An 28 Gefahrenpunkten im Märkischen Kreis kracht es besonders häufig.

Märkischer Kreis. (pmk). Sie sorgen für mehr Verkehrssicherheit im Märkischen Kreis. Die Mitglieder der Unfallkommission trafen sich jetzt im Lüdenscheider Kreishaus.

Insgesamt 28 sogenannte „Unfallhäufigkeitsstellen“ gibt es aktuell im Märkischen Kreis – zwei in Balve, fünf in Herscheid, sieben in Iserlohn, vier in Lüdenscheid, zwei in Menden, zwei in Neuenrade, vier in Plettenberg und je eine in Werdohl und Halver. In Altena, Hemer, Kierspe, Meinerzhagen, Nachrodt-Wiblingwerde und Schalksmühle gibt es für Verkehrsteilnehmer keine besonders gefährlichen Stellen. Sechs der zusätzlich gemeldeten Gefahrenpunkte konnten aufgrund der dort rückläufigen Unfallentwicklung von der Unfallkommission des Märkischen Kreises als „erledigt“ eingestuft werden.

Kommission tagt mindestens einmal pro Jahr

Diese Bilanz lag den Mitgliedern der Unfallkommission bei ihrer jüngsten Sitzung im Lüdenscheider Kreishaus vor. Die Kommission tagt regelmäßig mindestens einmal pro Jahr unter der Leitung der Straßenverkehrsbehörde, bei Bedarf und Anlass bezogen auch häufiger. Der Kommission gehören Vertreter der Bezirksregierung, des Landesbetriebes Straßenbau.NRW, der Kreispolizeibehörde sowie der Straßenverkehrsbehörde des Märkischen Kreises an.

Bauliche, verkehrsrechtliche und polizeiliche Maßnahmen

Aufgabe der Kommission ist es, Unfallhäufungen zu erkennen, sie zu analysieren und Maßnahmen zu deren Beseitigung zu beschließen. Außerdem muss das Gremium sicherstellen, dass die beschlossenen Maßnahmen umgesetzt werden und eine Wirkungskontrolle erfolgt. Das Spektrum umfasst bauliche, verkehrsrechtliche und verkehrspolizeiliche Maßnahmen. Der Arbeit der Unfallkommission kommt angesichts des mit den Verkehrsunfällen verbunden menschlichen Leids und der immensen Unfallkosten eine bedeutende Aufgabe zu. Durch gezielte Entschärfung von Unfallbrennpunkte kann die Verkehrssicherheit deutlich verbessert werden.

Begutachung der aktuellen Unfallstellen

Als nächstes werden alle der Kommission angehörenden Behörden ihre Vertreter mit der Begutachtung der aktuellen Unfallstellen beauftragen. „Es wird genau analysiert, warum es genau an diesen Stellen besonders häufig zu Unfällen kommt“, so Joachim Pieper von der Straßenverkehrsbehörde des Märkischen Kreises. Anschließend werde beraten und entschieden, wie genau man diese Unfallschwerpunkte entschärfen kann. „Dies können bauliche Maßnahmen sein, eine andere Beschilderung oder intensivere Kontrollen“, so Joachim Pieper.

Zahl der Motorradunfälle gestiegen

Besondere Sorge bereitet der Unfallkommission zurzeit die steigende Anzahl von Motorradunfällen, auf die ein besonderes Augenmerk gerichtet werden soll. Im ersten Halbjahr verunglückten 96 Kradfahrer im Kreisgebiet, in den ersten sechs Monaten 2014 waren es 76. Insgesamt, einschließlich aller Roller und Kleinraftradfahrer waren es 145. Glücklicherweise musste keiner der in diesem Jahr verunglückten Zweiradfahrer seinen Crash mit dem Leben bezahlen.

 

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