Verleihung der Ehrenplakette der Stadt Lüdenscheid. v.l.n.r.: Dorothee und Rüdiger König, Bürgermeister Dieter Dzewas, Dieter Cordt und Marianne Schumacher. Fotos: Iris Kannenberg

Lüdenscheid. Feierlich und – dem Anlass entsprechend besinnlich – ging es bei der Verleihung der Ehrenplakette der Stadt Lüdenscheid an den Hauptverantwortlichen des THW Lüdenscheid Klaus Cordt und den ehemaligen Schuldirektor und Mitglied des Rates, Rüdiger König zu.

Außerordentlichen Lebensleistung

Überreichung der Ehrenmedallie durch den Bürgermeister an Klaus Cordt.
Überreichung der Ehrenmedallie durch den Bürgermeister an Klaus Cordt.

Die Festsitzung war gut besucht und man war sich in allen Fraktionen einig, dass diese beiden diese Auszeichnung mehr als verdient haben.

Die Anwesenden zeigten sichtbares Wohlwollen und größten Respekt vor der außerordentlichen Lebensleistung der beiden Geehrten.

40 Jahre Ehrenamt im THW

Zu Beginn wurde Klaus Cordt mit einer Laudatio des Bürgermeisters geehrt. 40 Jahre ehrenamtliches Engagement im THW – das macht ihm so schnell niemand nach. Wer Klaus Cordt kennt, weiß, dass er ein bedeutender Motor der Ortsgruppe ist. Das große Herz des Lüdenscheider THW. Eloquent, lebendig, liebenswürdig und unendlich geduldig, wenn es darum geht, jungen Leuten das „Handwerk“ eines THW´lers beizubringen, hat er mittlerweile zwei Generationen THW-Rettungskräfte in die unterschiedlichsten Einsätze geführt. Bürgermeister Dzewas erinnerte die Anwesenden an den Sturm Kyrill vor zehn Jahren oder den Hochwasser-Einsatz in Magdeburg. Oder die Wache auf dem Weihnachtsmarkt 2016 nach dem Anschlag in Berlin, als das THW schon einen Tag später begann, den Weihnachtsmarkt zu sichern.

Beeindruckende Präsenz

Die Rettungskräfte des THW sind zu recht sehr stolz auf ihren Hauptverantwortlichen und mischten sich in voller Montur unter die anwesenden Gäste. Man fühlte sich sehr sicher in diesem Saal.
Die Rettungskräfte des THW sind zu recht sehr stolz auf ihren Hauptverantwortlichen und mischten sich in voller Montur unter die anwesenden Gäste. Man fühlte sich sehr sicher in diesem Saal.

So oder ähnlich hätte Bürgermeister Dzewas noch stundenlang über den unermüdlichem Einsatz des THW für die Bevölkerung sprechen können. Ein Einsatz, der ein Ehrenamt ist. Und neben Beruf, Ausbildung, Studium oder Familie bewältigt wird.

Beeindruckende Präsenz zeigte das THW auch an diesem Abend. War doch der Ortsverband Lüdenscheid fast komplett mit zwei großen Fahrzeugen und in voller Montur angerückt. So wurde man schon vor dem Rathaus gebührend blau/weiß/gelb empfangen und auch im Festsaal fühlte man sich an diesem Abend bei so vielen anwesenden Rettern sehr, sehr sicher.

Gefährliches Ehrenamt

Die Dankesrede von Klaus Cordt hatte es in sich.
Die Dankesrede von Klaus Cordt hatte es in sich.

Klaus Cordt selbst war sichtlich gerührt von der Auszeichnung.

Er erzählte in seiner Dankesrede mit für ihn gewohntem Wortwitz einige Anekdoten aus dem Leben mit „seinem“ THW, lies aber zudem nicht unerwähnt, dass es sich bei aller guter Kameradschaft immer auch um ein sehr gefährliches Ehrenamt handelt, bei dem höchste Präzision und Konzentration gefragt ist.

Unermüdlicher Einsatz für die Bürger

Rüdiger Könis wurde für seine herausragende Lebensleistung geehrt.
Rüdiger König wurde für seine herausragende Lebensleistung geehrt.

Nach Klaus Cordt wurde dann Rüdiger König geehrt. Auch er ist seit Jahrzehnten in Lüdenscheid zum Wohle der Stadt tätig. Er besetzte etliche städtische Ausschüsse, darunter beim STL und im Sportausschuss der Stadt. Sport lag Rüdiger König immer sehr am Herzen, er setzte sich für das Stadion am Nattenberg ebenso ein wie für die Schaffung von Kunstrasenplätzen und die Möglichkeit für Lüdenscheids Bürger, in Vereinen Sport zu treiben.

Er war zudem lange Zeit Ratsmitglied und als stellvertretender Schulleiter am Bergstadt-Gymnasium tätig. Dass er sich zeitlebens unermüdlich für die Bürger der Stadt eingesetzt hat, kam nicht nur in der Laudatio des Bürgermeisters zur Sprache, sondern war auch in der anschließenden Dankesrede spürbar. Da stand ein Mann, dem man es ohne wenn und aber abnahm, dass ihm das Wohl seiner Mitbürger am Herzen liegt. Schön auch sein Appell an die anwesenden Fraktionsmitglieder, doch einfach einmal wieder ein Bier zusammen trinken zu gehen und miteinander ehrlich und offen zu reden, statt sich gegenseitig das Leben schwer zu machen.

Er machte sprachlos

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Der 17-jährige Gitarristen Daniel Scholl gestaltete virtuos das Rahmenprogramm.

Erwähnenswert auch das Rahmenprogramm, das von dem 17-jährigen Gitarristen Daniel Scholl bestritten wurde. Er ist seit fünf Jahren Schüler der städtischen Musikschule und hat aktuell in diesem Jahr beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ einen 1. Preis in der Kategorie Gitarre-Pop gewonnen.

Zu recht. Er machte mit seinem Spiel die Anwesenden sprachlos. „Virtuos“, „unglaublich“ und „einmalig“ waren nur einige wenige Prädikate, die seiner Interpretation von „Sultans of Swing“ (Mark Knopfler), „Day Tripper“ (Lennon/Mc Cartney) und „Memories“ (Tobias Rauscher) von den Zuhörern verliehen wurde. Er hat ein hörbar außergewöhnliches Potenzial, das ihn durchaus auf die richtig großen Bühnen dieser Welt führen könnte.

Gelungene Veranstaltung

Alles in allem war diese Ehrung zweier so bedeutender Persönlichkeiten unserer Stadt wirklich gelungen. Eine schöne Veranstaltung, sehr rund und harmonisch, vom ersten Willkommensgruß bis hin zum abschließenden kleinen Umtrunk vor dem Saal.

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