Honoratioren stellten das Projekt "Utopia Südwestfalen" vor, das junge Leute begeistern soll. Foto: Rüdiger Kahlke

Lüdenscheid/Volmetal. „Tote Hose“? oder „Metropole Pusemuckel“? Auf jeden Fall „Geile Typen hier“?. Wie auch immer. Mit forschen Sprüchen auf Postern und Karten wirbt die Region um junge Leute. Die sollen sagen, was sie bewegt, was sie vermissen, wie sie ihre Zukunft in Südwestfalen gestalten möchten. Das Stichwort dazu: „Utopia Südwestfalen.“ Das ist ein Workshop für junge Leute am dritten Wochenende im September. Das Projekt stellten Vertreter aus Politik, Wirtschaft und der Südwestfalen-Agentur jetzt in Olpe vor.

Programm mit Workshops und Party

Jugendliche aus den fünf Kreisen in Südwestfalen sollen sagen, wie sie ihre Zukunft hier vorstellen. Foto: Rüdiger Kahlke
Jugendliche aus den fünf Kreisen in Südwestfalen sollen sagen, wie sie ihre Zukunft hier vorstellen.
Foto: Rüdiger Kahlke

Nachdenken, Anstoßen, Querdenken. Dazu lädt die Südwestfalen-Agentur in Kooperation mit den Sparkassen Jugendliche zwischen 16 und 22 Jahren für den 19. und 20. September nach Hilchenbach-Müsen ein. Sie sollen an den beiden Tagen neue Ideen entwickeln. Gebote wird dafür ein Programm mit Diskussionen, Workshops, Spielen und einer Party am Abend. Neben der Arbeit sollen chillen und grillen auch ihren Stellenwert haben. 59 junge Leute können mitmachen. 59, weil die Region Südwestfalen 59 Kommunen umfasst. Ziel ist es, junge Leute an die Region binden und damit die absehbaren demografischen Probleme zu mindern.

Regionale weiterführen

Die Aufbruchstimmung, die durch die Regionale 2013 erzeugt worden sei, müsse weiter genutzt werden, so Dr. Karl Schneider, Landrat des Hochsauerlandkreises und Wilhelm Rücker von der Sparkasse Olpe. Man müsse die Chancen, die die drittstärkste Industrieregion Deutschlands für junge Menschen und junge Familien biete, deutlich machen. Der Workshop, zu dem sich Jugendliche zwischen 16 und 22 Jahren im Internet bewerben können, soll ein Impuls sein, „mehr mit der Jugend ins Gespräch zu kommen“, betont Hubertus Winterberg, Geschäftsführer der Südwestfalen-Agentur.

Entscheidend für die Zukunft sei die Frage „aus dem Blickwinkel der Betroffenen“. Ist es wirklich attraktiv hier für junge Leute? Der Workshop soll den Entscheidungsträgern Fingerzeige geben, was junge Menschen in den Dörfern und Städten im Dreieck zwischen Lüdenscheid, Meschede und Siegen hält oder was sie veranlasst wegzuziehen.

Suche nach neuen Ideen

Daraus sollen Handlungsanleitungen abgeleitet werden. Landrat Dr. Schneider kann verstehen, wenn Jugendliche nach dem Abitur andernorts studieren, wünscht sich aber, dass sie wieder kommen und frische Ideen mitbringen. Der Workshop in Hilchenbach-Müsen im September soll dazu ein Auftakt sein, so Hubertus Winterberg: „Wir müssen sehen, wie Folgeformate aussehen können.“ Bei den 59 Jugendlichen soll es nicht bleiben. Die Zahl wurde gewählt, weil es in der Region 59 Kommunen gibt.

Alle sollen profitieren

Die Veranstalter hoffen, dass es mehr Bewerbungen als Plätze gibt. Die Teilnehmer nach ihrer Motivation ausgesucht werden. Möglicherweise, so Winterberg, müsse auch das Los entscheiden. Erste Überlegungen der Workshop-Teilnehmer sollen bereits beim „Tag der Dörfer“ am 20. September präsentiert werden.

  • Weitere Informationen zum Workshop und zum Programm und zur Bewerbung am 19./20. September gibt es auf der eigens eingerichteten Homepage: www.utopia-suedwestfalen.com

 

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