Deutsch-ukrainische-Freundschaften sind bei den Besuchen entstanden.-Der ukrainische Gast (Mitte) im deutschen Fußballtrikot. Fotos:

Kierspe. Der Verein „Kinder von Tschernobyl e.V.“ sucht wieder Gasteltern für Kinder, die im Sommer zu einem Erholungsaufenthalt ins Volmetal kommen sollen. Die Kinder kommen ausnahmslos aus der radioaktiv belasteten Gegend um Tschernobyl in der Ukraine.



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Jedes Kind, das in solcher Umgebung mit schweren Belastungen für seine Gesundheit lebt, sollte einmal im Jahr die Möglichkeit haben sich in guter Luft und mit gesunder Ernährung zu erholen, heißt es in dem Aufruf des Vereins. Das ist eine ganz wesentliche Gesundheitsvorsorge. Das kindliche Immunsystem hat dadurch die Möglichkeit sich zu regenerieren. Das Kind leidet dann weniger unter häufigen Infektionen, die die Folge eines geschwächten Immunsystems sind. Vitaminreiche Nahrung und Bewegung an der frischen Luft tun dann das ihrige und die Kinder können gestärkt wieder nach Hause fahren.

Zusätzliche Probleme durch Krieg

Ausflug zum Indianerdorf. Foto: Helmut Willnat
Ausflug zum Indianerdorf.
Foto: Helmut Willnat

Zusätzlich zu den Problemen, die der Super GAU von Tschernobyl der dortigen Bevölkerung bereitet hat,kommen noch Folgen des Krieges in den Ostgebieten der Ukraine. Die Tschernobyl-Region ist zwar nicht direkt von Kriegshandlungen betroffen, die Auswirkungen sind aber auch dort allgegenwärtig, so der Kiesper Verein Kinder von Tshernobyl weiter. Es bedeutet: Väter und Brüder die im Osten des Landes kämpfen, verwundet werden oder sogar zu Tode kommen, Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten, die mit versorgt werden müssen, steigende Preise sogar für Grundnahrungsmittel, mehr Arbeitslosigkeit, wichtige Medikamente, die nicht mehr zu bekommen sind. Es geht also nicht darum, den Ferienkindern einen touristischen Urlaub zu bieten, sondern ihrem Körper eine Erholung zu gewähren von der allgegenwärtigen Strahlung in ihrer Heimat und den zusätzlichen Problemen durch den Krieg.

Betreuer helfen

ErstevorsichtigeKontaktaufnahme bei der Ankunft. Foto: Helmut Willnat
Erste vorsichtigeKontaktaufnahme bei der Ankunft.
Foto: Helmut Willnat

Eine Betreuung der Gäste in den Vormittagsstunden kann der Verein in diesem Jahr leider wieder nicht anbieten, aber die Betreuer des Vereins stehen den gastgebenden Familien wie immer mit Rat und Tat zur Seite. Es sind auch genügend Dolmetscher vorhanden, um die Sprachbarriere zu überwinden.  In diesem Jahr wird der Aufenthalt der ukrainischen Kindergruppe wieder vor den Sommerferien liegen. So dürften Überschneidungen mit den Urlaubsplänen der Gastfamilien weitgehend zu vermeinden sein.

Der Verein wendet sich an alle Bürger mit der Bitte zu prüfen, ob sie einen oder auch zwei Gäste aufnehmen können. Der Bus wird am Sonntag, 18. Juni abends ankommen und holt die Gruppe wieder am Samstag, 8 Juli morgens hier ab.

  • Wer mehr dazu wissen möchte, kann Antje Krings-Hawlina (02359/1782), Günther Fresen (02351/919109) oder die Vorsitzende des Vereins Gisela Steinbach (02359/903173) anrufen.
  • Auch auf der Homepage des Vereins mit der Adresse: http://www.kvt-kierspe.de/ kann man sich über die Erholungsaufenthalte der Kindergruppen in den vergangenen Jahren informieren und auch darüber, welche weiteren Aufgaben der Verein noch hat.

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