Schalksmühle. Getränkedosen, hunderte von Kippen, eine Windel, ein abgerissener gelber Stopper von einer Treppenstufe, Plastikbecher – die Bahnunterführung in Schalksmühle gleicht einer Abfallhalde. Dazu müffelt es irgendwie faulig und nach Urin. Nachdem UnserLünsche-Herausgeber Sven Parnemann seinen Ekelschock vom Wochenende überwunden hatte, packte das Team vom Online-Magazin am Montag an.

40 Minuten Arbeit

Besen, Kehrblech, eine große reißfeste Mülltüte und dann ging’s los. Nach ungefähr 40 Minuten Arbeit war die komplette Unterführung zwar nicht sauber ab zumindest besenrein – eine gelungene Saubermann-Aktion von UnserLünsche.

„Ist ja ganz prima. Hier sieht es immer schrecklich aus. Einmal pro Woche muss ich da durch“, sagt eine Passantin, während Wolfgang versucht, mit dem Besen ein festgetretenes Kaugummi von einer Treppenstufe zu kratzen. Andere halten die Räumungsarbeiten wohl für selbstverständlich. Sehen wir etwa aus wie Mitarbeiter vom Service-Team der Bahn? Kann nicht sein. Sven dokumentiert die Aktion Saubermann immerhin mit einer Kamera.

Bahn-Sprecher: „Es wird regelmäßig gereinigt“

Eklig und erstaunlich - und 40 Minuten lässt sich eine Menge Müll zusammenkehren. Foto: Sven Parnemann
Eklig und erstaunlich – und 40 Minuten lässt sich eine Menge Müll zusammenkehren. Foto: Sven Parnemann

Lässt die Bahn das Gelände verkommen? „Es wird regelmäßig gereinigt“, versichert ein Sprecher. Die Reinigung der Unterführung und des Bahnsteigs übernehme, so die Bahn, DB Station&Service (Bahnhofsmanagement Hagen) Im wöchentlichen Wechsel (montags) werde eine Grob- und eine Intensivreinigung vorgenommen.

„Die Kollegen aus Hagen werden sich, soweit das möglich ist, den Bahnhof näher ansehen“, teilte der Bahnsprecher auf Anfrage von UnserLünsche mit. Außerdem: „Der recht intensive Schülerverkehr hinterlässt sicherlich an dem einen oder anderen Tag seine Spuren.“

Kommentar-Flut in Schalksmühler Facebook-Gruppe

Das ist durchaus möglich, zurzeit aber eher ausgeschlossen. Seit 7. Juli haben die Schulen in NRW eine Sommerpause eingelegt. Dazu kommt: Auf der alten Gleisanlage hinter dem Wartehäuschen liegen Zigarettenschachteln und anderer Papiermüll. Die Farben sind ausgeblichen, das Material ist zum Teil schon verwittert. Hier wurde schon länger nicht mehr ausgeräumt.

Die Ekel-Unterführung hat in der Facebook-Gruppe „Schalksmühle(r)“ eine Flut von Kommentaren ausgelöst. Klaus Werthmann schreibt: „Vielleicht wäre es ja auch eine Möglichkeit die stinkende und verdreckte Unterführung ein für alle Mal zu schließen und den Zugang zum Bahnsteig nur noch über den Schnurrenplatz zuzulassen.

Auch am alten Gleis gammelt so Allerlei vor sich hin. Foto: Sven Parnemann
Auch am alten Gleis gammelt so Allerlei vor sich hin. Foto: Sven Parnemann

Doris Krzossa bemerkt: „Es ist gut zu lesen, das sich so viele Menschen an der Diskussion beteiligen. Schön wäre es, wenn alle mit anpacken würden, das Problem zu lösen. Aber als ich vor 50 jahren mit dem Zug nach Lüdenscheid gefahren bin, war die Unterführung schon ein stinkendes Etwas. Wünsche euch dass die Gemeinde mal kräftig Druck bei der Bahn macht und dass dann wirklich eine Entscheidung getroffen wird.“

Ulrike Heimes äußert sich selbstkritisch: „Der Bahnhof sieht so aus, wie wir Schalksmühler Bürger ihn verlassen.“

Anmerkung: Aufgrund einer technischen Umstellung bei „UnserLünsche“ erscheint der Beitrag leider mit Verspätung.

 

 

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