus.

Nach dem Kaffee der erste Kundenkontakt

Die gute Atmosphäre war beim Kaffee schnell hergestellt. Erst danach gab’s den ersten Kundenkontakt. „Service“, sagt Gordan Dudas. Die Tür vom Salon am Krummenscheider Weg öffnen, dem Kunden aus der Jacke helfen, schon mal die Halskrause und den Umhang umlegen – langsam näherte sich der Praktikant dem Kerngschäft.

Den ersten Kontakt zu Haaren hatte er allerdings mit dem Besen in der Hand. „Klar musste ich auch den Salon reinigen.“ Handtücher sorgfältig falten und wegräumen – auch das gehört dazu.

Arbeit mit dem Haarschneider

Haare waschen, Handreichungen beim Färben und schließlich Dudas‘ erster Haarschnitt. Ein Freiwilliger hatte sich bereiterklärt, sich seine Mähne kürzen zu lassen. Also her mit der Maschine, den Zwölf-Millimeter-Aufsatz darauf und los ging’s. „Ich war ganz schön nervös“, gesteht Dudas. „Der Kunde übrigens auch.“ Nach und nach entspannten sich beide. Dann ging das Geschäft flott von der Hand. „Nicht gut genug“, befand Chefin Claudia Kollar später. So musste von Expertinnenhand nachgeschnitten werden.

Dudas: „Vieles ist filigrane Handarbeit“

„Zu diesem Beruf gehören Geschick und Spaß an der Arbeit“, sagt der Politiker. „Vieles ist filigrane Handarbeit und man muss auf die Eigenheiten achten.“ Widerspenstige Haare, Wuschelköpfe, Mähnen mit dichtem Haar, feines Haar – dazu kommen die besonderen Wünsche der Kunden. Und selbstverständlich muss man auf dem Laufenden sein. Der Salon, der seit 2004 in der Rathmecke ansässig ist, hat auch eine wichtige soziale Funktion. „Hier wird über das Geschehen im Stadtteil und in der Welt geplaudert. Und manch einer schaut nur kurz mal rein, um ,Hallo‘ zu sagen“, berichtet Gordan Dudas.

Faustregel für die Kopfmassage

Mal nicht im Friseursessel zu sitzen, sondern dahinter zu stehen und zu arbeiten – für Gordan Dudas war das eine wichtige Erfahrung. Auch die Faustregel für eine korrekte Kopfmassage konnte er mit nach Hause nehmen. Ein Tipp von Gesellin Jana: „Gut ist sie, wenn die Fingerspitzen weiß werden.“ Für sie ist das Routine. Für den Politiker war es  Schwerstarbeit. Zum Friseurhandwerk gehört eben mehr als waschen, schneiden, föhnen . . .

 

 

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