Neue Konzeptionen bei der Volksbank, aber Karl vom Ebbe bleibt. Foto: Wolfgang Teipel

Meinerzhagen/Valbert. Mini-Zinsen, die demografische Entwicklung und weitreichende Bankenregulierung machen den Geldhäusern zu schaffen. Dazu kommt die Digitalisierung des Bankgeschäfts, die die Kunden von der Straße ins Internet holt. „Die Volksbank im Märkischen Kreis reagiert darauf mit ruhiger Hand“ sagt Bankvorstand Roland Krebs. Eine Anpassung an die neuen Entwicklungen sei allerdings erforderlich. Vor diesem Hintergrund hat die Volksbank ihre Geschäftsstellenkonzeption für Meinerzhagen und Valbert überprüft. Das Ergebnis:

Filiale wird zum SB-Shop

Ab 1. Februar wird die Geschäftsstelle an der Mühlenbergstraße in einen Selbstbedienungs-Shop mit Geldautomat, Kontoauszugsdrucker und Selbstbedienungsterminal umgewandelt. Der SB-Shop in Hunswinkel wird zum 1. Februar geschlossen. „Ein rentabler Betrieb ist nicht mehr möglich“, sagt Marc Kostewitz, Abteilungsdirektor Marketing. Die Umlage der Kosten von rund 30.000 Euro im Jahr auf die Kunden sei für die Volksbank keine Option.

Neue Kundenparkplätze

Im Gegenzug errichtet die Volksbank vor ihrer Hauptstelle an der Hauptstraße noch im ersten Quartal dieses Jahres sechs neue Kundenparkplätze.  „Damit kommen wir dem erhöhten Bedarf durch persönliche Beratung in der Bank entgegen“, berichtet Roland Krebs. Zugleich werden die Öffnungszeiten leicht verändert. Die Hauptstelle ist künftig mittwochs bereits ab 16 Uhr geschlossen. Dafür öffnet sie freitags durchgehend von 8.30 bis 16 Uhr. Auch in Valbert werden die Öffnungszeiten an verändertes Kundenverhalten angepasst. Persönliche Beratungstermine können nach wie vor für Zeiten zwischen 8 und 20 Uhr vereinbart werden.

Nicht ausgelastet

Wie sich das Kundenverhalten geändert habe, verdeutlichte Marc Kostewitz anhand von Zahlen aus der Filiale an der Mühlenbergstraße. Hier wurden im vergangenen Jahr 105.000 Selbstbedienungsverfügungen vorgenommen. Lediglich in 12.000 Fällen suchten Kunden den persönlichen Kontakt zu den Mitarbeitern. Vor diesem Hintergrund sei es nicht wirtschaftlich, die Filiale mit zwei Kräften zu besetzen. „Zumal sie an anderer Stelle dringend benötigt werden“, unterstrich  Roland Krebs. An der Mühlenbergstraße seien sie nicht ausgelastet.

So scheiden in Valbert in absehbarer Zeit zwei Mitarbeiter aus. Sie müssen ersetzt werden. Neue Bankkaufleute sollen dafür nicht eingestellt werden. Auch so reagiere die Bank auf die neuen Herausforderungen, erläuterten Roland Krebs und Marc Kostewitz.

Die Veränderungen in der bisherigen Konzeption seien mit dem Aufsichtsrat, dem Regionalbeirat und den Mitarbeitern sorgfältig abgestimmt worden. „Ab sofort werden auch die Kunden auf verschiedenen Kanälen informiert.“

Auf ein Zeichen für ihre Kundennähe will die Volksbank allerdings nicht verzichten. „Karl vom Ebbe“ die bronzene Figur vor der Bank, die die Bodenständigkeit des Sauerländers symbolisiert, wird ihren Platz behalten, auch wenn in unmittelbarer Nähe die neuen Kundenparkplätze geschaffen werden.

Unterstütze uns auf Steady

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here