Lüdenscheid. Schwere Stunden für die Kostal-Familie: Der Lüdenscheider Unternehmer Helmut Kostal, der bis 2010 das weltweit tätige Familienunternehmen führte, ist in der Nacht zum 6. November überraschend gestorben.

Herausragende Persönlichkeit

Helmut Kostal zählt zu den herausragenden Lüdenscheider Persönlichkeiten. In Anerkennung seiner Verdienste erhielt er 2012 den Ehrenring der Stadt Lüdenscheid. Im gleichen Jahr wurde der Unternehmer mit dem Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Standfest und international beweglich

Die Universität Witten-Herdecke verlieh ihm im November 2013 ehrenhalber den Doktortitel der Wirtschaftswissenschaften. Bei der Verleihungszeremonie charakterisierte Prof. Dr. Birger P. Priddat, Dekan der Wirtschaftsfakultät, Helmut Kostal als „hervorragendes Beispiel für einen Familienunternehmer, der sauerländische Standfestigkeit mit internationaler Beweglichkeit verknüpft. Und der weiß, dass exzellente Bildung für den Wirtschaftsstandort Deutschland das A & O bedeutet.“

Zahlreiche Ehrenämter

Helmut Kostal leitete die Leopold Kostal GmbH & Co. KG von in dritter Generation von 1981 an. Unter seiner Führung expandierte das Unternehmen international, unter anderem nach Irland, Großbritannien, Japan, China und Frankreich. 2010 gab er den Chefposten in der Gruppe, die weltweit rund 15.000 Menschen beschäftigt, an seinen Sohn Andreas ab.

Zu seinen zahlreichen Ehrenämtern zählten branchennahe wie der Vorsitz des Arbeitgeberverbandes Metall+Elektro, aber auch fünf Jahre als CDU-Ratsherr, sieben Jahre als ehrenamtlicher Richter am Sozialgericht Dortmund oder Vorstandsfunktionen im LTV 1899 oder der Hotop-Riege sowie der Vorsitz in der Phänomenta-Stiftung.

Helmut Kostal wurde 70 Jahre alt.

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