Halver/Wipperfürth. Erneut soll Gülle den Neyebach in Wipperfürth verseucht haben. Wie die Bergische Landeszeitung berichtet, soll ein Sicherungsbecken neben dem Gülletank auf dem landwirtschaftlichen Betrieb in der Halveraner Ortslage Kotten übergelaufen sein. Update 19.15: Dieser Darstellung haben der Oberbergische Kreis und der Wupperverband in einer gemeinsamen Erklärung widersprochen. Sie betonen, dass es keinen erneuten Gülleeintrag gegeben habe. Der Wupperverband habe unmittelbar nach Bekanntwerden vermeintlich neuer Einträge Messungen durchgeführt und keine erhöhten Werte gegenüber den zuvor durchgeführten Messungen festgestellt.

Die Bergische Landeszeitung hatte berichtet, dass Vertreter der Biologischen Station Oberberg, der Unteren Landschaftsbehörde und des Landschaftsbeirates bei einem Ortstermin an den Unterniener Teichen am Einlauf der Neyetalsperre erneute Verunreinigungen festgestellt festgestellt hätten. „Der Bach stank, es war wieder Schaum auf dem Wasser“, so zitiert die Zeitung Walter Schröder, den stellvertretenden Vorsitzenden im Landschaftsbeirat des Oberbergischen Kreises.

Dass es die neue Verseuchung gibt, soll auch der zuständige Revierförster Volker Leipzig bestätigt haben. Auf dem Hof, aus dem die 1700 Kubikmeter Gülle ausgelaufen sind, gebe es neben dem großen Becken einen kleineren Gülletopf, davor ein Sicherungsbecken, so Leipzig. Dieses sei nun bei dem stärkeren Regen am Samstag wohl übergelaufen.

Für die besonders geschädigten Teiche wird derweil überlegt, die obere Sedimentschicht mit Feuerwehr-Rohren wegzuspülen und anschließend abzupumpen und sie mit Tankwagen abtransportieren zu können.

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