Heike Müller verabschiedet sich von Karsten Hoeing (li.) und Erik Vorwerk. Foto: Parnemann

Lüdenscheid. Das wars. Jetzt ist Schluss. Am Mittwoch, den 16.12.2015, hatte das Stadtumbaubüro an der Knapper Straße zum letzten Mal geöffnet. Zeit für Abschied. Denn schon am Donnerstag werden die Möbel abgeholt und eingelagert. Erik Vorwerk und Karsten Hoeing blicken auf eine gute Zeit am Knapp zurück und feierten Ihren Abschied mit zahlreichen Gästen.

Ein kleines Buffet, ein wenig Musik und 30 Gäste. „Es ist immer ein gutes Zeichen, wenn beim Auszug mehr Leute kommen als beim Einzug“, sagte Karsten Hoeing in einer kleinen Ansprache zum Abschied und läutete damit die letzten Stunden des Stadtumbaubüros ein. Denn jetzt, wo die öffentliche Förderung für das Fassaden- und Hofflächenprogramm und andere Projekte im Quartier der Denkfabrik endet, endet auch die Zeit für die beiden Stadtplaner in Lüdenscheid.

„Die Messlatte für zukünftige Statteil- und Umbaubüros wurde durch die beiden Herren hoch angelegt“, erklärte Martin Bärwolf vom Städtischen Fachbereich „Planen und Bauen“ im Gespräch am Mittwoch. Grade im Hinblick auf das geplante Umbaubüro in der Altstadt, das dann die Umsetzung des Integrierten Handlungskonzepts Altstadt (IHK) begleiten soll, gäbe es durch die Arbeit von Hoeing und Vorwerk eine „Vorlage, an der sich das zukünftige Büro messen lassen muss“. Bärwolf, der dem Projekt zunächst „sehr skeptisch“ gegenüberstand musste sich am Mittwoch dann korrigieren: „Das war eine super Entlastung für uns als Stadt. Die beiden haben sehr gute Arbeit geleistet.“

Ob Herr Bärwolf wieder in den Genuss dieser Zusammenarbeit kommt, wird sich zeigen. Denn die Fördermittel für ein solches Quartiersbüro in der Altstadt sind bereits genehmigt. Wenn das IHK in die Umsetzung geht, wird diese Arbeit ausgeschrieben. Damit hat auch der Arbeitgeber von Vorwerk und Hoeing die Möglichkeit sich auf dieses Projekt zu bewerben. Dann eventuell ja auch mit dem Einsatz der bekannten und offensichtlich geschätzten Ex-Denkfabrik Männer.

Das Stadtumbaubüro hat sich unter anderem darum gekümmert, das Fassaden- und Hofflächenprogramm im Rahmen der Denkfabrik zu verwalten. Dies umfasste zum Beispiel das Ansprechen von Eigentümern und Hilfe bei der Antragsstellung. Zudem kümmerten sich die beiden Angestellten eines privaten Planungsbüros um ein Leerstandsmanagement im Quartier. Hier waren sie mit dem Ergebnis am Ende nicht ganz zufrieden. Von 28 angesprochenen Eigentümern haben am Ende nur 12 an der kostenlosen Vermittlungsbörse des Büros teilgenommen. Hiervon konnten dann 7 Ladenlokale neu vermietet werden.

Am Mittwoch, den 16.12.2015, hatte das Stadtumbaubüro an der Knapper Straße zum letzten Mal geöffnet. Foto: Parnemann
Am Mittwoch, den 16.12.2015, hatte das Stadtumbaubüro an der Knapper Straße zum letzten Mal geöffnet. Foto: Parnemann

Heike Müller, im Rathaus zuständig für Licht- und Stadtgestaltung, machte deutlich, dass mit dem Abschied des Stadtumbaubüros nicht das Ende der Denkfabrik-Projekte ins Haus stehe. „Diese Projekte laufen weiter. Und da wird sich in der nächsten Zeit noch einiges tun“, erklärte sie.

Auch die intensive Begleitung des Knapp e.V. von der Impulsveranstaltung bis hin zur Gründung war Teil der Arbeit des Umbaubüros. „Ich hoffe, dass die Mitglieder des Vereins ihren Drive beibehalten und auch in der Zukunft gute Projekte für die Aufwertung des Knapps auf die Beine stellen“, sagte Hoeing in seiner Ansprache.

Das letzte Großprojekt des Stadtumbaubüros ist übrigens an der Christuskirche zu finden. Hier wurden mit Zuschüssen durch das Fassaden- und Hofflächenprogramm die Umlage der Kirche neu gestaltet. Die Arbeiten hierzu sind so gut wie abgeschlossen und in nur wenigen Wochen vollzogen worden. Als nächstes großes Projekt steht der Christuskirche dann die Installation des neuen Lichtkonzepts ins Haus. Dieses soll das Gotteshaus in Szene setzen.

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