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Hagen-Boele. Der Mann, der am Dienstagnachmittag (18. Oktober) zunächst einen Versicherungskaufmann angegriffen hat und dann bei der Festnahme von einer Polizistin erschossen wurde (der „Tach!“ berichtete), ist osteuropäischer Abstammung. In einem Bericht heute in den Lokalzeitungen „Westfalenpost“ und „Westfälische Rundschau“ wird neben der Schilderung des Tatverlaufes auch ein Bild des Täters gezeichnet, wie es sich aus Erzählungen der Nachbarschaft zusammensetzt.

Merkwürdiges Verhalten

Danach galt der Mann, der im Hochhaus an der Ecke Steinhausstraße zuhause war, als Sonderling und Eigenbrötler. Immer schwarz gekleidet, sei er gegenüber bekannten Menschen ein „lieber Kerl“ gewesen, Fremden gegenüber aber sehr misstrauisch. Einem Nachbarn habe er erzählt, dass er ihn schon vor 10.000 Jahre beim Schafe-Hüten beobachtet habe. Auch wird berichtet, dass er Steine verbuddelt habe, weil er geglaubt hätte, dass es sich in Gold verwandele. Eine Gewalttat habe man ihm aber nicht zugetraut.

Lebensrettende Hilfe im Döner-Imbiss

Inzwischen stellt sich das Geschehen vom Dienstag wie folgt dar: Der Mann ist gegen 14.45 Uhr in die Allianz-Agentur an der Schwerter Straße eingetreten und hat dort Streit mit einem 49-jährigen Mitarbeiter begonnen. Dabei fügte der Täter dem Agentur-Mitarbeiter mit einem Messer und einer Machete schwere Stichverletzungen zu. Der Versicherungskaufmann flüchtete, zunächst in den Kiosk „Schnuckerlädchen“ und dann weiter in den Döner-Imbiss „Hacibaba“. Dort brach er zusammen.

Der 35-jährige Inhaber des Ladens leistete nach dem Bericht der „Westfalenpost“ offenbar wertvolle erste Hilfe, die dem Opfer möglicherweise sogar das Leben rettete: Um den Blutverlust zu stoppen, band er dem Opfer mit einem Gürtel den Oberarm ab. Es gelang ihm darüber hinaus, den mit seinen Stichwaffen noch immer wild herumfuchtelnden Verfolger in die Irre zu führen: das Opfer sei weiter die Schwerter Straße hinauf geflüchtet.

Tödlicher Schuss

Daraufhin kehrte der Angreifer um – und wurde von den ersten alarmierten Polizisten gestellt. Nach Angaben der „Westfalenpost“ habe der Angreifer die Aufforderung, die Waffen fallen zu lassen, ignoriert, vielmehr habe er stattdessen die Polizisten attackiert. Dabei fiel der tödliche Schuss aus der Waffe einer Polizistin.

Die Ermittlungen werden von der Staatsanwaltschaft Hagen mit dem Polizeipräsidium Wuppertal geführt, um die Neutralität der Untersuchungen zu gewährleisten.

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