Teamarbeit im Labor: Maximilian Barwich (l.) führt eine exotherme Reaktion durch. Florian Schneider prüft zur Sicherheit die Wasserzufuhr im Kühler der Apparatur. Die beiden Schüler des Plettenberger Albert-Schweitzer-Gymnasiums nahmen an der Chemie-Olympiade teil. Foto: Norbert Reh

Plettenberg/Bergkamen. Vier Schüler des Albert-Schweitzer-Gymnasiums (ASG) haben erfolgreich an der Internationalen Chemie-Olympiade teilgenommen. Damit war das Plettenberger Gymnasium bei diesem Wettbewerb stärker vertreten als irgendeine andere Schule aus Nordrhein-Westfalen. Maximilian Barwich, Michael Pirsch, Florian Schneider und Veli Simsek erreichten die zweite Wettbewerbsrunde und experimentierten in den Bayer-Laboren in Bergkamen.

Olympische Medaillen gibt es nicht nur für sportliche Höchstleistungen. Die begehrten Auszeichnungen werden auch für Spitzenleistungen in Chemie verliehen. Die Internationale Chemie-Olympiade (IChO) für Schüler ab Klasse 10 macht es möglich. Doch bevor die Besten dieses Wettbewerbs beim Finale in der thailändischen Hauptstadt Bangkok das olympische Treppchen erklimmen können, sind viele anspruchsvolle Aufgaben zu lösen. Davon konnten sich 18 Teilnehmer der in den Laboren der Ausbildung bei Bayer in Bergkamen überzeugen.

Begeisterung für Chemie

Es ist nicht nur der olympische Gedanke, der die Jugendlichen antreibt. Es ist ihre Begeisterung für Naturwissenschaften – speziell für Chemie. „Ich will Chemie studieren und gerne später bei Bayer arbeiten“, erzählt Maximilian Barwich, der mit drei Mitschülern des Albert-Schweitzer-Gymnasiums die weite Anreise aus Plettenberg im Sauerland auf sich genommen hat, um den Wirkstoff Paracetamol synthetisch herzustellen. Gemeinsam mit 14 weiteren Gymnasiasten von Köln bis Bielefeld arbeiten sie an den Apparaturen der Bayer-Labore. Sie alle gehören zu den insgesamt 179 Teilnehmern aus ganz Nordrhein-Westfalen, die an der zweiten Runde der Chemie-Olympiade teilgenommen haben.

„Die Erfahrungen der vergangenen Jahren zeigen, dass viele Teilnehmer der Olympiade anschließend Chemie studieren und später in einem Unternehmen dieser Branche arbeiten“, sagt die IChO-Landesbeauftragte, Studiendirektorin Birgit Vieler. Grund genug, für die Bayer-Schulstiftung, den Workshop in Bergkamen zu finanzieren, um den Nachwuchs zu fördern. Ebenfalls mit im Boot: das Bundesministerium für Bildung und Forschung, welches das deutsche Auswahlverfahren zur Internationalen Chemie-Olympiade bezahlt.

Teilnehmerzahlen steigen

„Es heißt immer, dass Jugendliche Probleme mit den Naturwissenschaften haben. Das stimmt nicht. Unsere Teilnehmerzahlen steigen kontinuierlich an“, sagt Birgit Vieler. Weit über 1.000 Schüler aus ganz Deutschland haben sich zur Teilnahme an der aktuellen Runde der Chemie-Olympiade angemeldet. 600 Jugendliche haben bei den schwierigen Aufgaben die notwendige Punktzahl erreicht, um in Runde 2 zu gelangen; 179 davon kommen aus Nordrhein-Westfalen, das damit unter allen Bundesländern die größte Gruppe stellt.

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