Zukunftsdenkmal
Alle Lüdenscheider können am Zukunftsdenkmal mitarbeiten. Foto: Andreas Pohlman

Lüdenscheid. Es ist ganz einfach: Wünsch Dir was. Wünsche aufschreiben, malen, auf die Plane pinnen. Alle machen mit. So entsteht das Zukunftsdenkmal Lüdenscheid. „Wir wollen gemeinsam unsere Möglichkeiten entdecken, also nach vorne schauen“, beschreibt Andreas Pohlmann das Projekt „Global Brainstorming: Lima, Lyon, Lüdenscheid.“ Gemeinsam mit seinem Künstlerkollegen Hermann Josef Hack fordert er die Lüdenscheider Bevölkerung auf, ihre Wünsche und Visionen darzustellen. Start ist am 23. März vor der Städtischen Galerie um 19 Uhr, weiter geht’s am 25. März auf dem Sternplatz.

Enge Kooperation für die Aktion: v.l. Galerieleiterin Dr. Sudanne Conzen, Rüdiger Hoffmann, Cornelia Amtenbrink und Arnd Fiedler. Foto: Elke Teipel

Kooperation: Lions, Galerie, Kunstfreunde

Das Gemeinschaftsprojekt Zukunftsdenkmal ist eine Gemeinschafts-Initiative des Lions Club Lüdenscheid, der Städtischen Galerie und der Kunstfreunde Lüdenscheid (KFL). Rüdiger Hoffmann, Lions Club-Präsident 2016/17, hat den Kontakt geknüpft. Die Künstler Hermann Josef Hack und Andreas Pohlmann sind bekannt durch weltweite Aktionen. Sie gründeten in Lima während der Weltklimakonferenz 2014 die Policia Agua, die erste Polizei zur Verhinderung der Wasserverschwendung. Ein weiteres aktuelles Projekt: Die Nymphose Global in Lyon.

Andreas Pohlmann (links) und Herman Josef Hack unterwegs in Krisengebieten. Foto: Andreas Pohlmann

Hack und Pohlmann mittendrin

Und jetzt Lüdenscheid. Das „Global Brainstorming Project“ passe zum Jahresthema „Werte und Wandel“, sagt Präsident Rüdiger Hoffmann. „Lions Club, Kunstfreunde und Städtische Galerie haben in kürzester Zeit kooperiert“, erklärt Galerieleiterin Dr. Susanne Conzen. Alles genehmigt. Die Stadt habe das Projekt von Anfang an unterstützt.

Aktion vom 23. März bis 9. April

Hermann Josef Hack will die Auswirkungen globaler Veränderungen aufzeigen. Foto: Andreas Pohlmann

In der Städtischen Galerie wird Hermann Josef Hack seine gestalteten Planen zeigen – Zeltplanen bzw. Lkw-Planen.

Hack: „Material der einfachen Leute“. Hack und Pohlmann stellen den Lüdenscheidern eine Zaunfläche zur Verfügung, vier Elemente, 2×2 Meter. Heimische engagierte Handwerker helfen mit beim Gemeinschaftsprojekt. Sie übernehmen den Transport.

Experiment ohne Vorgaben

„Mitnehmende Künstler“, so beschreibt Lions-Präsident Rüdiger Hoffmann Hermann Josef Hack und Andreas Pohlmann. „Sie wollen die Kunst als Medium nutzen, die Menschen einbinden“. Beide Künstler sind dabei, wenn das Zukunftsdenkmal geschaffen wird. Am 25. März wird der Sternplatz zur Wunschwerkstatt. Die Lüdenscheider können ihre Wünsche bauen oder malen; Figuren, Blumen, Kerzen, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Gefragt sind nicht die großen Themen der Welt, sondern Visionen konkret für Lüdenscheid.

Vom 25. März bis zum 5. April zieht das Zukunftsdenkmal durch die Schulen. Die Kunstfreunde Lüdenscheid übernehmen die Kooperation. Im Kunstsalon der KFL am 6. April um 19 Uhr werden Andreas Pohlmann und Hermann Josef Hack in der Städtischen Galerie zu Gast sein.

Stadt und Handwerker ziehen mit

Und dann, ist das Zukunftsdenkmal anschließend Vergangenheit, abgehakt? Weit gefehlt. Alles wird fotografiert. Das Foto von der Installation können sich die Lüdenscheider sichern. Und auch die Wünsche werden nicht in einer Schublade verschwinden. Alle Vorschläge und Visionen werden der Stadt zur Verfügung gestellt.

Lima, Lyon, Lüdenscheid. Die Bergstadt betritt Neuland. Lions Club-Präsident Hoffmann ist optimistisch. Nicht zuletzt wegens des Erfolgs von „walk the line“ am Bahnhof. Onkel Willi & Söhne lassen grüßen.

Optimismus

Hermann Josef Hack: geb. 1956, Studium der Freien Künste, Kunstakademie Düsseldorf (u.a. bei Joseph Beuys), Gründer des Global Brainstorming Projects und Mitbegründer der Ersten Flüchtlingsakademie der Freien Künste (2015). www.hermann-josef-hack.de.

Andreas Pohlmann: geb. 1959, Studium der Kunstgeschichte, Germanistik, Verfassungs-, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte. Promotion, Mitbegründer der Ersten Flüchtlingsakademie der Freien Künste (2015). Atelier und Studio in Köln. www.reinformat.de.

 

 

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Elke Teipel hat ihr Handwerk von der Pike auf gelernt. Seit über 25 Jahren ist sie als Journalistin in ganz Westfalen unterwegs - bei der Westfälischen Rundschau in Lüdenscheid, im Lenne- und im Volmetal, für den Remscheider General-Anzeiger im Bergischen Land.

1 KOMMENTAR

  1. Vielen Dank für den ausführlichen Artikel, über den wir uns gefreut haben! Könnten Sie bitte in der digitalen Version meinen Namen in der Bildunterschrift korrigieren: nicht Andreas, sondern Hermann Josef Hack. Das Foto stammt auch nicht von Petra Hartmann, sondern Andreas Pohlmann. Vielen Dank für Ihre Korrektur und

    Beste Grüße
    Hermann Josef Hack

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