Die Vorstandsmitglieder Karl-Michael Dommes (rechts) und Roland Krebs freuen sich über das gute Abschneiden der Volksbank beim Bankentest. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Die Volksbank im Märkischen Kreis hat viel vor. Auf dem Programm für das Jahr 2017 stehen Feiern zum 100. Geburtstag der Genossenschaftsbank, der Bau altengerechter Wohnungen durch die Volksbanktochter VR-Südwestment GmbH & Co. KG, die Verteidigung des Titels „Beste Bank in Lüdenscheid“ und mehr. Eins wollen die Genossenschaftsbanker allerdings nicht: Eine Anhebung der Grundgebühr fürs Onlinekonto. Das versicherte Vorstandssprecher Karl-Michael Dommes und versprach eine Preisgarantie bis Ende 2018. „Andere Gerüchte entbehren jeder Grundlage“, betonte er bei der Jahresbilanzpressekonferenz des Unternehmens.

Vorstandsprecher Karl-Michael Dommes und Roland Krebs nahmen außerdem ausführlich Stellung zur Entwicklung der Bank im Jahr 2016.

„Kompetenter Umgang mit und die Nähe zu unseren Mitgliedern und Kunden ist unser anhaltendes Erfolgskonzept“, resümierten beide.  Dies zeige sich im deutlich über Markt gewachsenen Kundenkreditgeschäft ebenso wie in den besten Ergebnissen der Kundenzufriedenheitsanalyse seit dem Bestehen der heutigen Volksbank im Märkischen Kreis.

Kreditbestand wächst um 6,5 Prozent

Mit dem klassischen genossenschaftlichen Geschäftsmodell, in dem regionale Kundeneinlagen vor Ort als Kredite zur Verfügung gestellt werden, wurde bei stabilem Einlagevolumen von 1,381 Mrd. Euro ein um 6,5 Prozent gewachsener Bestand an Krediten von 1,236 Mrd. Euro erzielt. Die Bilanzsumme wuchs von Januar bis Dezember 2016 um vier Prozent auf 1,969 Mrd. Euro. Das anhaltende europäische Negativzinsniveau belaste weiterhin das Zinsergebnis. Bei einem zum Vorjahr leicht gestiegenen Auslandsgeschäft und konstanten Wertpapiererträgen konnte ein mit einem Plus von 6,3 Prozent sehr positives Ergebnis aus der Vermittlung von Immobilien verzeichnet werden. Dem gegenüber standen auf der Kostenseite zum Vorjahr unveränderte Personal- und Sachkosten, so dass der Bilanzgewinn von 3,1 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr um 3,3 Prozent ausgeweitet wurde.

Dividende soll drei Prozent betragen

Mit knapp 38.500 Mitgliedern sank die Zahl der Bankteilhaber trotz gut 1.100 Beitritten unter 39.000. Grund hierfür ist der Ausschluss von Mitgliedern, die keine aktive Geschäftsverbindung zur Genossenschaftsbank unterhielten. Dommes erläutert hierzu: „Wer nicht aktiv durch seine Geschäftsverbindung zum gemeinschaftlichen Erfolg unserer Genossenschaft beiträgt, der sollte am Ende nicht an der auszuschüttenden Dividende teilhaben.“ Die Dividende für 2016 soll, vorbehaltlich der Zustimmung der Vertreterversammlung, drei Prozent betragen.

Im Firmenkundenkreditgeschäft ist die Bank mit plus 7,2 Prozent stärker gewachsen als der Gesamtmarkt. Der Grund hierfür sei das starke Geschäft sowohl mit bestehenden als auch mit neu gewonnenen Kunden. Einen weiteren Schwerpunkt im Unternehmenskundengeschäft bildet die zunehmende Beratung zu Vermögensanlagen im Negativzinsumfeld und zu Vorsorgethemen. Eine intensivierte Zusammenarbeit der Volksbank-Spezialisten für Firmenkunden, Private Banking und Vorsorge zeigten positive Auswirkungen unter anderem auf das Vorsorgegeschäft.

Anstieg bei Wertpapiersparplänen

Der hohe Bedarf an Vorsorgelösungen zeige sich gleichermaßen in einer stärkeren Nachfrage von Privatkunden nach Lebens- und Rentenversicherungen. Für die Vermögensansammlung und -anlage nutzte der private Anleger 2016 bei der Volksbank verstärkt den Kapitalmarkt. Sichtbar wurde dies durch einen um 11,7 Prozent gestiegenen Absatz an Wertpapiersparplänen. In Summe seien die Kunden aber immer noch zurückhaltend – typisch deutsch eben.

Auf dem Gelände der ehemaligen Kreuzkirche (hier ein Bild vom Abriss) investiert die Volksbank-Tochter VR-Südwestment GmbH & Co. KG in bezahlbares altengerechtes Wohnen. Foto: Wolfgang Teipel
Auf dem Gelände der ehemaligen Kreuzkirche (hier ein Bild vom Abriss) investiert die Volksbank-Tochter VR-Südwestment GmbH & Co. KG in bezahlbares altengerechtes Wohnen. Foto: Wolfgang Teipel

Neue Wege mit der Tochter VR-Südwestment

Mit dem besten Ergebnis präsentierte sich das Geschäftsfeld Immobilienvermittlung. „Unsere regionale Expertise ist immer stärker nachgefragt“, betont Roland Krebs. Dadurch sei es gelungen deutlich mehr Immobilien zwischen Käufer und Verkäufer zu vermitteln als jemals zuvor. Gleichzeitig wurden über Baufinanzierungen gut 250 neue Volksbank-Kunden gewonnen. Bilanziell zeigten sich die Aktivitäten bei Baufinanzierungen mit einem um 6,6 Prozent gestiegenen Bestand zum Jahresende.

Neue Wege beschritten die Volksbanker mit der Gründung der ersten Volksbank-Tochter, der VR-Südwestment GmbH & Co. KG. Sie investiert in bezahlbares altengerechtes Wohnen in der Region. Die Entwicklung des Areals der Kreuzkirche ist als erstes Projekt in Lüdenscheid zu nennen.

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