Die Volksbank im Märkischen Kreis, die größte Volksbank in Südwestfalen, zieht eine positive Bilanz für das Geschäftsjahr 2013: Wachstum im Einlagengeschäft und besonders markantes Wachstum im Kreditgeschäft zeichnen das Jahr aus. Zentrale Beratungsanforderung war das anhaltende Niedrigzinsniveau. Die Vorbereitungen für SEPA wurden umfangreich begleitet. Mit drei neuen SB-Standorten baut die Bank ihre Präsenz aus.

„Wir konnten im Kundengeschäft ein Wachstum noch oberhalb des Vorjahresergebnisses erreichen und sind mit unserem Kerngeschäft sehr zufrieden“, eröffnete Karl-Michael Dommes – Vorstandssprecher der Volksbank im Märkischen Kreis – die diesjährige Bilanzpressekonferenz. Trotz anhaltend niedrigem Zinsniveau nahmen die Kundeneinlagen um knapp zwei Prozent zu, die Kredite an Kunden erreichten mit fünf Prozent ein Rekordwachstum. Als zentralen Grund sieht die Volksbank hierfür insbesondere eine nachhaltige und individuelle Kundenbegleitung. Und auch das Ergebnis stimmt positiv: Trotz leichtem Rückgang des Provisionsgeschäftes legte der Zinsüberschuss um 3,5 Prozent zu. Die Bilanzsumme entwickelte sich mit einem Plus von knapp fünf Prozent erfreulich positiv auf 1,66 Milliarden Euro.

Sparer halten sich zurück

„Das historisch und anhaltend niedrige Zinsniveau zieht sich wie ein roter Faden durch unser Geschäftsjahr 2013“, beschreibt Dommes die Entwicklung. Für das Einlagengeschäft schuf es weiterhin einen dämpfenden Rahmen. Trotzdem konnten die Kundeneinlagen um knapp zwei Prozent zulegen. Positiv entwickelten sich vor allem kurzfristige Anlagen und – wenn auch nur mit leichtem Wachstum – Spareinlagen. „Anlagen mit längeren Laufzeiten hingegen waren weniger nachgefragt“, ergänzt Dommes. Er betont jedoch in diesem Zusammenhang klar: „Wir gehen derzeit nicht davon aus, dass das niedrige Zinsniveau sich in absehbarer Zeit wieder ändern wird. Deshalb ist es zur Vermeidung von realen Vermögensverlusten so wichtig wie selten zuvor, kurze und mittelfristige Anlagemöglichkeiten strukturiert zu nutzen.“ Die Volksbank hat im Jahr 2013 hier einen klaren Beratungsschwerpunkt festgestellt und sieht es auch für das Jahr 2014 als einen wesentlichen Auftrag, Kunden aktiv in diesem schwierigen Zinsumfeld zu begleiten.

Niedrige Zinsen treiben Kreditgeschäft an

Für das Kreditgeschäft ist das Zinsniveau hingegen ein positiver Treiber: Die Ausleihungen an Kunden legten um insgesamt fünf Prozent auf 1,045 Milliarden Euro zu. Dommes: „Damit konnten wir – unserem konsequenten Kerngeschäft entsprechend – knapp 86 Prozent unserer Kundeneinlagen dazu verwenden, Kredite an heimische Unternehmen und Privatkunden herausgeben.“ Das Neugeschäft wuchs gegenüber dem Vorjahr um 6,6 Prozent auf insgesamt 343,2 Millionen Euro. „Insbesondere im Firmenkundengeschäft waren wir als Kreditpartner sehr gefragt und sind – entgegen dem Trend in NRW gesamt – deutlich gewachsen“, hebt Roland Krebs – Firmenkundenvorstand – hervor. Während die Ausleihungen an Unternehmen in NRW insgesamt zurückgegangen sind, nahm das bilanzielle Neugeschäft bei der Volksbank um 10,2  Prozent auf knapp 248 Millionen Euro zu. „Hierzu hat auch unsere mittlerweile anerkannte Expertise im Fördermittelgeschäft erheblich beigetragen“, ergänzt Krebs.

Vier Prozent Dividende für Genossen

Das Zinsergebnis konnte dank nachhaltiger Konditionenpolitik um 3,5 Prozent auf 39,7 Millionen Euro  ausgeweitet werden. Damit wurde der leichte Rückgang des Provisionsergebnisses deutlich überkompensiert. In Summe wird ein Bilanzgewinn von 3,2 Millionen Euro (+3,2 Prozent zur umfangreichen Rücklagenbildung und zu einer attraktiven Dividende führen können. „Vorbehaltlich der Zustimmung unseres Aufsichtsrates und natürlich unserer Vertreterversammlung planen wir, vier Prozent Dividende, also rund 1,22 Millionen Euro, an unsere Mitglieder auszuschütten.“ Weiterhin wurden zusätzlich 351 000 Euro für Spenden und Sponsorings zu Gunsten einer Vielzahl regionaler Vereine und Projekte in 2013 bereitgestellt. Und auch in Punkto Mitgliederentwicklung berichtet die Bank Positives: Mit einem Plus von 2.173 neuen Mitgliedern wurde erstmals die Marke von 39 000 regionalen Bankeigentümern um genau zwei überschritten.

 

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