Laura von der Brake, Auszubildende der Altenaer Baugesellschaft, und ABG-Vorstand Joachim Effertz präsentieren das pfiffige Azubi-Plakat zum WG-Haus-Projekt in Altenaer Nordstraße 17. Alle sieben beteiligten Auszubildenden sind darauf mehrfach zu sehen. Foto: tft

Altena. Von Azubis für junge Leute. Das ist der Grundgedanke eines Wohngemeinschaft-Projektes der Altenaer Baugesellschaft AG (ABG). In der Nordstraße 17 sind seit Monaten vor allem Azubis im Einsatz, um aus 196 Quadratmeter Altbau-Familienwohnungen sechs Wohneinheiten mit 116 Quadratmetern Gemeinschaftsfläche für eine WG zu machen. Am 8. Mai kann man sich das Haus von innen und außen aus der Nähe betrachten. Dann ist das zweite Stockwerk komplett fertig und soll zusammen mit den übrigen Etagen und der Außenanlage der Öffentlichkeit präsentiert werden, berichtet Laura von der Brake.

Sieben Auszubildende starteten Projekt

Auch sie ist Azubi, bei der ABG im ersten Ausbildungsjahr zur Immobililien-Kauffrau. Ihr Chef, Baugesellschaftsvorstand Joachim Effertz, stellte im vergangenen Jahr fest, dass man im fast 2000 Wohnungen zählenden Portfolio eigentlich für alle Bevölkerungsgruppen etwas hat. Nur für eine nicht: für junge an Wohngemeinschaften interessierte Leute wie Auszubildende, ältere Schüler und Studenten. Es reifte die Idee, das zu ändern und daraus ein Azubi-Projekt zu machen, berichten Effertz und von der Brake vor Ort.

Laura von der Brake übernahm die Kommunikationsaufgaben und stellte schnell fest: Die  Handwerksbetriebe haben dafür ein offenes Ohr. Das Projekt nahm mit sieben beteiligten Azubis Fahrt auf. Angehende Schreiner, Heizungsinstallateure, Elektriker und Maler machten sich zusammen mit zwei künftigen Immobilienkaufleuten ans Werk. „Wichtig war uns“, so von der Brake, „frei planen zu können.“ Und so wurde ein Haus, dass vor vielen, vielen Jahrzehnten für die damalige Familiennutzung gebaut worden ist, umgeplant auf junge WG-Tauglichkeit.

Wunsch und Wirklichkeit unter einen Hut gebracht

Das heißt unter anderem: Es braucht ausreichend große Gemeinschaftsbereiche und die Kosten dürfen nicht aus dem Ruder laufen. 65.000 Euro, so ABG-Instandhaltungschef Dipl. Ing Magnus Benkhofer ist das geplante Budget. Wie die Azubis es schafften Wunsch und Wirklichkeit unter einen Hut zu bringen, zeigt sich beim Thema Durchbruch. Im Keller wäre ein Durchbruch zum Garten eine schöne Sache gewesen. „Leider zu teuer“, einigte sich das junge Planungsteam. Im Gemeinschaftsbereich war der Durchbruch ein Muss. So entstand ein großer Raum mit viel Tageslicht.

Viele Freiheiten auch beim Vermarktungskonzept

„Viele Freiheiten bekam das Azubiteam auch bei den Vermarktungsaktivitäten“, berichtet Laura von der Brake. Großflächenwerbung, Werbebanner, Kinowerbung und Aktionen in Web und Social Media stielten die jungen Leute ein. Aktuell wirbt auch ein Plakat für den Präsentationstermin am 8. Mai. Alle Azubis, die mitgemacht haben, sind dort pfiffig abgebildet.

Falls das Projekt ein Erfolg wird, könnte es vielleicht ein weiteres geben, gleich nebenan. „Nr. 19 in der Nordstraße muss auch noch modernisiert werden“, so ABG-Vorstand Joachim Effertz. Wenn die Nachfrage da ist, „gerne als weiteres WG-Haus-Projekt“. Ob es so kommt, wird sich zeigen. Nr. 17 soll zum 1. Juli bezugsfertig sein.

Links zum Thema:
Altenaer Baugesellschaft
Infos auf der ABG-Facebookseite

Unterstütze uns auf Steady

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here