Hagen/MK/HSK. Jetzt ist das Land Nordrhein-Westfalen am Zug, sind sich die Mitglieder der regionalen Unternehmerinitiative Pro A 46 einig. Und nicht nur die. Beim kürzlichen Besuch im Bundesverkehrsministerium seien sich alle Beteiligten einig gewesen, dass beim Weiterbau der A46/B7 „das Land Nordrhein-Westfalen gefordert sei, das Projekt planungstechnisch so schnell wie möglich voranzutreiben, damit möglichst bald mit dem Ausbau des Lückenschlusses begonnen werden kann“, schreibt die Initiative in einer Mitteilung.

Die Pro A 46-Sprecher, Dr. Sigurd Pütter aus Iserlohn und Hubertus Gössling aus Arnsberg, diskutierten auf Einladung der heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Christel Voßbeck-Kayser mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Enak Ferlemann. Thema war die Einstufung des Lückenschlusses der A 46 im Entwurf des Bundesverkehrswegeplans (BVWP) der Mitte März vorgestellt wurde. Gut aus Sicht der Initiative ist, dass es das Projekt in den Plan geschafft hat. Nur Projekte, die diese planungsrechtliche Hürde nehmen, haben Chancen in Bälde realisiert zu werden. Und da hoffen die Pro A 46 Aktivisten, dass es möglichst schnell voran geht. „Die Delegation hob noch einmal die große Bedeutung des Lückenschlusses zwischen Hemer und Neheim für die regionale Wirtschaft hervor und verwies auf die über 150 Hidden Champions, die in Südwestfalen ansässig sind“, heißt es in der Mitteilung. Mit Hidden Chanpion sind die mittelständischen Unternehmen in der Region gemeint, deren Produkte auf dem Weltmarkt eine besondere Rolle spielen.

Unternehmer nicht rundum zufrieden

Rundum zufrieden sind die Unternehmer aus dem nördlichen Märkischen Kreis, dem Hochsauerlandkreis und dem Kreis Soest nicht. Ihr Wunsch, den kompletten Ausbau zwischen Hemer und Neheim als vierstreifige Autobahn vorzunehmen, sehen die aktuellen Pläne nicht vor. Stattdessen lautet der Vorschlag: vierstreifige Autobahn von Hemer bis Menden und danach eine neue dreistreifige Bundesstraße bis zum Anschluss an die A 445.

Planungskapazitäten ausbauen

Das hört sich wie ein Kompromiss an und ist auch einer, schließlich gibt es Kritiker, die sich gegen den Autobahnbau engagieren. Staatssekretär Ferlemann machte deutlich, so die weitere Mitteilung, dass „der jetzt im BVWP enthaltene Vorschlag einen Kompromiss darstelle, der mit der Einstufung in den Vordringlichen Bedarf gut positioniert“ sei. Und da der Vorschlag von der Landesregierung NRW komme, habe er nach Ansicht Ferlemanns gute Chancen, verwirklicht zu werden, heißt es weiter.
Nächster Schritt im Planungsverfahren ist die Verankerung der Projekte des Bundesverkehrswegeplanes in Ausbaugesetzen. Das sei Ende des Jahres vorgesehen, heißt es in der Mitteilung; Bundestagsabgeordnete Voßbeck-Kayser habe ihre volle Unterstützung zugesagt. Sie wird mit dem Plädoyer zitiert: „Nicht nur über die erfolgreiche Wirtschaft reden, sondern auch etwas für diese und den Wirtschaftsstandort Südwestfalen tun.“
Damit es beim Planen in NRW voran gehen kann, sei „es dringend erforderlich, die Planungskapazitäten beim Landesbetrieb Straßenbau NRW deutlich aufzustocken“ teilte die Unternehmensinitiative mit.

Links zum Thema:
Unternehmerinitiative Pro A 46
Gruppeninitiative gegen die Autobahn A46
Mitteilung auf der Homepage der Bundestagsabgeordneten Christel Voßbeck-Kayser
Mitteilung der Bubdestagsabgeordneten Dagmar Freitag zum BundesverkehrswegeplanInformationen des Bundesverkehrsministeriums zum Bundesverkehrswegeplan

 

Unterstütze uns auf Steady

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here