Konzert der Chöre in der Evangelischen Kirche Oberbrügge. Einer davon der Gospelchor "The Albert Singers". Fotos: Iris Kannenberg und Rudolf F. Nauhauser

Halver. Weihnachten, das ist nicht nur die Zeit der Besinnung, der Lichter, der Weihnachtsmärkte und des guten Essens, Weihnachten ist auch die Zeit der Chöre. Denn: Zu keinem Zeitpunkt des Jahres treten Chöre so oft und in solch großer Anzahl und so geballt in Erscheinung.

Geist von Weihnachten

Und nie sind die Konzerte so voll und mit so viel persönlicher Hingabe gestaltet, wie eben in diesen vier Wochen der Adventszeit. Gesang erfreut die Herzen der Menschen, baut auf und gibt Hoffnung. Und irgendwie scheinen Weihnachten und Chormusik dabei einfach zusammen zu gehören. Denn bei solchen Gelegenheiten und zu dieser adventlichen Zeit ist er bei solchen Konzerten definitiv zu spüren, dieser besondere und einzigartige „Geist von Weihnachten“.

Vier Chöre im Wechsel

Sehr voll war es an diesem Nachmittag und Abend in der Kirche. Hier: Der Projektchor unter der Leitung von Sofia Warwerla.
Sehr voll war es an diesem Nachmittag und Abend in der Kirche. Hier: Der Projektchor unter der Leitung von Sofia Warwerla.

Am Sonntag bewiesen die Oberbrügger Chöre, dass an dieser These etwas dran ist. In der bis zum letzten Platz besetzten Evangelischen Kirche traten gleich vier Chöre im Wechsel auf: Der Oberbrügger Posaunenchor, der Männergesangverein, der Gospelchor „The Albert Singers“ und ein aus Mitgliedern einiger Oberbrügger Chöre und den Teilnehmern des diesjährigen MGV-Ferienspaßes zusammengestellter „Projektchor“, gaben sich gemeinsam alle Mühe, diesen zweiten Advent stimmungsvoll und dem Anlass gemäß zu begehen.

Für jeden Zuhörer etwas dabei

Die Chorleiter Sofia Wawerla (MGV und Projektchor), Matthias Ortmann (The Albert Singers) und Heribert Janz (Posaunenchor) hatten ihre jeweiligen Chöre dafür gut vorbereitet. Zusammen schufen sie für die vielen Besucher der bis auf den letzten Platz besetzten Kirche ein musikalisches Erlebnis mit so vielen verschiedenen Klang-Facetten, dass garantiert für jeden Zuhörer etwas dabei war.

Cooles Saxofonsolo inklusive

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Beatboxen mit Matthias Ortmann (am Mikro). Mal eine ganz neue Variante eines Weihnachtsliedes.

So gab es den Evergreen „White Chrismas“ ebenso zu hören, wie die Titelmelodie aus „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, den Weltumseglersong „Conquest of Paradise“ oder das von Matthias Ortmann neu arrangierte „Only Time“ von Enya.

Die Albert Singers hatten zudem außer ihrem Pianisten Benedikt Czylwik auch noch den Saxofonisten Rudolf F. Nauhauser mitgebracht, der zu einem von Matthias Ortmann arrangierten Weihnachtslied ein „cooles“ Solo spielte.

Gospel meets Beatbox

Außergewöhnlich sicher auch der eigentlich recht ehrwürdige englische Christmas-Song „Hark! The herold angel“, dem Matthias Ortmann mit Beatbox und HipHop-Rhythmen zu einem sehr modernen Comeback verhalf. Das ging dann sogar so in die Beine, dass niemand ruhig auf seinem Platz sitzen blieb. Die Zuhörer feierten spontan und geschlossen mit dem Gospel-Chor mit.

Band aus Engeln

Sie schwebten hoch oben über den Köpfen: der Posaunenchor.
Sie schwebten hoch oben über den Köpfen: der Posaunenchor.

Sehr schöne und gut ausgebildete Stimmen, drei äußerst engagierte Chorleiter und ein Posaunenchor, der alles gab und wie eine Band aus Engeln im Chorgestühl über den Köpfen der Zuschauer schwebte, boten ihren Gästen ein Konzert, das keine Minute langweilig war, sondern alle Gäste nach einem abschließenden gemeinsamen „Oh Du fröhliche“ gestärkt und zufrieden in eine neue Woche entließ.

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