Holen alles aus 504 Spraydosen heraus: Franco Marasiulo, Yves Thomé, Davis Pahl und Theo Bogdano. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Vier Männer und die Kunst aus der Dose: Ein Quartett von Graffiti-Sprayern hat die öde Ladenzeile an der Bahnhofsallee in ein Gesamtkunstwerk verwandelt. Yves Thomé, Theo Bogdano, Davis Pahl und Franco Marasciulo haben an fünf Tagen alles gegeben, um dem Festival „Walk the Line“ einen poppigen Rahmen zu geben, Street Art vom Feinsten auf einer Fassadenlänge von rund 70 Metern.

Am Samstag, 25. Februar, steigt ab 18 Uhr der erste Teil des Festivals, das die Lüdenscheider Aktiven von Onkel Willi & Söhne“ zusammen mit rund 100 Unterstützern auf die Beine stellen. Dabei wird die Ladenlinie an der Bahnhofstraße wiederbelebt und zwar am 25. Februar, 25. März und 22. April. Sechs Stunden Musik pro Abend, jeweils von 18 bis 24 Uhr, acht Musikrichtungen von Reggae und Techno über Rock, Schlager, den Sound der 1950er Jahre, Hiphop, Metal und Klänge aus den 1990er und 2000er Jahren.

Eigenen Style mit dem Motto kombiniert

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Die vier Graffiti-Künstler spielen dabei eine wichtige Rolle. Sie haben ohne Vorgaben von „Onkel Willi & Söhne“ ihren eigenen Style mit dem Motto des jeweiligen Ladens kombiniert. Frei arbeiten auf einer Fläche von rund 250 Quadratmetern – das ist die Herausforderung, die die vier Sprayer gern angenommen haben.

Die Ideen gehen ihnen dabei nicht aus. Alf, der Außerirdische vom Planeten Melmac, prangt an einem der Pavillons, eine überdimensionale Gitarre und mehr ist zu sehen. Besucher des „Schlagerhimmels“ werden den Laden über einen gesprühten roten Teppich betreten.

Farbe aus 504 Spraydosen

Yves Thomé, Theo Bogdano, Davis Pahl und Franco Marasciulo haben ganze Arbeit geleistet. An der Bahnhofsallee ist in den nächsten Wochen zu sehen, was die vier Männer aus insgesamt 504 Spraydosen herausgeholt haben. An dem Mammutprojekt ist auch der Spraydosen-Hersteller Montana Cans beteiligt. Er hat einen Teil des Materials gesponsert.

Nur ein paar der insgesamt 504 Dosen. Foto: Wolfgang Teipel
Nur ein paar der insgesamt 504 Dosen. Foto: Wolfgang Teipel

Was die Veranstalter des bisher einmaligen Projekts am 25. Februar genau erwartet, wissen sie nicht. „Das Feedback war bisher jedenfalls enorm“, sagt Linus Wortmann von „Onkel Willi & Söhne“.

Foodtrucks an der Allee

Was erwartet die Besucher? Kunst und Kultur im ehemaligen Kiosk, Musik in den acht Läden, Foodtrucks für den Imbiss zwischendurch und ein für den Verkehr abgesperrtes Teilstück der Bahnhofsallee, auf dem sich alle nach Lust und Laune tummeln können.

Yves Thomé legt letzte Hand an. Foto: Wolfgang Teipel
Yves Thomé legt letzte Hand an. Foto: Wolfgang Teipel

Der Eintritt ist übrigens frei. „Onkel Willi & Söhne“ hoffen auf ein feier- und spendenfreudiges Publikum, das sich gern von dem ein oder anderen Euro trennt, um ihn in die roten Spendenboxen zu werfen. Das Geld soll, wie bei allen Projekten der Willis, wieder einem gemeinnützigen Zweck zufließen.

 

 

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