Ein Porträt der Lyrikerin Hilde Domin. Foto: Wikicommons/Ursula_Stock,

Herscheid. Die Dichterinnen Mascha Kaleko und Hilde Domin stehen im Mittelpunkt eines Literaturvortrags, zu dem die VHS Volmetal am Mittwoch, 29. November, um 19.30 Uhr im Herscheider Spieker einlädt.

Die Literaturwissenschaftlerin Sabine Hellwig-Tillmann berichtet über das Leben und Werk dieser beiden unverwechselbaren Einzelerscheinungen innerhalb der deutschen Gegenwartslyrik. Das „unverlierbare“ Exil, das man immer bei sich trägt, das ist ihre gemeinsame Grunderfahrung, prägend für ihren Lebensweg wie auch ihre Gedichte. Die eine behauptet sich in den 30er Jahren gerade zwanzigjährig mit ihren populären Großstadtgedichten als einzige Frau in der von Männern dominierten Berliner Literatenszene, die andere, die erst in der Einsamkeit des karibischen Exils mit dem Schreiben beginnt und  als eine von wenigen Exilanten nach Deutschland zurückkehrt, erkämpft sich mühsam, letztlich erfolgreich ihren Platz im deutschen Literaturbetrieb.

Da ist Mascha Kaléko nach ihrem kurzen literarischen Comeback in Deutschland Ende der 1950er Jahre in ihrem zweiten Exil in Israel fast verstummt und gerät zunächst für viele Jahre in Vergessenheit.  Die  Zusammenschau beider Biographien skizziert das Bild eines von Flucht und schwieriger Heimatsuche bestimmten Jahrhunderts und dem Versuch zweier außergewöhnlicher Frauen, dem eine Stimme zu geben.

Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr am  Mittwoch, dem 29. November,  im Spieker, Am Kirchplatz 6,  in Herscheid. Der Eintritt beträgt 7,00 Euro.

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