Lüdenscheid. Die bisherigen Warnstreiks haben Wirkung gezeigt. Die Vertreter der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeber haben in der zweiten Verhandlungsrunde ihre Bereitschaft erklärt, über alle ver.di Forderungen verhandeln zu wollen. Ein verhandlungsfähiges Angebot legten sie laut ver.di, jedoch auch dieses Mal nicht vor.

„Vor der dritten Verhandlungsrunde am 09. April benötigen wir ein deutliches Signal der Arbeitgeber“, heißt es in einer Erklärung der Gewerkschaft. Ver.di fordert eine Neuregelung der Eingruppierungsvorschriften und Tätigkeitsmerkmale, die für die rund 240.000 Beschäftigten im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst zu Einkommensverbesserungen von durchschnittlich
zehn Prozent führen würden. „Die Beschäftigten erwarten zu Recht, dass ihre anspruchsvolle pädagogische Arbeit so bewertet und bezahlt wird, wie die Tätigkeiten von Fachkräften in anderen Branchen“, betont Ulrich Padberg.

Daher ruft die Gewerkschaft ver.di Südwestfalen alle Beschäftigten des Sozial- und Erziehungsdienstes der Stadtverwaltungen Hagen, Lüdenscheid, Gevelsberg, Schwelm, Witten, Hattingen, sowie dem Märkischen Kreis zum ganztätigen Warnstreik am 27.03.2015 auf.

Die Beschäftigten der Sozial- und Erziehungsdienste der Stadtverwaltung Hagen treffen sich um 9.00 Uhr am Dr. Ferdinand-David-Park in Hagen. In Lüdenscheid findet um 10.00 Uhr eine Kundgebung auf dem Sternplatz für die Beschäftigten der Stadtverwaltung Lüdenscheid und die Beschäftigten des Märkischen Kreises statt.

Zum kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst gehören unter anderem Erzieherinnen und Erzieher, Sozialarbeiterinnen, Sozialpädagogen, Fachkräfte für Arbeits- und Berufsförderung, Kinderpflegerinnen sowie Heilpädagogen. ver.di bekräftigt die Forderungen nach einer nachhaltigen Aufwertung von Berufen im Sozial- und Erziehungsdienst. Die Arbeit mit und
für Menschen verdient endlich mehr Anerkennung. Indirekt profitieren von einem Tarifergebnis mit den kommunalen Arbeitgebern auch die mehr als 500.000 Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst bei freien und kirchlichen Trägern.

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