Radfahrer
Bei der NRW-Radtour 2014 waren über 1000 Radfahrer in Lüdenscheid unterwegs.

Endlich ist die Radfahrerperspektive wieder gefordert: Beim ADFC-Fahrradklima-Test können alle Radfahrer mitmachen, egal, wie oft oder wie lange sie Radfahren oder ob sie ADFC-Mitglied sind oder nicht, um das Fahrradklima in ihrer Stadt oder Gemeinde zu bewerten.

Hat sich in Lüdenscheid was verbessert? Beim ADFC-Fahrradklima-Test 2012 lag Lüdenscheid bei den NRW-Städten unter 100 000 Einwohnern nur auf Rang 55. 159 Radfahrer gaben damals ihr Urteil ab. Es reichte für einen Gesamtindex von 4,52. Zum Vergleich: Bocholt kam bei den NRW-Städten unter 100 000 Einwohnern mit einem Gesamtindex von 2,16 auf Platz 1.

Radfahrer sollen sich wohl fühlen

Wie sehen lebenswerte Städte und Gemeinden aus, was bieten sie, damit Radfahrer aller Altersstufen sich wohl und sicher fühlen? Bewerten können das nur die Radfahrer selbst. Darum ruft der ADFC gemeinsam mit dem Bundesverkehrsministerium auf, an der Umfrage zum Fahrradklima-Test teilzunehmen.

Beim ADFC-Fahrradklima-Test 2012 haben über 80.000 Bürgerinnen und Bürger mitgemacht. „Das war ein fantastisches Ergebnis, das der ADFC wieder erreichen, lieber aber überbieten möchte. Ich fordere Mitglieder und Aktive auf: Macht mit und macht Werbung für den ADFC-Fahrradklima-Test“, sagt der ADFC-Bundesvorsitzende Ulrich Syberg. Der Test findet bereits zum sechsten Mal statt.

Der Gradmesser

Viele Städte und Gemeinden haben in den letzten Jahren an ihrer Fahrradfreundlichkeit gedreht. Ob sich die Bemühungen in der öffentlichen Meinung widerspiegeln, klärt die Umfrage. Die Ergebnisse sind der Gradmesser dafür, wie fahrradfreundlich die Stadt empfunden wird.

Daher ist es auch für Städte und Gemeinden attraktiv, Radfahrer zu motivieren, bei der Umfrage mitzumachen. Zumal Orte eine bestimmte Teilnehmerzahl erreichen müssen, um bewertet zu werden: Städte und Gemeinden bis 100.000 Einwohner brauchen mindestens 50 Teilnehmer, bei bis zu 200.000 Einwohnern sind es 75 und bei mehr als 200.000 Einwohnern sind 100 Teilnehmer notwendig. 2012 kamen 332 Städte und Gemeinden in die Bewertung, die auf www.adfc.de/fahrradklima-test nachgelesen werden kann.

Wie funktioniert es?

Der Online-Fragebogen kann mit PC, Tablet oder mit dem Smartphone auf www.fahrradklima-test.de noch bis zum 30. November 2014 ausgefüllt werden. Auch der QR-Code auf Flyern und Plakaten leitet direkt zur Umfrage. In etwa zehn Minuten lassen sich die 27 Fragen beantworten. Falls eine Frage auf die eigene Gemeinde nicht zutrifft – etwa weil es keine Einbahnstraßen oder Ampeln gibt –, kann man auch weiterklicken. Am Schluss der Umfrage ist Platz, um Hinweise auf lokale Probleme oder Besonderheiten einzutragen.

Übrigens, wer in mehreren Städten und Gemeinden mit dem Rad unterwegs ist und eine gute Ortskenntnis besitzt, kann auch mehr als nur den Heimatort bewerten. Der ADFC-Fahrradklima-Test wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert.

 

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