Ausschnitt aus einem Werk von Ulrich Haarlammert. Foto: Wolfgang Teipel

(PSL) – Am Freitag, 5. Mai, um 19 Uhr wird in den Museen der Stadt Lüdenscheid an der Sauerfelder Straße eine Ausstellung eröffnet, deren Leitmotiv die Fotografie ist. Dennoch handelt es sich keineswegs um eine Präsentation „klassischer“ fotografischer Positionen, sondern es werden außergewöhnliche, überraschende künstlerische Arbeiten zu sehen sein. Ihnen allen ist gemeinsam, dass sie sich mit den vielfältigen Möglichkeiten des Mediums Fotografie als bildgebende Methode auseinandersetzen.

1839 bahnbrechende Erfindung

Seit ihrer Erfindung – offiziell im Jahr 1839 durch Louis J.M. Daguerre – ist die Fotografie mit einschneidenden gesellschaftlichen Kontroversen und Veränderungen verbunden. Auch innerhalb der Kunst wurde diese neue Technik auf verschiedenste Art und Weise genutzt. Was das Publikum der „frühen Jahre“ an dem neuen Medium faszinierte, war seine dokumentarische Abbildhaftigkeit.

Immer wieder neue Formen

Mit der Entwicklung und Kommerzialisierung der Digitalfotografie in den 1990er Jahren, des Internets und der sozialen digitalen Netzwerke des 21. Jahrhunderts haben sich weitere Formen der Nutzung und des Umgangs mit Fotografie entwickelt. Fotografie war und ist eines der künstlerischen Medien, die immer wieder zu neuen Auseinandersetzungen herausfordern.

Umdeutung und Verfremdung

„Expanding Photography“ – das sind vor allem Arbeiten, die das Medium der Fotografie umdeuten und verfremden. Die Bandbreite der künstlerischen Positionen erstreckt sich von der Diskussion rein fotografischer Techniken über die Frage nach der Suggestion von Tiefenräumlichkeit und illusionistischer Dreidimensionalität bis hin zur Beschäftigung mit den Reproduktionsmechanismen des Internets. Dabei stellt sich immer auch die Frage nach dem „Wahrheitsanspruch“ des fotografischen Bildes und seiner gesellschaftlichen Relevanz in Verbindung mit unseren, von digitaler Bilderflut geprägten Sehgewohnheiten.

Begleitender Rundgang

Die Ausstellung wurde vom Westdeutschen Künstlerbund e.V. organisiert und realisiert sowie von den Kuratoren Claudia Rinke und Elly Valk-Verheijen in Zusammenarbeit mit Dr. Susanne Conzen für die Städtischen Galerie Lüdenscheid bereitgestellt.

Bereits am kommenden Sonntag, 7. Mai 2017, 15 Uhr gibt es die Möglichkeit, an einem ersten begleiteten Rundgang durch die Ausstellung teilzunehmen. Der Kostenbeitrag beträgt 3 Euro pro Person.

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